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Herbstreise 2017

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Bestseller

Denkfehler Wachstum
besondere Empfehlung

Der Komponist 
Frank Zappa

Neuerscheinungen-Zusatzinfos

Ernst Wolff
Finanz-Tsunami
Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht
200 S., br., € 19,00
978-3-941310-81-0
Das Finanzwesen ist uns jahrzehntelang als ein Bereich der Wirtschaft präsentiert worden, der sich nur Fachleuten erschließt und normale Bürger nicht zu interessieren braucht, weil er ihr Alltagsleben nur am Rande berührt. Das Gegenteil ist der Fall: Die Finanzwirtschaft prägt unser Leben wie kein anderes Feld. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat sie sich zur mächtigsten Größe auf unserem Planeten entwickelt. Dabei lenkt ihr Führungspersonal die Geschicke der Welt großenteils im Verborgenen und auf eine Art und Weise, die selbst bei genauer Betrachtung kaum durchschaubar ist. Mit seiner packenden Darstellung der Machenschaften und Akteure der Finanzwirtschaft leistet Ernst Wolff einen Beitrag zur Lösung einer der gegenwärtig wichtigsten Aufgaben: Er vermittelt das notwendige Wissen, um sich gegen den Einfluss dieser Finanzindustrie wehren zu können. Besser spät als nie!

Sacha Szabo
Lunaparks
Auf den Spuren einer vergessenen Vergnügungskultur
Bildband
200 S., zahlreiche farbige Abbildungen, geb., € 35,00
978-3-941310-83-4
Lunaparks - noch Anfang des 20. Jahrhunderts weit verbreitet, sind heute aus dem Bild von Freizeit- und Vergnügungskultur verschwunden. Dabei gab es allein in Deutschland fast ein halbes Dutzend derartiger Parks. Der Hugo-Haase-Park in Hamburg und später der Lunapark Hamburg-Altona bestanden zeitgleich mit den Parks in Dortmund, Köln und Leipzig. In Berlin existierten in dem Zeitraum von Anfang des Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg zeitgleich sogar drei derartige Parks. Sacha Szabo hat dieses Stück Kultur liebevoll aufbereitet und vielfältiges Quellen- und Bildmaterial zusammengestellt. Er fragt: Was macht die Besonderheit dieser Parks aus und wie kam es zu ihrem Verschwinden aus dem Erscheinungsbild deutscher Städte? Er nimmt die Leser mit auf eine spannende Entdeckungsreise zu den Ursprüngen dieser besonderen Begegnungsorte, für die - im Unterschied zu heutigen Parks - Tanzsalons, Bierhallen und Kneipen bestimmend waren und die einen festen Bestandteil urbaner Unterhaltungskultur bildeten.

Kai Eicker-Wolf
Wirtschaftswunderland
Eine Abrechnung mit der Wirtschaftspolitik von Gerhard Schröder bis heute
160 S., br., € 16,00
978-3-941310-82-7
Deutschland geht es gut, Industrie und Handwerk gelten als hochgradig wettbewerbsfähig und die Außenhandelsüberschüsse als Beleg, dass alles fabelhaft läuft. Wer die Lage so einordnet, blickt jedoch vorbei an den Schattenseiten dieser Wirtschaftsentwicklung: an der Schere zwischen Arm und Reich, Abstiegsängsten oder dem Unbehagen des Auslands an der deutschen Entwicklung. Kai Eicker-Wolf zeigt, dass die ungerechte Einkommens- und Vermögensverteilung und der hohe Exportüberschuss die Kehrseiten ein und derselben Medaille sind. Seit Gerhard Schröder lebt Deutschland massiv unter seinen Verhältnissen - das ist bedenklich. Denn die Sparpolitik hat uns gravierende Fehlentwicklungen beschert wie die Unterfinanzierungen sozialer Bereiche, darunter Gesundheit und Pflege sowie Erziehung und Bildung. Mit fundierten Lösungs- und Finanzierungsvorschlägen plädiert Eicker-Wolf für eine deutliche Neuorientierung der Struktur- und Wirtschaftspolitik in Deutschland, die Verteilungsgerechtigkeit nur dann herstellt, wenn sie auch Sozialpolitik ist.

banal  trivial  phaenomenal
Spielarten des Trash
Herausgegeben von Jonas Nesselhauf und Markus Schleich
236 S., br., € 29,90
978-3-941310-87-2
Trash, der, Substantiv, aus dem Engl. ›Müll‹, ›Abfall‹, ›Schund‹; bezeichnet in den Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften eine scheinbar ›minderwertige‹ Ästhetik trivial-populärer Artefakte (-> lowbrow), wobei die Grenzen zur absichtlichen Erzeugung von T. (-> Meta-T.) teilweise fließend verlaufen und T. somit wiederum zu einem Schreibverfahren werden kann. Die Spielarten des T., des Meta-T. und der Verbindung von Kunst und ›Abfall‹ umfassen verschiedenste Medien und Genres, darunter den T.film (bspw. in britischen »Hammer«-Produktionen), Literatur und Lyrik (u.a. Friederike Kempner, Julie Schrader), Comic (Chris Ware etc.), Popmusik (etwa Blumfeld), Bildende Kunst (bspw. Kurt Schwitters), TV-Formate (›Reality-TV‹), Computerspiele sowie als deren Performanz die Fanfiction oder »Bad Taste Partys«.

Bildverstehen
Spielarten und Ausprägungen der Verarbeitung multimodaler Bildmedien
Herausgegeben von Lars C. Grabbe, Patrick Rupert-Kruse und Norbert M. Schmitz
248 S., br., € 29,90
978-3-941310-79-7
In der menschlichen Wahrnehmung, Verarbeitung und Speicherung bewegter (interaktiver) Bildtypen spielen die Systeme des Mentalen und Leiblichen eine zentrale Rolle: Wir entschlüsseln Zeichen und Symbole, verstehen und erleben multimodale Artefakte, lassen uns vom Realismus digitaler Bilder überrumpeln oder koppeln uns mental und motorisch mit Filmen oder Computerspielen. Folglich formieren sich erst im Zusammenwirken von sinnlicher Adressierung, kognitiver Organisation und leiblicher Partizipation sowohl phänomenale als auch semiotische Prozesse des Verstehens oder Erlebens. Die davon geprägten spezifischen Verarbeitungs- und Speicherungsvorgänge medialer Impulse stehen im Fokus des Bandes.

Sandra Köhnlein
Basteln und Gestalten mit Senioren
Mit zahlreichen Schablonen und Kopiervorlagen
140 S., br., € 20,00
978-3-941310-84-1
Kreative Begegnungsrunden verbessern die Lebensqualität von Pflegebedürftigen in Senioreneinrichtungen. Sie ermöglichen ein Zusammentreffen, geben Senioren die Möglichkeit, sich einander anzunähern und dabei sich und andere in der gemeinsamen Tätigkeit besser kennenzulernen. Als Expertin in der Arbeit mit Pflegebedürftigen hat Sandra Köhnlein ein Praxisbuch für das Basteln und Gestalten mit Senioren entwickelt. Ein erster Teil vermittelt Basiswissen, das in der Seniorenarbeit Tätige bei der Planung und Umsetzung von Begegnungsrunden unterstützt. Ein zweiter Teil liefert kreative Techniken und Bastelvorschläge. Diese werden ergänzt von wertvollen Zusatzinformationen und Tipps sowie genauen Angaben zum Materialbedarf. Der übersichtlich gestaltete Band liefert eine Fülle an kreativen Ideen und thematisiert praxisnah, wie die konkrete Umsetzung der Begegnungseinheiten aussehen kann. 
Aus der Backlist:

Werner Brinker
Denkfehler Wachstum
Wege in eine zukunftsfähige Wirtschaft
134 S., br., € 14,90
978-3-941310-21-6
'Wohlstand braucht Wachstum' - so lautet das ständig wiederholte Mantra unserer Wirtschaftspolitik. Ohne Wachstum drohen leere Kassen, ist der Sozialstaat gefährdet, kann es keinen Wohlstand geben. Aber Wachstum zerstört unsere Lebensgrundlagen, gefährdet den sozialen Frieden, verschärft die globale Armut und ist gar die Ursache für Kriege. Ein unentwirrbares Knäuel wechselseitiger Abhängigkeiten? Werner Brinker bringt Ordnung in das Durcheinander, zeigt Zusammenhänge und Widersprüche auf und erläutert, wie sich Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Umweltzerstörung gegenseitig beeinflussen. Warum muss die Wirtschaft ständig wachsen? Wo ist der (Not-)Ausgang? Dies sind die zentralen Fragen des Buches. Wo andere sich in einer Analyse der Probleme erschöpfen, zeigt Werner Brinker einem eleganten Ansatz, der den Weg aus dem Dilemma öffnet, hin zu einer Wirtschaftsform ohne Wachstum, Umweltvernichtung und Sozialabbau.

Nicklas Baschek
Anfeindungen
Carl Schmitts "Begriff des Politischen" aus Perspektive der Systemtheorie Niklas Luhmanns
102 S., br., € 14,90
978-3-941310-11-7
Die Unterscheidung von Freund und Feind. In seinem Buch "Der Begriff des Politischen" sieht Carl Schmitt darin die Triebfeder politischen Handelns. Trotz dieser aggressiven Grundtendenz nimmt seine politische Theorie neuere Ansätze zur Politik der Differenz, der Abweichung und des Anderen vorweg. Doch wer unterscheidet bei Schmitt zwischen Freund und Feind? Und aus welchen Gründen wird jemand zum Feind? Das Buch untersucht den "naturwüchsigen" Charakter dieser Unterscheidung bei Carl Schmitt. Unter Verwendung Niklas Luhmanns Systemtheorie entlarvt der Autor die bedrohliche Ausgangssituation der Fremdheit und Feindschaft bei Schmitt als reaktionäre Konstruktion.

Nils Adamo
Bedingungsloses Grundeinkommen
Sozialromantik oder Zukunft des Sozialstaats?
137 S., br., € 19,90
978-3-941310-19-3
Immer weniger Menschen erzielen durch Erwerbsarbeit ein existenzsicherndes Einkommen. Eine der zentralen politischen Fragen der letzten Jahre ist daher: Wie lassen sich unter den Bedingungen schrumpfender Verteilungszuwächse noch soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe organisieren? Als Lösungsmöglichkeit rückt das Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens immer mehr in den Blickpunkt der kontrovers geführten Debatte um die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Nils Adamo stellt in diesem Band die verschiedenen Modelle für ein bedingungsloses Grundeinkommen vor. Er verfolgt den bisherigen Weg der politischen Auseinandersetzung, der letztlich in die entscheidende Frage mündet: Wie wollen wir in Zukunft leben?

Jong Uk Yun
Die Spielfilme von Ken Loach
Perspektive eines realistischen Kinos
215 S., br., € 26,90
978-3-941310-10-0
Ken Loach begann seine Karriere 1964 als Fernsehregisseur bei der BBC. Seitdem hat er mehr als 40 Kino- und Fernsehfilme gedreht. Die Spielfilme von Loach sind gekennzeichnet durch das Interesse am Leben der ‚einfachen’ Leute und der Arbeiterklasse, die normalerweise in der Kinolandschaft kaum beachtet werden. Ebenfalls charakteristisch ist die Verwendung von bestimmten stilistischen Merkmalen und die künstlerische Konstruktion, womit versucht wird, das Leben jener Bevölkerungsschicht so ‚realistisch’ wie möglich wiederzugeben. In diesem Buch zeigt der Autor die thematische und stilistische Charakteristik der Spielfilme von Ken Loach unter der Berücksichtigung der gesellschaftlichen und medialen Kontexte von Großbritannien auf.
16 Spielfilme von Ken Loach werden hier eingehend behandelt: UP THE JUNCTION (1965), CATHY COME HOME (1966), POOR COW (1967), KES (1969), LOOKS AND SMILES (1981), FATHERLAND (1986), HIDDEN AGENDA (1990), RIFF-RAFF (1991), RAINING STONES (1993), LADYBIRD LADYBIRD (1994), LAND AND FREEDOM (1995), BREAD AND ROSES (2000), SWEET SIXTEEN (2002), 11`09`01 - SEPTEMBER 11 (2002), TICKETS (2005) und THE WIND THAT SHAKES THE BARLEY (2006).

Körperinszenierungen im japanischen Film
302 S., br., € 37,90
978-3-941310-73-5
Kaum eine Kinematographie weist eine solche Variation von Körperdarstellungen auf wie die japanische. Der Körper scheint nicht festgestellt. Er ist variierbar, überformbar, kann prothetisch ergänzt werden, ohne dass dies mit einer emotionalen Wertung verbunden wäre. Diese ›andere Körperlichkeit‹ betrifft nicht allein die dargestellten Stoffe. Sie hat eine filmtheoretisch weitreichende Bedeutung, fordert sie doch dazu auf, sich den Themenkomplexen der Identifikation und der Rolle des Zuschauers neu zu nähern. Der interdisziplinäre, deutsch- und englischsprachige Band stellt Fragen nach der Funktion dieser Art von (kulturell) alterner Körperlichkeit: Worauf reagiert die Imaginationswelt des Films? Welche kulturellen Bilder und Traditionen ruft diese wiederum auf? Behandelt werden unter anderem Arbeiten von Yasujirô Ozu, Akira Kurosawa, Shôhei Imamura, Shûji Terayama, Shinya Tsukamoto, Takeshi Kitano, Takashi Miike und Shunji Iwai.

Hercule Poirot trifft Miss Marple
Agatha Christie intermedial
Herausgegeben von Judith Ktetzschmar, Sebastian Stoppe und Susanne Vollberg
216 S., br., € 34,90
978-3-941310-48-3
Wie kaum eine andere Autorin des 20. Jahrhunderts hat Agatha Christie das Genre des Kriminalromans geprägt. Bis heute ist sie eine der meistgelesenen Schriftstellerinnen der Welt.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass Christies Werk vielfältig für Film, Fernsehen und Theater adaptiert wurde. Diese Intermedialität ist der Ausgangspunkt des vorliegenden Bandes. In welchem Verhältnis stehen literarische Vorlage und mediale Transformation? Warum bleiben manche Adaptionen sehr werkgetreu, während andere stark vom Original abweichen? Welche Rolle spielen exotische Orte, wiederkehrende Motive und Figurenkonstellationen? Wo sind Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen Medientypen auszumachen?

Bildkörper
Zum Verhältnis von Bildtechnologien und Embodiment
Herausgegeben von Lars C. Grabbe, Patrick Rupert-Kruse und Norbert M. Schmitz
242 S., br., € 29,90
978-3-941310-71-1
Im internationalen philosophischen und kognitionspsychologischen Diskurs erleben Überlegungen zum Embodiment momentan einen nie dagewesenen Aufschwung. Daher verwundert es nicht, dass auch im Kontext aktueller Entwicklungen der digitalen und immersiven Medientechnologien die Rolle des Leibes sowohl im theoretischen als auch im anwendungsorientierten Bereich mit neuer Verve betont wird. Auf diese Entwicklung Bezug nehmend, stellt der vorliegende Band die Interaktion zwischen dem Medialen und den somatischen, neuronalen und mentalen - also verkörperten - Prozessen, die bei der Rezeption von Medieninhalten aktiv sind, in den Fokus. Denn erst die Analyse des Verhältnisses von Bildtechnologien und Embodiment erlaubt es, die Erlebnisdimensionen und Sinnhorizonte audiovisueller Artefakte von ihrer leiblichen Basis her näher zu beschreiben.

Iris Oberth
Der Narr als Epochenmotiv und metatheatrale Reflexionsfigur bei Shakespeare
'I am indeed not her fool but her corrupter of words'
240 S., br., € 25,90
978-3-941310-44-5
Vom karnevalesken Außenseiter zum scharfsinnigen corrupter of words - der Narr als eine zentrale Reflexionsinstanz der Frühen Neuzeit und ihrer (Welt-)Bühne: Die Studie untersucht zum einen den Narren als Epochenmotiv, als eine in dieser und für diese Zeit besonders signifikante Gestalt. Zum anderen erschließt sie eine Bedeutung und Funktion als Figur metatheatraler Reflexion in einem exemplarischen Werk der Zeit, bei Shakespeare. Dabei zeigt sich, dass Shakespeares weise Narrenfiguren über ihre charakteristische Lach- und Erkenntnisgemeinschaft mit dem Publikum hinaus zu vorrangigen Figuren des Reflektierens grundlegender Aspekte des frühneuzeitlichen Theaters selbst werden: Im liminalen Spiel des Narren beleuchtet ein in dieser Form neuartiges Medium sein eigenes Funktionieren und Vermögen - nicht zuletzt auch mit Blick auf seine Rolle im sozio-politischen Kontext der Epoche.

Daniel Schröder
Der Komponist Frank Zappa
Über die Aktualität der "Neuen Musik"
133 S., br., € 19,90
978-3-941310-28-5
The present-day composer refuses to die. Bereits in seinem ersten Album formulierte Frank Zappa den Anspruch, ein bedeutender Komponist zu werden. Und tatsächlich sollte es ihm gelingen, nicht nur zu einer einzigartigen Musikikone aufzusteigen, sondern auch in Kompositionen für große Orchester oder dem Projekt The Yellow Shark einen unverkennbaren Stil zu entwickeln. Doch wo genau im weiten Feld der "Neuen Musik" des 20. Jahrhunderts begegnen wir dem Komponisten Frank Zappa und wen trifft man neben Edgard Varèse noch in seinem Werk? War John Cage für ihn nur ein skurriler Pilzsammler und Karlheinz Stockhausen bereits in einem Helikopter auf dem Weg zurück zum Planeten Sirius? Haben eher Pierre Boulez’ Serialismus oder Conlon Nancarrows gestanzte Löcher ihre Punkte auf der Karte von Zappas musikalischen Kosmos hinterlassen? Was an Zappas Musik war konventionell, was innovativ? Und: Hat sich Zappa tatsächlich geweigert zu sterben?

Creative Crowds
Perspektiven der Fanforschung im deutschsprachigen Raum
408 S., br., € 39,90
978-3-941310-42-1
Die Vorstellungen von Fans als hysterischen Teenies, aggressiven Hooligans oder nerdigen Einzelgängern haben sich drastisch gewandelt. Wurden Trekkies, Live-Rollenspieler oder Gothics vor einigen Jahren noch kritisch beäugt, debattiert heute jeder über die Hobbit-Filme oder die neue Sherlock-Staffel und kann sein Ramones-Shirt beim Discounter kaufen. Durch das Internet sind Fans nicht nur im Mainstream angekommen, sondern mündiger und kreativer geworden. Längst geben sie sich nicht mehr nur der Verehrung ihrer Lieblingsfiguren und Idole hin, sie erobern auch für sich selbst und ihren kreativen Output einen Platz in der Popkultur. Der Band versammelt Beiträge aus verschiedenen Disziplinen zu einem facettenreichen Spektrum von Fandoms, Fankulturen und Fankreationen im deutschsprachigen Raum: vom Fußballstadion bis ins Onlineforum, von Cosplayern zu Viddern, von Prince bis Twilight.

Pferde in der Geschichte
Begleiter in der Schlacht, Nutztier, literarische Inspiration
Herausgegeben von Frank Jacob
281 S., br., € 34,90
978-3-941310-45-2
Pferde waren lange bedeutend für die Geschichte des Menschen und wurden zu wesentlich mehr als nur zur Freizeitgestaltung genutzt. Gerade die Geschichtswissenschaft hat die Rolle von Tieren für den Lauf der Ereignisse zu lange unterschätzt. Der vorliegende Band hat es sich zum Ziel gesetzt, im Besonderen die Bedeutung von Pferden für historische Entwicklungslinien und geschichtliche Prozesse etwas genauer zu untersuchen und einen möglichst chronologisch wie geographisch breit angelegten Überblick über die Bedeutung dieser Vierbeiner zu geben. Dafür werden nicht nur militärhistorische, sondern auch wirtschaftliche sowie kulturelle Aspekte untersucht, um dem interessierten Leser einen guten Einblick in die Geschichte der Pferde sowie deren Rolle für die Geschichte des Menschen zu gewährleisten.

Florian Lamp
"Die Wirklichkeit, nur stilisiert"
Die Filme des Ulrich Seidl
192 S., br., € 24,90
978-3-941310-04-9
Ulrich Seidl eilt der Ruf voraus, ein „Enfant Terrible“ des Dokumentarfilms zu sein - ein Regisseur, der die Wirklichkeit so lange manipuliert, bis sie in sein Bild von Wirklichkeit passt und damit zur „Wirklichkeit, nur inszeniert“ wird. Aber ist die Wirklichkeit als solche nicht schon an und für sich ein Konstrukt? Seidl hat mit seinen Werken immer wieder provoziert. Nach seinem Film DER BALL fliegt er von der Filmhochschule, nach TIERISCHE LIEBE erhält er einerseits Lob durch Werner Herzog, der beeindruckt feststellt, „im Kino noch nie so geradewegs in die Hölle geblickt“ zu haben, andererseits wird er als Vampir betitelt, der Menschen aus dem Kuriositätenkabinett vor die Kamera zerrt und Sozialpornographie betreibt. Erst als Seidl mit MODELS und später mit HUNDSTAGE beginnt, nicht mehr explizit Dokumentarfilme zu drehen, wendet sich das Blatt und er erlangt international Anerkennung. Ulrich Seidl inszeniert die Wirklichkeit neu und löst so die Grenzen zwischen Dokumentar- und Spielfilm immer wieder auf. Florian Lamp untersucht Ulrich Seidls Filme von EINSVIERZIG (1980) bis JESUS, DU WEISST (2003) und legt dadurch nicht nur die zentralen Entwicklungslinien im Oeuvre des österreichischen Regisseurs frei, er hinterfragt auch kritisch den von Seidl selbst für sein Verfahren verwendeten Begriff der „Faction“. Abgerundet wird der Band von einem ausführlichen Interview, das der Autor mit Ulrich Seidl in Wien geführt hat.

Patrick Hilpisch
Cinema Goes Pop
Populärkultur in den Filmen Cameron Crowes
205 S., br., € 24,90
978-3-941310-06-3
In einem Zeitraum von 16 Jahren hat der amerikanische Regisseur Cameron Crowe sechs Filme geschaffen, die durchdrungen sind von populärer Kultur: SAY ANYTHING, SINGLES, JERRY MAGUIRE, ALMOST FAMOUS, VANILLA SKY und ELIZABETHTOWN. Sie alle zeichnen sich zum einen durch Soundtracks aus, die sich nahezu ausschließlich aus moderner Pop- und Rockmusik zusammensetzen. Zum anderen sind sie bevölkert von Charakteren, die sich entlang Popkultur definieren oder direkt mit ihrer Produktion bzw. Entstehung verbunden sind. Musik in Crowes Filmen ist immer mehr als ein „soundtrack with pictures“ und der Bezug auf Film, Fernsehen oder andere Bereiche populärer Kultur alles andere als willkürlich. Wie lässt sich die Größe „Popkultur“ bestimmen? Welche Bedeutung, welche Macht wird ihr zugeschrieben? Auf welche Weise nutzt sie Cameron Crowe für seine Filme? Wie setzt er seine Soundtracks ein? Wie bindet er popkulturelle Zitate und Referenzen in seine Geschichten bzw. seine filmischen Texte ein? Und welche Ziele verfolgt der ehemalige Musikjournalist mit diesen Strategien? Diesen Fragen geht Patrick Hilpisch hier auf den Grund.

Kim Ki-Duk
Barbar oder Sündenbock?
Herausgegeben von Jeong Seong-Il
441 S., br., € 39,90
978-3-941310-35-3
Kim Ki-Duk hat das koreanische Kino revolutioniert. Während seine Filme wie zuletzt "Pieta" (2012) auf internationalen Festivals gefeiert werden, ist der aus einfachen Verhältnissen stammende Autodidakt in seiner Heimat höchst umstritten. Vielen Koreanern gelten seine Werke als Ausgeburten eines sadistischen Wilden und nur wenige erkennen in ihnen die Abgründe ihres Landes und dessen Geschichte. Wer Korea verstehen will, muss Kim Ki-Duk verstehen - diese Maxime hat Jeong Seong-Il diesem Band zu Grunde gelegt. Dazu hat er nicht nur führende Experten versammelt, um Kims Filme von dessen Debüt "Crocodile" (1996) bis zu seinem meditativen Meisterwerk "Frühling, Sommer, Herbst, Winter … und Frühling" (2003) zu analysieren. Auch den unbequemen Regisseur selbst und seine Mitarbeiter lässt er ausführlich zu Wort kommen. Abgerundet wird dieses vielstimmige Porträt von Kim Ki-Duks unverfilmtem Drehbuch "Die Überquerung der Straße bei Rot".

Andreas Becker
Erzählen in einer anderen Dimension
Zeitdehnung und Zeitraffung im Spielfilm
187 S., br., € 24,90
978-3-941310-25-4
Beschleunigungen, Zeitlupen, Absencen: Verschiedenste Formen der Zeitdehnung und Zeitraffung sind charakteristische Merkmale des aktuellen Kinos. Seit den 1960er Jahren werde n im Film immer kühnere Expeditionen in neue Zeitdimensionen gewagt. Dabei ist der zunehmende Einsatz dieser Stilmittel keineswegs eine Modeerscheinung, sondern der filmästhetische Ausdruck des vielschichtigen menschlichen Zeitempfindens. Unsere täglichen 'Zeitreisen', Erinnerungen, Absencen und Irritationen werden durch sie thematisiert und sinnlich erfahrbar gemacht.

Sebastian Bauer
Welten im Untergrund
Das Motiv der U-Bahn im Film
214 S., br., € 29,90
978-3-941310-23-0
Die U-Bahn taucht immer dann auf, wenn das Kino in den Großstadt-Untergrund abtaucht. Sie markiert einen dramaturgischen Knotenpunkt im urbanen Netz, von dem aus die filmischen Geschichten in Bewegung geraten, entscheidende Wendungen vollziehen oder zum Stillstand gelangen. Vordergründig wird die U-Bahn dabei als funktionaler Transit-Ort inszeniert und wahrgenommen. Bei genauerem Hinsehen verfügt sie jedoch über spezifische Qualitäten, die den Vorstellungen einer modernen Welt zuwider laufen: Die U-Bahn wird zu einem geradezu mythischen Raum. Sebastian Bauer demonstriert dies anhand von fünf beinahe durchgängig in der U-Bahn spielenden Filmen aus verschiedenen Epochen und Ländern: La première nuit (F 1958), The Incident (US 1967), Subway (F 1985), Moebius (ARG 1996) und Kontroll (H 2003). Welten im Untergrund wird so zu einem wegweisenden Buch über einen der spannendsten Schauplätze der Filmgeschichte.

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