---home Tell Schwandt, Verlagsvertretungen, 14089 Berlin, Lerchenstr. 14a,  Tel. 030 - 832 40 51         BesTellBuch@Tell-Online.de
Herbstreise 2017

www.groessenwahn-verlag.de

Größenwahn Verlag 
Varrentrappstr.53
60486 Frankfurt am Main
Telefon  069-405 625 7-0
FAX: 069-405 625 7-29
Mobil: 0171-2867549
info@groessenwahn-verlag.de

Reiseauftragsformular

Ansprechpartner:

Sevastos Sampsounis
  Verlagsauslieferung:
sova GmbH
Philipp-Reis-Str. 17 
63477 Maintal 
sovaffm@t-online.de
Telefon.   06181-9088072 
Fax  06181-9088073
http://www.sovaffm.de

Verlagsvorschau
Besondere Empfehlung

Mohamed Leftah
Der letzte Kampf des Kapitän Ni'mat
 Jetzt als Broschur

Ines Schmidt
Granatapfelrot

Aus dem Programm:

Susanne Konrad
Die Liebenden von Wiesbaden
Novelle
145 S., br., € 16,90
978-3-95771-186-1
»Such dir einen Mann in deinem Alter!«, tobt die Mutter wieder einmal. Doch ihre Tochter Kirsten hat sich schon längst in Ernst Kämmerer verliebt. Ein gestandener Geschäftsmann: mit schmalem weißen Haarkranz und dazu die hellblausten Augen, die man sich vorstellen kann. Helle, klare Augen voller Wärme. Hans Albers wäre niemand dagegen gewesen. Dass er 61 Jahre alt ist und verwitwet stört die 40-jährige Kirsten nicht. Im Gegenteil, sie hat schon immer eine Schwäche für ältere Männer gehabt. »Diese Herren, nach denen du schaust, können dir doch deinen Vater nicht ersetzen ...« Die Mutter versucht ihr Vernunft einzureden, doch Kirsten blieb standhaft. Sie will diesen Mann und keinen anderen. Auch wenn niemand behaupten kann: »Das ist ein tolles Liebespaar!«, kommt es, wie es kommen soll: Sie lieben sich, Kirsten wird schwanger, sie heiraten und gründen eine glückliche Familie in Wiesbaden. Doch wenn etwas die Menschen und ihre Liebe vernichten kann, so sind es Diagnosen. Sie wirken wie Stempel, die den Geliebten verurteilen und kategorisieren. Und es folgt eine schwere Zeit. Für alle Beteiligten eine lange schlimme Zeit. Susanne Konrad kartographiert die Gefühle einer starken Frau, die ihren Mann über alle Maßen liebt. Ihre Geschichte dokumentiert das Leben eines Paares, das durch den enormen Altersunterschied auf Grenzen stößt. Die Konfrontation von Alltag und Wunschvorstellung ist unvermeidlich. Doch Susanne Konrads Novelle ist gleichzeitig ein Plädoyer für die Liebenden. Denn nur Menschen mit inniger Zuneigung füreinander sind fähig, das Schicksal zu ertragen. Ja, das Unheil zu meistern. Die Zeit des Älterwerdens, die Gesellschaftsnormen, die Ängste über das Morgen. Die Liebe kann alles ertragen.

Thomas Pregel
Schauergeschichten für ängstliche Männer
200 S., br., € 16,90
978-3-95771-168-7
Die Welt ist mächtig in Bewegung geraten. Islamistischer Terror bedroht die braven Burger. Frauen setzen ihre Gleichstellung durch. Minderheiten verlangen nach Rechten. Und irgendwelche Schwule wollen die Welt verzaubern.Die große Angst geht durch das Land: Der Job, das Geld, die Macht. Was kann Einer dagegen tun? Wer bietet Lösungen? Thomas Pregel widmet sich in seinen Kurzgeschichten den alleinstehenden Männern um die 50: Verwitwet, heimgesucht, verbittert und verarmt, arbeitslos und von der Gesellschaft verachtet - anderen geht es immer besser als ihnen selbst, der Staat bevorzugt immer nur die anderen. Womit haben sie das verdient? Eine gelungene, Überspitzte Antwort gegen Rechtradikale und Nationalisten.


Yiannis Xanthoulis
Der Weihnachtstango
Aus dem Griechischen von Brigitte Münch
210 S., geb., 21,90 €
978-3-95771-190-8
Im Jahr 1970, in der finsteren Zeit der Junta in Griechenland, verliebt sich Oberleutnant Siefanos Karamanidis in die Ehefrau des Oberst. Die einzige Möglichkeit, sich ihr zu nähern, bietet eine Weihnachtsfeier in der Kaserne, zu der auch die Gattinnen der Offiziere geladen sind. Karamanidis will die Chance nutzen und sie zum Tanz auffordern, doch er hat nie Tanzen gelernt, In seiner Verzweiflung befiehlt er seinem Untergebenen Soldaten Lazaros, es ihm in geheimen Nachtstunden beizubringen. Lazaros, der wegen seine linksorientieren Gedanken in gefährlichen Zeiten lebt, nimmt nur ungern das Angebot an. Mit verheerenden Folgen. Er verliebt sich, ausgerechnet in den Oberleutnant. Y'iannis Xanthoulis ist der bedeutendste zeitgenössische Schriftsteller Griechenlands. Der Weihnachtstango wird zum ersten Mal in die deutsche Sprache übersetzt, nachdem er bereits 2011 erfolgreich verfilmt wurde.


Heny Ruttkay
Somerset Maughams Traum
250 S., geb., 21,90 €
978-3-95771-180-9
Anfang der 1960er Jahre an der Cöte d'Azur. Um Henry, den »Versager und homosexuellen Selbstmörder« zu rehabilitieren und posthum zu Ruhm zu verhelfen, beschließt William Somerset Maugham das Schicksal seines Bruders nach langer Zeit zu klären. Er engagiert Madame Dewaere von der gleichnamigen populären Privatdetektei, um nachzuweisen, dass der Selbstmord Henry Maughams in Wirklichkeit ein Mord war. Doch sie deckt eine Verschwörung über verletze Gefühle und einen ruinierten Ruf auf. Heny Ruttkay hat einen vielschichtigen und berührenden Kriminalroman über den größten englischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts geschrieben. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Akzeptanz von Schwulen, die selbst in modernen Gesellschaften wie England oder Frankreich schwer zu leiden hatten.


Mohamed Leftah
Der letzte Kampf des Kapitän Ni'mat
Aus dem Französischem von Laura Viktoria Skipis
250 S., geb., 21,90 €
978-3-95771-188-5
Ni'mat hatte schon immer fortschrittliche Ansichten, selbst ist er aber gescheitert: Studium abgebrochen, den Sechstagekrieg von 1967 gegen Israel verloren und nach der Nasser-Ära vom Militärdienst ausgemustert. Dreißig Jahre danach wird er immer noch von einem Gefühl der Machtlosigkeit und des Versagens übermannt. Und dann passiert das Unmögliche: Er verliebt sich in seinen jungen nubischen Diener. Für seine Liebe kämpft er gegen alle: seine Ehefrau, seine Nachbarn, sein Ich. Der populäre französisch-marokkanische Schriftsteller Mohamet Leftah (1946-2008) war ein revolutionärer arabischer Autor und Journalist. Der Roman - einerseits eine Liebesgeschichte zwischen Männern, andererseits eine leidenschaftliche Kritik an der arabische Gesellschaft - darf bis heute in Marokko nicht erscheinen.


Ines Schmidt
Granatapfelrot
200 S., br., € 12,90
978-3-95771-192-2
Ein ganzes Leben lang hat David seine Schwester Jakobine geliebt, beschützt, gepflegt. Sie litt an der Glasknochenkrankheit und an Alzheimerdemenz. Auch Joshua, ihren amerikanischen Freund, hatte David ins Herzen geschlossen. Jetzt ist Jakobine tot, und ausgerechnet bei der Beerdigung passiert es: ein misslungener Versuch eines Kusses, eine plötzliche Intimität, eine festgehaltene Hand auf dem Friedhof. Zu dem tieftrauernden Freund seiner Schwester entwickelt David verbotene Gefühle. Als die zwei junge Männer zu einer Bike-Tour durch die Dolomiten aufbrechen, kommen sie sich näher. Dieser Jugendroman kartographiert das Innenleben zweier Männer, deren Zerrissenheit zwischen moralischer Hemmung und triebhaftem Verlangen. Ein Hoch auf die Jugend, die durch Gefühl, Sexualität und Tod, ihre Identität sucht und die Liebe für das einzig Wahre-Gute-Schöne hält.


Leif Tewes
Alternativen
300 S., br., € 16,90
978-3-95771-162-5
Thomas wird von der neuen Partei »Die besseren Deutschen« verführt. Als er Zeuge eines vermeintlichen Mordanschlags auf ein Parteimitglied wird, besticht ihn der Kreisvorsitzende mit einer Stelle als sein Referent für Berlin. Die Zukunft seines Landes mitzubestimmen macht ihn stolz, doch je mehr Einblick er in die Moralvorstellungen der Parteifunktionäre bekommt, desto größer werden seine Zweifel, ob er wirklich dazu gehören möchte. Kommissar Berg und seine Ermittler haben es im zweiten Fall mit den Machenschaften von Politikern und mit Meinungsmanipulation zu tun. Für diesen Romans ist der Autor Parteimietglied einer populistischen Partei geworden - natürlich unter falscher Identität. Ein gewagtes Unterfangen. Die Ergebnisse seiner Recherche fließen zwischen Realität und Fiktion in dieses spannende Buch.


Olaf Jahnke
Tod eines Revisors
Ein Fall für Roland Bernau
Neuauflage
250 S., br., € 16,90
978-3-95771-170-0
Der leitende Innenrevisor einer großen deutschen Bank wird in Königstein tot aufgefunden. Obwohl alles auf Selbstmord hinweist, beauftragt die Witwe den Privatermittler Roland Bernau, den Mörder zu finden. Der Ex-BKA-Fahnder entdeckt das doppelte Spiel des Revisors. Er kommt einem riesigen Betrug auf die Spur, der bis in die Wendezeit der DDR zurückreicht. Doch ein Netzwerk aus Politik und Wirtschaft will Bernaus Ermittlungen stoppen. Mit allen Mitteln. Jahnkes spannende Geschichte über Finanzbetrug und Wirtschaftskriminalität basiert auf Ereignissen, die er im Rahmen seiner jahrelangen Arbeit für Fernseh- und Zeitungsreportagen recherchiert hat. Ein beeindruckender Blick
hinter die glanzpolierten Fensterfassaden der Großbanken.
Verlagsvorschau Frühjahr 2017


Elsa Korneti
Eine halbe Frau ?
Gedichte hinter dem Fragezeichen
120 S., geb., 16,90 €
978-3-95771-146-5
Sie ist es! Die junge Stimme Griechenlands, die nach der Finanzkrise die tragische Realität in Wörter fast und daraus Klagen in Gedichtsform transformiert. Gedichte für die Halb-Verdiener, für die Halb-Arbeitslosen, für die Halb-Patrioten, für die Halb-Künstler, für die Halb-Wertschätzer, für die Halb-Vergessenen. Gedichte vor allem für die Frauen - die halbverstanden werden, halbe Gleichstellung aufweisen, halbe Rechte besitzen. Gedichte für die Eine, die Voll-Dichterin, die zwischen Familie, Job und Gesellschaft existiert, doch durch die Gegenwart reduziert wird, zu einer halben Frau. Diese Gedichte als Geschenk für Sie, weil jene die Seele widerspiegeln. Sie ist nicht nur die Stimme der neuen griechischen Generation, sondern kann auch als Stellvertreterin des gesamten Süd-Südost Europäischen Raumes gesehen werden. Eine junge Frau, die Familie, Job, Politik und Kunst miteinander verbindet. Und Angst vor der Zukunft hat. Darüber schreibt sie. »Halb-Frau« ist somit der Begriff dieser Generation (aus Griechenland und Süd-Südost-Europa), wo besonders die Frauen die großen Verlierer dieser Zeit sind. (Weil die persönlichen Interessen meistens zurückgesteckt werden)
»Elsa Korneti kommt als ›Enkelin‹ und ›Erbin‹ von Seferis (Aufbruch in die Moderne) und Elytis (Wiederstand).« Niki Eideneier


Armeniens Herz
Gedichte ... und sonst nichts
Herausgegeben von Agapi Mkrtchian und Helmuth R. Malonek
130 S., geb., 16,90 €
978-3-95771-148-9
Von Armenien hat man in den Nachrichten immer wieder gehört - meist in Verbindung mit Wörtern wie »Genozid« und »Völkermord«. Doch wofür steht dieses kleine Land mit der großen Tradition? Wie leben, leiden und lieben die Menschen in Armenien? Hier sind die Antworten - in einer Anthologie, wie es sie im Deutschland noch nicht gibt: »Armeniens Herz, Gedichte ... und sonst nichts.« Fünfundzwanzig zeitgenössische, armenische Poeten zeichnen die Gefühle eines Landes, das sich zwischen Tradition und Moderne hinter dem Berg Ararat erhebt. Ein einmaliger Einblick in die armenische Seele. »Mit der vorliegenden Anthologie machen Agapi Mkrtchian und Helmuth R. Malonek den deutschsprachigen Lesern ein wunderbares Geschenk.« Muriel Mirak-Weißbach, Autorin

Helga Brehr
Opfern am Mittag
180 S., br., 16,90 €
978-3-95771-130-4
Den Erfolg ihrer Kunstausstellung in Kassel hätte Kristina niemals erwartet. Nicht mal ihrer Familie hatte sie Bescheid gesagt, doch der Kontoauszug bestätigt das Gelingen ihres Wagnisses. Als auch noch Tochter Irene ein Vorstellungsgespräch beim Pharmakonzern ARTIS hat, könnte es der Mutter eigentlich nicht besser gehen. Dass der mögliche Vorgesetzte ihrer Tochter deren heimlicher Schwarm ist, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. All das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Spontan entscheidet sie sich, Irene zum Bewerbungsgespräch nach Augsburg zu begleiten, um ihrem Mann, der ebenfalls bei ARTIS arbeitet, einen Überraschungsbesuch abzustatten. Eine Entscheidung, die schicksalhafte Ereignisse mit sich bringt und ein Leben, das sich für immer verändern wird...  Helga Brehrs einfühlsame Novelle basiert auf der Tragödie »Iphigenie in Aulis« und erzählt auf’s Neue den Drang der Menschheit sich oder andere zu opfern. Ob man eigene Ziele verfolgt oder für das Wohl seiner Mitmenschen besorgt ist - die Entscheidung, ein Opfer zu bringen, ist stets ein moralisches Dilemma. Erst recht, wenn die Opfer Teil der Pharmaindustrie des 21. Jahrhunderts sind. Und wenn es die eigene Gesundheit betrifft? Wie würden Sie sich entscheiden? Würden Sie auch opfern am Mittag? Und was würden Sie opfern?


Nicolas Cenway
Badetage
250 S., br., 16,90 €
978-3-95771-134-2
Ein wirklich fesselnder Thriller über Selbstjustiz, das Schicksal von missbrauchten Kindern und den verzweifelten Versuch eines Bruders die Unschuld seiner Schwester zu beweisen.
Anwalt Tom Wolfert hat eine vielversprechende Zukunft vor sich: Eine luxuriöse Wohnung, den beruflichen Aufstieg und eine feste Beziehung. Als jedoch seine Schwester Jenny in Texas zum Tode verurteilt wird, stellt sich seine ganze Welt auf den Kopf. Sie ist unschuldig – dessen ist sich Tom sicher und begibt sich auf die Suche nach dem wahren Mörder. Doch die Geheimnisse, die er aufdeckt, katapultieren ihn mitten in ein Netzwerk aus Kindesmissbrauch, Gewalt, Erpressung – und mehreren Milliarden Dollar. Als wäre das nicht genug, begegnet er auch noch der mysteriösen Lena, die ihm auf Anhieb den Kopf verdreht. Mit fatalen Folgen... Nicolas Cenway, Jahrgang 1952, Manager und Coach schreibt Krimis und spielt Klavier und Schlagzeug. Er lebt in der idyllischen Oberpfalz, dort, wo auch sein Debüt-Thriller »Badetage« – nach einer wahren Geschichte – spielt.

Leif Tewes
Blutzucker
Roman Noir
250 S., br., 16,90 €
978-3-95771-132-8
Tewes verarbeitet in seinem gesellschaftskritischen Roman-Noir das aktuelle Thema »Zucker in Lebensmitteln«. Mit einem Rachefeldzug von Frankfurt
über Zürich bis ins Herzen Kolumbiens deckt der Autor skandalöse Machenschaften und Zusammenhänge zwischen Food- und Pharmaindustrie auf.

Maria Skiadaresi
Venezia
Historischer Roman
aus dem Griechischen von Brigitte Münch
300 S., geb., € 22,90
978-3-95771-128-1
Am Morgen des 7. September 1943 wurde Franco Solerti tot am Strand von Andros aufgefunden. In seinem nackten Rücken steckte die lange Klinge eines Messers. Spuren im Sand wiesen daraufhin, dass er mit einer Frau zusammen gewesen war. In den offenen, gläsernen Augen schimmerte noch so etwas wie Ekstase. Doch wer war im Stande das Leben eines  Menschen im Augenblick der Liebe zu vernichten? Und warum? Maria Skiadaresi erzählt das außergewöhnliche Schicksal der aristokratischen Familie Daponte. Ihre bewegte Geschichte ist auch gleichzeitig die der Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die nicht nur ihre Rechte, sondern auch ihre Freiheit gegen Besatzer, Verrat und Krieg erkämpfen mussten.

Griechische Einladung in die Musik
Erzählungen, Geheimnisse und Rezepte herausgegeben von Andreas Deffner
220 S., br., 16,90 €
978-3-95771-150-2
Hellas, das Land der Musik! Kaum ein anderes Volk ist so geprägt von Empfindungen und musikalischem Ideenreichtum. Bis zurück in die Antike reicht die Spannbreite der künstlerischen Auseinandersetzung mit Instrumenten, Gesang und Klang. Kommen Sie mit in ein beschwingtes Hellas, das tönt, das singt und dessen Klänge Sie in seinen Bann ziehen. Mit original griechischen Musiktexten und Kochrezepten und mit dem Klang der Bouzouki - seien Sie willkommen in Griechenland. Jamas! Mit einem Vorwort von Kostas Papansstasiou (Lindenstraße-Serie)

Ulrike Krasberg
Griechenlands Identität
Geschichte und Menschen verstehen
300 S., br., € 16,90
978-3-95771-152-6
Zum Stichwort »Griechenland« fällt jedem etwas ein: Homer, Mythologie, Olymp, Athen, Demokratie, Urlaub oder Eurokrise. Aber kennen Sie Griechenland wirklich? Und was macht eine nationale Identität überhaupt aus? Zwischen Antike und Gegenwart liegen über zweitausend Jahre, in denen sowohl Byzanz als auch das Osmanische Reich die griechische Kultur und Gesellschaft prägten. Das heutige Griechenland verlangt nach neuen Erzählern. Sowie einst: »Sage mir, Muse ...«
Die Kulturanthropologin Ulrike Krasberg wohnt seit 1980 im Dorf Filia auf der griechissben Insel Lesbos. Sie kennt sich bestens mit Mensch und Land aus und bietet eine Reise durch die Geschichte an - für diejenigen, die Griechenland nicht nur verstehen, sondern das kulturelle Gedächtnis des Landes ergründen wollen.

Verlagsvorschau Herbst 2016


Thomas Pregel
Kaltsommer
Roman
280 S., geb., € 22,90
978-3-95771-083-3
Die meisten Holsteiner meiden den Kontakt mit diesem unheimlichen Flecken mitten in ihrer Heimat. An diesem nasskalten Sommermorgen aber kommen Beamte der Mordkommission Neumünster, denn Annelie Faller, die Matriarchin des Faller-Clans, der die ortsansässige Schlachterei betreibt, ist brutal ermordet worden. Die sippeninternen Spannungen und der desolate wirtschaftliche Zustand des Betriebs bieten reichlich Motive für die Tat. Kann der älteste Enkelsohn des Opfers, der wegen seiner Homosexualität vom Hofgejagt worden ist und in Amerika mit dem Dreh von Schwulenpornos reich wurde, Licht in die zerrüttete Familiengeschichte bringen?
Thomas Pregel, in Holstein geboren und aufgewachsen, kennt sich bestens mit den Gegebenheiten, Gewohnheiten und Bräuchen seiner Heimat aus. Durch die Kriminalgeschichte dokumentiert er den Zerfall einer Familie, in der Loyalität und Liebe mit Gehorsam und Unterwerfung verwechselt und Geheimnisse, Intrigen und Verrat zur obersten Familienmaxime werden.


Peter Nathschläger
Der Sturmgondoliere
Roman
250 S., geb., € 22,90
978-3-95771-085-7
Paolo Meduccini war kein gewöhnlicher Junge. Er sauste mit seinem scheppernden Fahrrad schneller als alle anderen Kinder aus Montaione die toskanischen Hügel hinab, war der Mittelpunkt seiner Clique, träumte, fliegen zu können wie ein Flugzeug, roch nach Karamellbonbons und Heu - und immer wieder umhüllte ihn eine seltsame, betrübliche Leere. An einem heißen Sommertag verliebte sich Julia in diesen Jungen, genau an dem Tag, an dem auch der fremde Lucian in Paolos Leben trat. Eine Begegnung mit verheerenden Folgen. Zehn Jahre später wird Paolo Meduccini in eine Katastrophe und ein Wunder gleichermaßen verwickelt: Als Einziger überlebt er den Absturz eines Flugzeugs beim Landeanflug auf Wien. Aber ist er es wirklich? Oder versucht ein Hochstapler seine Fäden zu ziehen? Peter Nathschläger beherrscht das Schreiben, als wäre es Weberei, eine der ältesten Techniken zur Herstellung von Flächenbildern, um eine zutiefst menschliche Geschichte über die Sünden der Eltern zu erzählen.

Vougar Aslanov
Die unglaubliche Geschichte von Malik Mammad
und andere Aserbaidschanische Märchen
180 S., geb., € 21,90
978-3-95771-112-0
Märchen, Sagen, Mythen und Legenden sind ein wichtiger Bestandteil der aserbaidschanischen Kultur. Sie hatten großen Einfluss auf die Entwicklung der Literatur, der Kunst und der Musik des Landes. Aserbaidschan ist ein Land, das durch Jahrtausende am Kreuzweg der Wanderungen zahlreicher Völker und der Begegnung vieler verschiedener Kulturen lag. Auch die Karawanenrouten der Seidenstraße führten durch viele Städte Aserbaidschans, vor allem durch Täbris, Maraga, Baku, Barda und Gandscha. Ähnlich den Märchen, die Scheherazade erzählt, sind auch die überlieferten Volksgeschichten dieser Region von einem Reichtum und einer Fülle getragen, wie sie nur in einem einzigartigen Kulturmix entstehen können. Indische, iranische, islamische Einflüsse und Figuren tummeln sich hier neben den biblischen Propheten, großen Herrschern, Spielern, Geistern, Monstern, sprechenden Tieren und magischen Vögeln. In diesem Sinne begegnen uns gänzlich neue und ungewöhnliche Märchenfiguren. Was sie mit den Märchen anderer Länder gemeinsam haben, ist der Kampf um Gerechtigkeit und Glück, die Bedeutung aufrechten Handels und rechtzeitiger Einsicht und das ewige Spiel zwischen Gut und Böse. Vougar Aslanov liefert hier wunderbare, märchenhafte Erzählungen, die als Balsam für die Seele dienen. Wer sich bemüht, die Märchen der eigenen und der angeblich fremden Kultur einmal genauer kennen zu lernen, wird erfahren, dass die Elemente der Volksseele, die wir als Märchen, Sagen oder Mythen bezeichnen, viel wichtiger sind, als man denkt. Auch in »fremden« Kulturen kann man entdecken, dass das Fremde und fremdartig Vorgetragene in vielem mit den eigenen Zielen und Wünschen übereinstimmt.

Heimat - Version Alpha
Erzählungen, Geheimnisse und Rezepte
Herausgegeben von Sevastos P. Sampsounis
250 S., geb., € 16,90
978-3-95771-090-1
Was wäre, wenn Sie ihre Augen schließen und versuchen, sich Ihre Heimat vorzustellen. Was würden Sie sehen? Das Haus Ihrer Kindheit? Ihre Familie? Eine Landschaft? Oder erinnern Sie sich vielmehr an ganz bestimmte Gerüche, an Farben, an den Geschmack Ihres Lieblingskuchens? Gäbe es zwei Menschen, die bei diesem Versuch das gleiche hören, sehen oder schmecken würden? Auch die Autorinnen und Autoren dieser Anthologie, die selbst auf der ganzen Welt verteilt beheimatet sind, widmen sich dem Thema Heimat auf ganz unterschiedliche Weise. Sie erzählen von der eigenen Herkunft, dem Zusammenhalt und den Traditionen. Von den traumatischen Geschehnisse einer Flucht und von der schmerzhaften Sehnsucht, die einen fern der Heimat überfällt. Von den Gründen, warum ein Mensch überhaupt seine Heimat verlassen soll und auf die Suche nach einer Neuen geht. Von den positiven, aber auch von verheerenden Konsequenzen. Einige schaffen es, sei es über Generationen hinweg oder durch Neugierde und Offenheit bezüglich der neuen Umgebung, in der »Ferne« langsam Wurzeln zu schlagen und eine »neue Heimat« für sich zu erschließen. Andere schaffen diesen Schritt nie und leben weiterhin in der Fremde. Als Fremde. Und dann gilt es noch zu erzählen von dem krankhaften Heimatverständnis und von den Grenzen - in den Landkarten, in den Herzen - die dazu führen, dass sich Menschen aus einem anderen Kulturkreis, einer anderen Religion oder gesellschaftlichen Normen ihrer Umgebung nicht angepasst haben, als abnormal und krank diffamiert werden. Diese werden als Fremdkörper abgestempelt. Als Flecken betrachtet. In der Folge werden Reinigungsmethoden zur Beseitigung verwendet. Doch die Autorinnen und Autoren des Größenwahn Verlags sind hier vertreten, weil sie mit ihren Werken auch die elementarste Form von Heimatgefühl beherrschen: die Heimat in sich selbst. Denn wer seine Heimat nicht an einen bestimmten Ort, ein bestimmtes Haus oder an andere Personen gebunden, sondern in sich selbst entdeckt hat, trägt seine Heimat im Herzen mit sich und kann sich überall heimisch fühlen. Kommen Sie mit auf die Reise durch das Land des Selbstwertes. Überqueren Sie den Charakter-Fluss, ersteigen Sie die Berge des Denkens, erkunden Sie das Meer der Weltbilder und fliegen Sie hoch über die Wolken der Ideologie. Freie Geister führen Sie sicher durch diese Buchseiten der Möglichkeiten. Um verstanden zu werden und andere zu verstehen. Über die herkömmlichen Grenzen der Sprachen und Kulturen hinaus - auf der Suche nach einer alten-neuen-zukünftigen Heimat. Meine, Deine, Seine. Seien Sie neugierig auf Unsere Heimat. Sehen Sie, schmecken Sie, riechen Sie durch die ausgewählten Rezepte und entscheiden Sie selbst, was Heimat für Sie persönlich bedeutet oder bedeuten kann. Willkommen in der Heimat. Version Alpha. 
Safiye Can wurde mit dem Else-Lasker-Schüler-Preis 2016 und dem Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur 2016 ausgezeichnet.


Safiye Can
Diese Haltestelle hab ich mir gemacht
200 S., geb., € 21,90
978-3-95771-049-9
»An der fiktiven Haltestelle sitze ich
hier fliegt kein Vogel vorbei
dennoch schirme ich die Augen ab
und blicke hoch hinauf.
Meine Träume machen Grimassen
nachts
ich ziele mit dem Fotoapparat darauf
löse den Abzug und drücke
einmal, zweimal, dreimal
wie sehen Sie die Dinge?«
Ein Mensch, ein Kind, eine Dichterin hat sich ihre eigene Haltestelle erschaffen. Eine einsame Insel im Nirgendwo, weit weg von der Banalität, doch mitten im Leben, geschützt und umgeben von Poesie, während das Leben in Großstädten und auf Autobahnen weiter pulsiert. Eine Haltestelle aus Gedichten über das Warten, das Träumen und das Sein. Warten auf das Passende. Einen Menschen, eine Arbeit, eine Gelegenheit. Wer kommt und holt mich ab? Ein Zug, eine Straßenbahn, ein Omnibus, eine Fähre? Ach, wäre es die Liebe selbst. »Im Epizentrum stehen zwei Menschen eng umschlungen«. Schnell, laut, bunt, die Welt um sie herum von Hektik durchdröhnt. »Wir können nicht zusammen sein ...«, sagt der eine, »öffnen wir das Fenster«, schlägt der andere vor, »öffnen wir die Tür«, fügt er erwartungsvoll dazu, doch »die Möglichkeit des Lächelns zerbröckelt in ihren Händen«. Die Herzen rasen. »Uhren messen nicht nur die Zeit«, die Gefühle werden von Eile begleitet. »Es ist nicht leicht als Mensch zu leben, nicht leicht ...«. Nach dem erfolgreichen Debütbuch »Rose und Nachtigall« – drei Auflagen innerhalb des Jahres 2014 – legt Safiye Can ihren neue Lyrikband vor. »Safiye Can, die junge Tscherkessin, die in Offenbach geboren wurde, wird zu den großen Dichterinnen unseres Jahrhunderts gezählt werden«, schreibt Michael Starcke. Mit ihrer farbenprächtigen Dichtkunst holt »das sprachlose Kind als Dichterin« (FAZ) den Leser an einer erträumten Haltestelle ab, um ihn auf eine poetische Reise mitzunehmen, von Offenbach am Main bis nach Istanbul am Bosporus.
»Einfach so, verstehn Sie das?
Wohin sollte ich die Möwen tun?«
Safiye Can, 1977 als Kind tscherkessischer Eltern in Offenbach am Main geboren. Sie hat Philosophie, Psychoanalyse und Rechtswissenschaft an der Goethe Universität in Frankfurt am Main studiert und ist Kuratorin der »Zwischenraum-Bibliothek« im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung. Sie leitet erfolgreich Schreibwerkstätten an Schulen und ist als Übersetzerin von Gedichten aus dem Türkischen tätig, dafür erhielt sie mehrere Literaturpreise. Die deutsch-türkische-tscherkessische Autorin lebt in Offenbach am Main.
LESUNG BUCHEN

Can, Safiye
Rose und Nachtigall
Liebesgedichte
120 S., geb., € 16,90
978-3-942223-64-5
Sofie Can nimmt es sehr genau mit dem persönlichen Ton. Angefangen von der richtigen Tonalität über die Tonlage oder -farbe des stimmlichen Ausdrucks bis hin zum jeweils einzig passenden Tonfall jeder kleinsten rhythmischen Einheit des poetischen Textes hat sie stets alles präzise im Ohr und wacht darüber als ihrem kostbarsten Eigentum. Es ist ihre Musik. Ihre Liebesgedichte sind eine Art Programmmusik, da tauchen immer wieder Motivverbindungen auf, die dem Leser oder Hörer in gewisse Stimmungen versetzen, Erinnerungen wachrufen, um Safiye wieder zu erkennen. Und zwar auch dann, wenn die vielfältigen Sinnvorstellungen, die dem ›Rose-und-Nachtigall‹-Motiv in der tausendjährigen arabischen und türkischen Tradition zugeordnet wurden, fremd sind. Safiye Can ist Tscherkessin, zu einem türkisch-kulturellen Hintergrund kam sie erst durch den Umstand, dass ihre Vorfahren vor hundertfünfzig Jahren aus dem Kaukasus in die Türkei zwangsumgesiedelt worden sind. Türkisch und Deutsch sind ihre Muttersprachen und in Deutsch entfaltet sie sich nun künstlerisch, bringt jene poetische Programmmusik zum Erklingen, deren exklusiver Sound seinen Ursprung irgendwo in den Zwischenkulturellen haben mag. Safiye Can leitet seit 2004 erfolgreich Schreibwerkstätten an Schulen und ist ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Amnesty International. Die auch als literarische Übersetzerin tätige Autorin erhielt für ihre Gedichte mehrere Literaturpreise. Derzeit studiert sie im Zweitstudium Germanistik und Kunstgeschichte an der Goethe Universität in Frankfurt am Main. www.safiyecan.de


Ralph Roger Glöckler
Die männliche Unreife des Todes
Novellen
120 S., br., € 16,90
978-3-95771-079-6
Und sie zerbrechen jeden Tag aufs Neue: Die, die noch kern hohes Alter haben, die kerne Erfahrungen besitzen, die sich in einer Entwicklung befinden, nach Frische duften, sich nach Liebe sehnen, Erwartungen und Träume haben. Solche unreifen und labilen Gemüter wirst du hier finden, missbrauchte und selbstbetrogene Leiber, zartrosige Fleischeslüste und sinnliche Entlarvungen...   Ralph Roger Glöckler zelebriert in diesen fünf Novellen die Eroberungsmesse des Todes über das Leben, ohne Weihrauch und biblische Hallelujas, aber mit wortgewaltiger und aussagekräftiger Sprache. Seine Charaktere stolpern über missverstandene Gefühle, suchen den Sinn des Lebens in der Kunst, in Hetero- und Homosexualität und verfangen sich in der Unfähigkeit zu Sein. Der Tod lauert immer und überall. Als Erlöser. Und trotz des unvermeidlichen Schicksals aller Menschen, erweist sich dieses Werk, gerade wegen des Todes, als meisterlich inszenierte Hymne auf das Leben, denn nichts ist wertvoller, nicht ist vergänglicher als das Leben selbst.

Todor Todorov
Immer die Nacht
Erzählungen
aus dem Bulgarischen von Elvira Bormann-Nassonowa
157 S., br., € 16,90
978-3-95771-081-9
Wenn der Tag seine letzten Bronzeschuppen abwirft, der Horizont in Dunkelheit gehüllt wird, eine gespannte Stille über das Land die Macht übernimmt und die müden Augen durch plötzliche Gedanken geöffnet werden, dann ist es Zeit, die Nacht willkommen zu heißen. Denn sie bringt Geschenke mit: die magischen Momente, die träumerischen Halluzinationen, das Unmögliche, das Irreale und das Unglaubliche. Die Fantasie durchdringt den Geist. Nachts. Immer nur nachts. Todor Todorov beweist wieder einmal, dass er ein begnadeter Meister der Sprache ist. Er führt den Leser mit absoluter Sicherheit durch das Delirium der Nacht und lässt ihn in einem Film-Noir als Komparse ein verrücktes Spiel miterleben. Das Drehbuch besteht aus plötzlichen Wendungen von Wahn und Verbrechen. Hier treffen sich unheilvolle Träumer, Stadtschamanen und Telefonmörder. Alles und alle bewegen sich auf einem magischen Untergrund: Wörter, Gefühle, Bilder. Die Farben der Dunkelheit. Du und Ich. Gefährliche Geschichten von hier bis zum Rand der Welt. Nachts, wenn die Erinnerung erwacht.

Pamela Granderath
Tassenschranklos
Gedichte
110 S., geb., € 16,90
978-3-95771-077-2
Pamela Granderath ist eine Lyrikerin, der es gelingt, durch ihr Buchstabenwelfraumlabor, mitten in einer nüchternen und pragmatischen Welt, ein Lynkpatemoster für schwere Stunden zu zelebrieren, einen Herzenheizungaverstärker für kalte Nächte zu installieren und eine tägliche Dosis WeitWeiterWahnsinn für Idealisten zu programmieren.  »Die Leichtigkeit des flüchtigen Moments hält Pamela Granderath in Zeilen fest. Die Bilder, die in ihren Zeilen auftauchen, erzeugen Gefühle, weil sie verletzlich, verwundbar und nicht perfekt zu sein scheinen. Die Beschränkung auf das Allernotwendigste verwandelt ihre Lyrik in Miniaturen von fragiler Einfachheit, als wollte die Lyrikerin ein anderes Zeitdenken etablieren.« Frank Schablewski 

Antonia Pauly
Himmelfahrt
Kommissarin Mylona ermittelt auf Zakynthos
250 S., br., € 12,90
978-3-95771-087-1
Kommissarin Mylona, geschieden, ein Kind, ist dem brutalen Arbeitsalltag bei der deutschen Polizei entflohen und hat eine Stelle auf der griechischen Ferieninsel Zakynthos angenommen. Doch dann wird ein Hotelier grausam ermordet. Eleni Mylonas erster Fall wird sich als alles andere als eine leichter Einstieg erweisen. Täter und Motiv sind weit und breit nicht in Sicht und in der dominierenden griechischen Männerwelt muss sich eine alleinstehende Frau erst einmal durchkämpfen. Deutsch sprechen und denken ist hier von Vorteil und Verbündete machen das Leben leichter. Der neue Vermieter kennt sich in der griechischen Mythologie bestens aus: »Alle Irrissigen und Wirrungen der menschlichen Seele haben in den Mythen ihre Entsprechungen«, erzählt der Gastgeber und füllt das Glas seiner Untermieterin gut zur Hälfte mit griechischem Wein.

Antonia Pauly
Entspannung
Kommissarin Mylona und die Gefahren des Yoga
250 S., br., € 12,90
978-3-95771-088-8
In Griechenland ist die Finanzkrise längst angekommen, auch die Ferieninsel Zakynthos spürt ihre Auswirkungen. Ausgerechnet das gestohlene Notebook eines Österreichers, der auf der Insel eine - vorwiegend bei Frauen beliebte - Yoga-Schule betreibt, sorgt für Aufruhr in der Polizeizentrale. Als dann die Leiche der Deutschen Renate Lindenfeld gefunden wird, wächst erst recht die Angst, dass noch die letzten Touristen von der Insel wegbleiben könnten. Die Mordkommission steht unter Druck. Kommissa Liii EIern Mylona und ihre beiden Inspektoren bekommen es im Haus Sonnengruß mit seltsamen Esoterikern und dem ebenso smarten wie charismatischen Yogi Walter Stein zu tun. Im Rahmen ihrer Ermittlungen erhalten sie nicht nur Einblicke in Meditation und Yoga-Stellungen, sondern auch in intimste Geheimnisse der Yoga-Schülerinnen. Das in eine idyllische Land-schaff eingebettete Yoga-Haus ist jedenfalls keine Garantie für die ersehnte Entspannung. Und für manche wird diese Erkenntnis die letzte sein.

Mirijam Günter
Die Stadt hinter dem Dönerladen
200 S., br., € 16,90
978-3-95771-051-2
Nickis Leben liegt in Trümmern. Ihre beste Freundin Jessica, Nickis einziger Halt, ist tot. Von den Erwachsenen kann sie keine Hilfe erwarten, schon gar nicht von ihrer Mutter. Die kapiert einfach nicht, dass es einen Unterschied macht, ob sie für ihre Tochter eine Mutter oder eine Freundin darstellt. Schrecklich unreif ist sie auch noch, kann keinen Mann halten oder trennt sich von ihren Partnern, sobald es ernst wird. Auch Rainer hat sie in die Wüste geschickt, den Polizisten und einzigen Mann, den sich Nicki jemals als Stiefvater gewünscht hätte. Genau so wenig sieht sie in den Lehrern ihrer Schule eine Hilfe. Also geht sie nicht mehr hin. Stattdessen treibt sie sich auf der Straße herum. Dort lernt sie Stefan kennen. Während der sich in sie verknallt, beginnt Nicki, Gefühle für Deco zu entwickeln. Ausgerechnet Deco, Stefans Freund! Er trifft sich mit Nicki neben dem Dönerladen, seinen Arbeitsplatz. Doch irgendwie wird sie aus Deco nicht schlau. Er scheint in Rätseln zu sprechen. Trägt er Geheimnisse mit sich herum? Was hat er zu verbergen? Unerwartet verschwindet Deco von der Bildfläche. Nicki spürt, dass etwas nicht stimmt, und macht sich auf Spurensuche in den Dönerladen. Nur stockend kommt die Wahrheit über Deco ans Licht – mit dramatischen Folgen. Mirijam Günter inszeniert eine lebendige Geschichte aus labilen jugendlichen Charakteren, die in der untersten Gesellschaftsschicht ums Überleben kämpfen. Am Ende wird für Nicki ihre Stadt, die Stadt hinter dem Dönerladen, nicht mehr die gleiche sein. Eine freche, naive Göre im Glauben, die Welt drehe sich ausschließlich um sie, sieht sie sich mit einem »illegalen«, ohne Papiere lebenden, intelligenten Halbwüchsigen konfrontiert, der ohne Perspektive auf eine Zukunft voller Ängste in den Tag hinein lebt.Zwei jugendliche Lebens- und Sichtweisen prallen aufeinander und erzeugen heftige Gefühle. In einem Strudel aus persönlichen Schicksalen und Behördenwillkür präsentiert sich die soziale und politische Situation Deutschlands, nackt und ungeschminkt, fern von Bürgerlichkeit und Rechtsstaat. Dieses Jugendbuch liest sich wie ein wilder Aufschrei, der auf asphaltierten, sauberen Straßen und adrett bepflanzten Grünanlagen widerhallt, dort, wo die Großstadtkultur sich mit Licht und Reklame von ihrer verführerischen Seite zeigt. Wer da schreit, sind junge Menschen, die sich davon angelogen fühlen.Mirijam Günter, in Köln und in vielen anderen, beinahe genau so schönen Städten aufgewachsen, absolvierte in mehreren Stationen letztlich erfolgreich die Haupt- und Realschule und krönte diese Karriere mit einem Realschulabschluss. Nach für alle Beteiligten deprimierenden Versuchen, durch das Erlernen eines ordentlichen handwerklichen Ausbildungsberufs im normalen Leben zu landen, entschied sie sich dafür, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen: das Schreiben. Seit 2006 bietet Mirijam Günter Literaturwerkstätten an. Das sind Projekte, bei denen sie mit Jugendlichen (nicht nur) lyrische Texte liest und in denen die Teilnehmer eigene Texte schreiben, die abseits jeden Klischees sind und bei Erwachsenen oft Verwunderung hervorrufen. Sie legt ihren Schwerpunkt hauptsächlich auf Orte, wo benachteiligte Jugendliche das Gefühl haben, ein von der Bevölkerung nicht beachtetes Dasein zu fristen. www.mirijam-guenter.de

Thomas Pregel
Der ertrunkene See
300 S., br., € 23,90
978-3-95771-059-8
Das Bucheichental ist eine idyllische, von einem gemächlich fließenden Fluss durchzogene Gegend, abgelegen und zutiefst rückständig. Es liegt mitten in grünbewaldeten Bergen, wo die Natur ursprünglich und holprig ist. Nur wenige Familien - Bauern und Hirten - leben dort als Selbst-versorger, und am Ufer des kleinen Sees seit Generationen die Fischersleute. Die Zeit scheint stehengeblieben zu sein. In harmonischer Gemeinschaft genießen die Bewohner das friedvolle Dasein im Einklang mit den Jahreszeiten. Nun kehren ausgerechnet die Fischerskinder, die bereits in der »zivilisierten« hektischen Welt Wurzeln geschlagen haben, überstürzt heim, um die schlimmste aller Nachrichten zu verbreiten: Den Bewohnern droht die Umsiedelung, denn das gesamte Tal soll in einen riesigen Stausee versenkt werden - laut Regierungsbeschluss im Namen des Volkes für den zunehmenden Energieverbrauch der wirtschaftsstarken Städte. Für die Bucheichentaler kommt das Aufgeben ihrer Heimat nicht in Frage. Sie mobilisieren sich, protestieren, nehmen den Kampf auf gegen das Bauprojekt, finden unerwartete Verbündete und spielen auf Zeit, glauben an die Gerechtigkeit und appellieren an den Verstand der Mitmenschen. Doch sind die Baubefürworter bestens gerüstet gegen den zähen Widerstand. Es kommt zum letzten Gefecht: Ein Kampf Davids gegen Goliath. Mit der elementaren Frage »Was ist Heimat und was kostet sie?«, trifft Thomas Pregel die Ängste der heutigen Gesellschaft auf den Punkt. Seine Geschichte kreist um die Gefahren der Technik, die Auswirkungen des Fortschritts und die menschliche Gier nach ‚immer höher, größer und sicherer‘, um deren Risiken und Nebenwirkungen. Pregel versetzt seine Leser in eine ökologisch-paradiesische Landschaft und erinnert aus sozialkritischer Perspektive daran, wie befriedigend das Leben in einer Welt sein könnte, wo jeder Mensch sich mit dem Notwendigsten begnügt. Einer Welt, in der keine persönlichen Glücksvorstellungen in ausufernden Konsumwünschen ertränkt werden. Thomas Pregel wurde 1977 in Bad Segeberg, Schleswig-Holstein geboren und wuchs in einem kleinen Dorf in Holstein auf. Nach Abitur und Zivildienst ging er zum Studium nach Berlin, wo er auch heute als freier Lektor und Schriftsteller lebt. www.thomaspregel.de

Dietrich Rauch
Früher wäre ich nackt
durch den Regen gelaufen
450 S., geb., € 24,90
978-3-95771-071-0
Frankfurt. Vater und Tochter beim Italiener um die Ecke. Leila bestellt Pizza. Johannes nimmt Lasagne. Es schmeckt. Das abendliche Leben ist in Ordnung. Und plötzlich ein Wärmegewitter. Sturzbäche ergießen sich mit einer nicht erwarteten Schnelligkeit. Menschen suchen Schutz. Das Lokal quillt über. Es wird laut. Blicke richten sich gen Himmel. »Früher wäre ich nackt durch den Regen gelaufen«, sagt Johannes, und seine Gedanken überqueren längst vergangene Jahrzehnte: Sommer, Sonnenschein, mit Felix, seinem jüngeren Lebenspartner, den er abgöttisch liebt. Herbst, Spätherbst, mit Freunden und deren Beziehungsproblemen, diskutierend. Das nächste Jahr beginnt, ein neuer Frühling kommt, beim einen keimen Hoffnungen, andere trifft das Leid. Alle Beteiligten werden mit Veränderungen konfrontiert. Das Älterwerden in der Großstadt am Main hinterlässt Spuren. Nicht nur bei Johannes, dem Dozenten an der Kunsthochschule. In seinem Umfeld reihen sich Glückserfahrungen an Enttäuschungen. Jemand verliert die Liebe, ein anderer findet sie unerwartet. Und Felix, Lektor in einem renommierten Verlag, verirrt sich immer tiefer in die Geschichte seines ersten eigenständig lektorierten Manuskriptes. Wahrheit und Fiktion überlappen sich. Ein Geflecht von Intrigen, Hass und Wut breitet sich zwischen den Akteuren aus. Es braut sich etwas zusammen. »Ja, früher ...«, wiederholt Johannes, und die Konventionen haben ihn längst erreicht. In seinem Debütroman erzählt Dietrich Rauch mit lakonischer, zugleich detailreicher Stilistik das Leben einer außergewöhnlichen Familie und deren Freunde, die über Beziehungen, Sehnsüchte und Erwartungen stolpern und in der heutigen Großstadt ihre Identität suchen. Seine Geschichte ist eine Studie über Ängste und Agonie des Alterns, ein Traktat über das Ausgeliefertsein an die Zeit, die vergeht, immer präsent ist und doch niemals fassbar. Dietrich Rauch 1945 in Königstein/Ts. geboren, studierte in den 60er Jahren Germanistik, Philosophie, Theaterwissenschaft und Politik in Köln, München und Frankfurt, wo er im Kreis der 68er eine prägende Jugend verbrachte. Er kann auf eine langjährige Lehrtätigkeit in Frankfurt und Berlin zurückblicken. Seit 2002 lebt er als freier Autor und Schauspieldozent in Berlin-Kreuzberg, eine erfüllende und kreative Zeit, in der eine Regierarbeit mit Yoshi Oida ein Höhepunkte war.

Susanne Konrad
Die Akademikerin
200 S., geb., € 22,60
978-3-95771-069-7
Nichts macht ihr mehr Freude, als über Büchern zu sitzen, zu lesen, zu lernen, zu schreiben. Melina ist eine ehrgeizige junge Frau, die all ihre Energie in die wissenschaftliche Arbeit legt. Ihrer Mutter wäre es lieber, die Tochter mit einem Mann liiert zu sehen, doch für die Liebe hat die 30-jährige keine Zeit. Professor Peter Grün ermöglicht ihr, bei ihm zu promovieren. Sie nimmt das Angebot an und stürzt sich in die Forschung – hier findet sie stets Halt und seelische Nahrung. Doch ihr Dissertati-onsthema »Susanne K. Langers Konzept von Emotion und Form« erweist sich schwieriger als gedacht: Die Doktorarbeit droht zu scheitern, die Terminabgabe wird zum Fluch und aus dem akademischen Tiefpunkt eine Lebenskrise. Ausgerechnet der viel ältere Johannes, dem Melina sich an gesellschaftlicher Stellung und geistiger Kapazität weit überlegen fühlte, gibt ihr neuen Lebensmut, Sicherheit und Geborgenheit. Melina findet unverhofft an seiner Seite ein neues Zuhause. Doch kann sie mit dem einfachen Lageristen wirklich glücklich werden? Wird das Leben weiterhin Schicksalsschläge für sie bereit halten? Susanne Konrad erzählt die bewegende Geschichte einer Frau, die besessen ist von der wissenschaftlichen Arbeit und dem Drang nach Selbstverwirklichung durch die Philosophie. Ähnlich einer kolorierten Skizze zeichnet die Autorin das Innenleben akademisch gebildeter Menschen, die in der Theoriearbeit unschlagbar sind, bei der alltäglichen Lebensbewältigung jedoch zu scheitern drohen. Aus der »Liebe zur Weisheit« wird die Kunst, mit Gefühlen umzugehen. Susanne Konrad 1965 in Bonn geboren, studierte sie Literaturwissenschaft und Geschichte. 1995 promovierte sie über Goethes Wahlverwandtschaften. 2005 erschien ihr erster Roman Camilles Schatten. Die Autorin hat Fachbücher über »Integration« und »Kreatives Schreiben« veröffentlicht, ferner zahlreiche literarische und redaktionelle Beiträge. Schwerpunkte ihrer schriftstellerischen Arbeit sind der Entwicklungsroman sowie Prosa zu den Themen Migration, Heimat und lokale Identität. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. www.czuba-konrad.de

Kyro Ponte
Der Apfel fiel aus Venus linker Hand
Erzählungen
160 S., br., € 15,90
978-3-95771-065-9
Was ist der Preis für den Besitz eines einzigartigen Wesensmerkmals? Für Venus und ihre Schönheit war es der goldene Apfel der Hesperiden. Für Frau Meyer und ihre Hässlichkeit, als Muttermal das Gesicht kennzeichnend, ist es - um sich von dieser Einzigartigkeit zu lösen - eine Schönheitsoperation. Für Rania, eine Tochter aus gutem Hause in Korfu, und ihre Jungfräulichkeit ist der Preis dafür eine arrangierte Ehe. Für Byzantia, eine gebärende Mutter in Spanien, mit ihrer Liebe zum neugeborenen Kind, ist der Preis dafür ihr eigenes Leben. Einzigartigkeit hat ihrem Preis. Ein Preis, der schon von der Göttin Venus fallengelassen wird, sobald Amor erscheint, um alle Beteiligten in neue, einzigartige Abenteuer zu locken, die neue Preise versprechen und das Zahlen neuer Preise einfordern.
Begierde wird zur Leidenschaft. Und die Leidenschaft kennt keine Grenzen. So wie die Freiheit des Seins. Die sieben überraschungsreichen Geschichten liefern elementare Einsichten aus dem Innenleben von Frauen und Männern, die für ihre Einzigartigkeit – Sein oder Schein – ihren Preis bezahlen, um aus der Krise zu entkommen, in die der menschliche Wille sie katapultiert hat. Kyro Ponte offenbart sich als Meister der Beschreibung von Gefühlen und beweist mit seiner detaillierten und filigranen Sprache, dass Literatur ein erlösender Ausdruck sein kann. Kyro Ponte, Sohn einer griechischen Gastarbeiterfamilie, 1972 in Esslingen a.N. geboren. Nach seinem Abitur in Thessaloniki, Studium der Biologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und später der Linguistik und Philosophie, folgte ein neurowissenschaftliches Promotionsstudium an der Graduate school of neural and behavioural sciences (Max Planck Research School) in Tübingen. Der Autor hat Zahlreiche Veröffentlichungen und ist als Übersetzer aus dem Griechischen tätig. Ponte ist verheiratet und lebt und arbeitet zwischen Stuttgart und Tübingen. In seiner Freizeit ist er sportlich aktiv, spielt gerne Basketball, schwimmt und ist ein leidenschaftlicher Cineast.

Antonia Pauly
Blut am Schuh
Ein Eifel-Hundekrimi
230 S., br., € 21,90
978-3-95771-047-5
Ein wunderschöner Herbstmorgen in der Eifel. Emil durchstreift mit seinem Frauchen Lisa den Wald rund um den Elefantenkopf, als ihm plötzlich ein verdächtiger Duft in die Nase steigt. Er nimmt die Spur auf, folgt ihr in das Dickicht und entdeckt die Leiche von Melanie Pütz. Wer hat die Frau ermordet? Das muss Kommissar Josef Kolvenbach mit seinen Kollegen herausfinden. War es ihr Exfreund? Oder einer ihrer Kunden, die sie beim Jobcenter zu betreuen hatte? Kolvenbach sticht mitten in ein Wespennest aus enttäuschten Hoffnungen, verletzter Würde und beleidigten Egos; nur eine heiße Spur findet er nicht. Die Suche scheint aussichtslos, die Ermittlungen treten auf der Stelle – bis die Beamten unvermittelt Hilfe von völlig unerwarteter Seite erhalten. Denn einer der Beteiligten hat den richtigen Riecher und weiß auch, wie er ihn einsetzen muss: Emil! Aber bevor er helfen darf, muss er den Menschen erst einmal begreiflich machen, wie überlegen seine Nase dem Riechorgan der Zweibeiner ist. Und dabei ist er noch nicht einmal ein Polizeihund! Mit ihrem neuen Buch taucht Antonia Pauly tief ein in den Lebensalltag der Eifel, eine Gegend, die ihr mindestens so vertraut ist wie ihrem vierbeinigen Helden. Mit großer Sympathie für Land, Leute und Tiere erzählt sie von einer spannenden Tätersuche – ein kriminalistischer Leckerbissen nicht nur für Hundeliebhaber! Antonia Pauly studierte Klassische Archäologie, Byzantinistik sowie Vor- und Frühgeschichte in Würzburg und promovierte mit einer Arbeit über Schildkröten in der Antike. Sie arbeitete für das Erzbistum Köln und für das Rheinische Landesmuseum in Bonn. Seit 2000 ist sie als Schriftstellerin, freie Texterin und Journalistin tätig.

Andreas Deffner
Heimathafen Hellas - Ellada s´agapó
230 S., geb.,  € 22,60
978-3-95771-061-1
Sommer 1993. Der graublaue Ford Escort Diesel wurde gemütlich beladen, dann machte Andreas Deffner sich auf den Weg nach Griechenland. Sein Ziel war das Fischerdorf  Toló auf der Peloponnes. Was er bei der Abfahrt nicht ahnte: Er sollte dort seine »zweite Heimat« finden. Seitdem verbringt er, wann immer möglich, seine Freizeit in Hellas. Jedes Mal wird es für ihn zu einem »Nachhausekommen«. Das Land und seine Einwohner hat er ins Herz geschlossen. Bei jeder Rückkehr nach Toló scheinen die Sirenen auf offener See zu rufen: Kalós írthes Andréas! Und er, wie einst Odysseus, ruft zurück: Ellada, s´agapó! Griechenland, ich liebe dich! »Heimathafen Hellas« ist eine Liebeserklärung an ein Land, das von Sonne, Meer und Lebensfreude lebt. In 22 Kapiteln aus 22 Jahren Griechenlanderfahrung berichtet der Autor von wahren Geschichten rund ums Meer: Von seinem ersten Besuch bei Poseidons Sohn Perikles, über Fahrten an Bord von Käpt`n Stavros Schiff bis hin zum morgendlichen Sportprogramm an Aristides` Strandkiosk - aus Zeiten, als Griechenland wirtschaftlich boomte bis mitten in die aktuelle Finanzkrise. Eine Odyssee mit lustigen, traurigen und unglaublichen Erlebnissen, Rezepten zum Nachkochen und Genießen. Ein Urlaubsbuch für Griechenlandversteher und solche, die es werden wollen. Andreas Deffner 1974 in Gladbeck, im Ruhrgebiet geboren. Er hat lange Zeit im Rheinland gelebt und wohnt heute mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Potsdam. Seine ›Zweite Heimat‹ aber ist Griechenland. Seit er nach dem Abitur im Jahr 1993 das erste Mal nach Hellas gefahren ist, war er von Land, Leuten und Kultur begeistert. Und so fährt er, wann immer die Zeit es zulässt, »nach Hause«, nach Tolo. In dem kleinen Fischerdorf auf der Peloponnes fühlt er sich ebenso heimisch wie in Potsdam, Gladbeck oder Berlin. Und Oma Vangelio hat immer gesagt: »Junge, du bist in Toló groß geworden!« www.abenteuer-griechenland.eu

Jorgo Chatzimarkakis
Tagebuch eines griechischen Euro
Eine europäische Geschichte
230 S., geb., € 21,90
978-3-95771-073-4
Am 8. April 2001 wird um 11.33 Uhr in der staatlichen Münzprägeanstalt Athens eine griechische Ein-Euromünze gestanzt. Als monetärer Newcomer beginnt dieser griechische Euro spontan Tagebuch zu führen und tut dies bis zu seinem vorzeitigen Ende am Meeresgrund vor der Insel Ägina im März 2015. Dazwischen liegen turbulente Jahre, in denen die hellenische Euromünze durch die Hände mehrerer Besitzer wandert: Bettler und Oligarchen, Griechen und Deutsche, Politiker und Demonstranten, Einwanderer und Nationalisten. In den ersten Jahren seiner Existenz beherrscht ein Hochgefühl die Hellenen.Voller Stolz bekennen sie sich zu ihrer Mitgliedschaft in der Euro-Familie, gewinnen die Fußball-Europameisterschaft, Athen wird zum Schauplatz der Olympischen Spiele und Griechenland wähnt sich angekommen im Zentrum der Welt. Dann schleichen sich erste politische Manipulationen ein. Das Vertrauen zwischen Nord- und Südeuropäern wird erschüttert. Das Ausbrechen der Staatschuldenkrise 2009 wirft den griechischen Euro in ein Wechselbad der Gefühle; von den großen Demonstrationen in Athen bis hin zum politischen Gipfeltreffen in Cannes, das die deutsche Bundeskanzlerin weinen und den griechischen Ministerpräsidenten zurücktreten lässt. Unser Protagonist spürt schmerzlich den wachsenden politischen Liebesentzug. Er erlebt die Erfahrungswelten sowohl der Leidtragenden als auch der Nutznießer dieser alles erfassenden Eurokrise, durchleidet die Doppelzüngigkeit von Politikern und Bänkern ebenso wie die Hilflosigkeit der einfachen Menschen. Am Ende wird unser griechischer Euro zum Hauptzeugen aller Rettungsversuche der Anfang 2015 gewählten Regierung und macht sich Gedanken grundsätzlicher – um nicht zu sagen: existenzieller – Art über das eigene Sein. Jorgo Chatzimarkakis erlaubt dem Leser mit seinem »Tagebuch eines griechischen Euro« einen Blick hinter die Kulissen der Eurokrise – aus der Perspektive der täglichen Nutzer und Ausnutzer der europäischen Währung. Mal naiv, mal satirisch kommentiert Chatzimarkakis‘ Hauptfigur die konflikthafte Chronik Europas der letzten Jahre: eine moderne Geschichte über Liebe, Glaube, Hoffnung und eine Abenteuerreise durch Politik, Wirtschaft, Medien.Wer das Tagebuch liest, wird verstehen, wie und warum es zum schwierigen Verhältnis der Griechen zum Euro kommen konnte. Jorgo Chatzimarkakis, 1966 in Duisburg geboren, durchlebte als deutsch-griechischer Politiker die Turbulenzen der Eurokrise aus beiden Perspektiven. Er war Sonderbotschafter Griechenlands, ein Jahrzehnt lang deutscher Abgeordneter im Europäischen Parlament und ist Begründer der griechischen Partei »Hellenische Europabürger«. Als langjähriger Präsident der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung kennt er das Auf und Ab in den Beziehungen seiner beiden Heimatländer. Die Debatte um die europäische Währung hat seine Arbeit in den letzten Jahren dominiert, was ihm tiefe Einblicke in die Architektur der Eurorettung verschaffte. Der Autor ist verheiratet, hat drei Töchter und bewegt sich zwischen Luxemburg, dem Saarland, Kreta und Brüssel.

Das Größenwahn Märchenbuch - Band 3
Herausgegeben von Edit Engelmann
220 S., geb., € 21,90
978-3-95771-075-8
Es waren einmal … …eine ganze Menge Frösche, die während der jährlichen Wanderung die Schnellstraße überqueren wollten und dies vermutlich auch getan hätten, wäre da nicht eine Dame des Weges gekommen und hätte einige Exemplare zu Prinzen geküsst. Was wohl dann mit diesen Prinzen passierte? Auch urbane Gesellschaften brauchen ihre Märchen – außerordentliche Geschichten über das Unglaubliche, das Fantastische und das Zauberhafte. In dieser Sammlung moderner und zeitgenössischer Märchen toben sich einige wohlbekannte Figuren in neuer Gestalt aus: Rumpelstilzchen, Hänsel und Gretel, ein alter Wolf, die Sonnenschwester und eine indische Prinzessin. Aber auch fabelhafte Darsteller der Neuzeit geben sich die Ehre: Der Buchstabe »B« ist in eigener Sache unterwegs. Ein Fiederschwein, der goldene Hecht und ein Kater sind an seltsamen Ereignissen beteiligt. Hexe, Teufel und eine Drachenjägerin treiben ihr Unwesen; ein Archivar, die kleine Bettlerin, das Sternenkind, der Wind und ein paar Nereiden geistern herum - nicht nur nachts.
Es gibt viele mystische Gestalten zu entdecken. Nach den erfolgreichen Größenwahn-Märchenbüchern 1 und 2 erscheint nun plangemäß der 3. Band. Die neuen Erzähler – Autorinnen und Autoren von heute – beweisen es wieder einmal: Gute Märchen werden immer noch geschrieben. Abenteuer, Geheimnisse und magische Momente sind die Zutaten, mit denen Leser verzaubert werden können.
Es war einmal ...
Anne D. Plau: Dringend: Prinzen zu verschenken
Anne Hassel: Livia, die Tochter der Sonne
Britta Voß: ›B‹ wie…
Georg Potyka: Das Fiederschwein
Martha Pfahl: Das Lebkuchenhaus
Geli Ammann: Der alte Wolf
Regine Schineis: Die magische Blume
Jan Russezki: Das Märchen von Iwan Zarewitsch und der Sonnenschwester
Susann Obando Amendt: Janusz und der goldene Hecht
Doris Lautenbach: Katzenjammer
Ulrike Leinemann: Lebensgeister
Roland Lampe: Rosemaries Lächeln
Sabine Kohlert: Rumpelstilzchens Rache
Dr. Nicole Grom: Savitri und der singende Teppich
Anne Dombrowski: Die Akte des Dr. Ernst H. Mad
Edit Engelmann: Die kleine Bettlerin
Franka Johanna Schroers: Der Riese und die Müllerstochter
Jasmin Mrugowski: Der Herr von Schwarzenfels
Doris Trampnau: Das Sternenkind
Thilo Sommer: Die Schlafende
Tomke Buß: Ein Name für den Wind
Eva Ieropoulou: Weißbarts Traum 

Andreas Arnakis
Ein weißer Wal im Rhein
Gedichte, übersetzt von Artemis Arnakis und Niki Eideneier
120 S., geb., € 21,90
978-3-95771-067-3
»Ein weißer Wal schwamm den Rhein hinauf, gegen das Leben, volle Kraft voraus.« Kennen Sie solche Geschichten? Von Heimatvertriebenen und Auswanderern? Von Aussiedlern und Immigranten? Von Menschen die verlorengegangen zu sein scheinen – so plötzlich, so einfach und so schrecklich allein? Menschen, die fremd sind, fremd werden, sich fremd fühlen. Kennen Sie solche Menschen? Wenn ja, was wissen Sie über ihr Leben? Orestis aus der Nachtschicht bei Opel liebt Märchen über alles. Maria hat ihren Mann zwischen Hauptbahnhof und Theaterplatz verlassen. Charis mit den blauen Augen wurde zum Rebell. Elis Herz wartet in einem verstaubten Regal. Nikolos, dieser kleine süße Junge von nebenan, ist ein Einbrecher. Herr Kapa hat einen Herzinfarkt erlitten. Mina ist gestern Nacht gestorben. Aras Sohn heiratete eine jugoslawische Putzfrau, und Andreas, der aus dem Restaurant Kompoloi, schreibt Gedichte. Solche über Liebe, Freundschaft und Freiheit. Und über das alltägliche Heimweh. Über Zitronenbäume, die die Sonne des Winters brauchen, von Papierschiffchen, die unter gehen und davon, wie es sich anfühlt, Vor Durst zu sterben. Alles Menschen, alles Fremde. Jetzt nicken Sie mit dem Kopf und ein kleines Lächeln zeichnet sich auf Ihr Gesicht. Sie kennen also auch solche Menschen? Solche die an manchen Tagen wie ein Wal sich fühlen – groß, kräftig, klug – und, statt in einem Ozean zu leben, plötzlich in einem flachen Fluss schwimmen, gegen den Strom, gegen das Leben, gegen die Vernunft? Andreas Arnakis 1937 in Thessaloniki geboren, erlebte die deutsche Besatzung und den anschließenden Bürgerkrieg in Griechenland. Auf Grund der politisch und wirtschaftlich schwierigen Situation emigrierte er 1956 nach Deutschland, um zu arbeiten und zu studieren. Nachdem er für längere Zeit mit verschiedenen Arbeiten – vom Bau bis zur Nachtschicht bei Opel - sein Leben finanzierte, kam er durch einen Zufall zum Journalismus. Er moderierte unter anderem fast drei Jahrzehnte lang die zweisprachige Sendung des Hessischen Rundfunks »Rendezvous in Deutschland«. Während der Diktatur 1967 – 1974 in Griechenland leistete er aktiven Widerstand und setzte sich engagiert für die Wiedereinsetzung der Demokratie ein. Die Militärjunta reagierte mit Aberkennung seiner Staatsbürgerschaft, nicht zuletzt wegen seiner klaren politischen Positionierung in »Rendezvous in Deutschland«. Nach seiner Rückkehr nach Griechenland war er 1982 – 1987 Direktor der »Stimme Griechenlands« und der Fernsehprogramme für Auslandsgriechen beim Staatlichen Griechischen Fernsehen ERT in Athen und von 1993 – 1998 Herausgeber und Chefredakteur der in Deutschland erschienenen griechischen Zeitschrift »Gramma«.

HEARTBEATCLUB
Queer-Anthologie
230 S., br., € 15,90
978-3-95771-045-1
»My Heart Goes Boom«, sangen French Affair in den Neunzigern im damals modernen Disco-Beat. Ja, das Herz schlägt kräftig, weil gleich der/die Geliebte eintrifft, weil seine/ihre Küsse so süß schmecken, weil er/sie der/die eine/r ist, weil seine/ihre Liebe so groß ist. Das Herz schlägt schneller, wenn er/sie sich zur Musik bewegt, tanzt, doch es wird noch beschleunigt, wenn erotische Spannung in der Luft liegt, wenn er/sie von dem/der Angebeteten magisch angezogen wird. In dieser 3. Queer-Anthologie stellt Jannis Plastargias ausgesuchte Geschichten vor, in denen Emotion, Herz und Rhythmus pulsieren, aber auch immer mal wieder ein kleiner, stechender Schmerz, eine Verunsicherung, ein Grund, über unsere Gesellschaft nachzudenken.
Was auch in den Geschichten passiert, eines kann in den Worten der schmachtenden Celine Dion gesagt werden: »My Heart Will Go On And On ...«

Griechische Einladung in die Politik
Erzählungen, Geheimnisse und Rezepte
Herausgegeben von Edit Engelmann mit Beiträgen von Werner Weimar-Mazur / Antonia Pauly / Ute Altanis-Protzer / Fotini Tsalikoglou / Paul Gourgai / Petra Ewering / Andrea Dimitriadis / Thomas Pregel / Niki Eideneier / Judith Schiebel / Th. Chrysanthopoulos / Günter Lauke / Edit Engelmann / Annerose Scheidig / Heinz Zander / Melina Mercouri / L. Chrysanthopoulos / Vougar Aslanov / Elena Chouzouri / Wolfgang Schulze / Maria Galitsas / Steffen Marciniak / Edit Engelmann / Andreas Deffner / William Mallinson / Kristina Edel / Martin Knapp / Marion Schneider / Sevastos P. Sampsounis
184 S., br., € 15,90
978-3-95771-025-3
In Griechenland ist die Politik in aller Munde. Jeder, der einmal im Kafeníon seinen Frappé getrunken hat, kennt dieses Phänomen von den Nachbartischen. Es wird temperamentvoll diskutiert, mit Händen und Füßen gestikuliert und jedes Handeln von Regierung sowie Abgeordneten lautstark kommentiert. Nicht selten werden markante Figuren der griechischen Geschichte in Erinnerung gebracht und mit den heutigen Politikern verglichen. Streitereien unter den versammelten Gästen sind vorprogrammiert: Ideologien, die wirtschaftliche Situation, nationale Angelegenheiten und mediterranes Klima sorgen dafür, dass es heiß und hoch hergeht. Der Wirt stellt Ouzo, Wasser und Mesédes auf den Tisch, und unsere Autoren reichen Geschichten, Erzählungen und Gedichte dazu. Von Alexander dem Großen, dem Beginn der Demokratie in Athen über Melina Mercouris´ Idee der Kulturhauptstädte Europas bis hin zur Finanzkrise – die Themen sind vielfältig, genau wie die köstlichen Gerichte, die dazwischen serviert werden. In diesem Sinne: Jámas und kali órexi.


Hilda Papadimitriou
Für eine Handvoll Vinyl
Der erster Fall für Charis Nikolopoulos
aus dem Griechischen von Gesa Singer
250 S., br., € 21,90
978-3-95771-043-7
Wie spielt sich das Leben im Stadtteil Exarchia in Athen ab, und was hat sich dort seit den 1970ern wirklich kaum verändert? Warum ist es für manche Leute wichtig, sich durch Musik auszudrücken, und warum sind Beziehungen so kompliziert? Was haben all diese Leute zu verbergen, die sich im Plattenladen von Fontas blicken lassen? Man hört Gang of Four, Neil Young, Clash, aber auch Percy Mayfield und Travis in diesem verregneten Februar. Und dann passiert ein Mord. Kommissar Charis Nikolópoulos muss sich beweisen: sein erster eigener Fall! Wie hängen Schallplattensammeln und Verbrechen zusammen? Welches Motiv hat der Mörder? Ist es denn möglich, für eine Handvoll Vinyl zu töten? Hilda Papadimitriou 1957 in eine Familie in Athen geboren, die Literatur, Musik und Katzen vergötterte. Sie studierte Jura, arbeitete im Schalplattenladen ihres Vaters und hörte die Beatles und Elvis Presley, später Bob Dylan, Neil Young, Clash und Talking Heads. Nach dem Studium übernahm sie die Leitung des Familienbe-triebes bis zum Beginn der digitalen Medien, die als Folge hatte, die Schließung des traditionellen Schallplat-tengeschäftes. Als Übersetzerin von Kurst- Literatur- und Musiktexten machte sie sich einen Namen, der dazu führte für Verlage zu arbeiten und Übersetzungen von Jonathan Coe, Bob Dylan, Leonard Cohen, Joyce Carol Oates und vielen anderen in ihren Arbeiten nachzuweisen. Sie hat in griechischen Zeitschriften und Zeitungen ihre eigenen Kolumne über die Themen Musik und Kunst. Unter ihren Veröffentlichungen finden sich Musikstudien über die Beatles und Clash, Bob Marley und Nick Cave. Mit der Kommissar-Figur Charis Nikolópoulos begann 2011 ihre Kariere als Kriminalautorin, in ihren Romanen sind die Musik (rock, jazz oder ethnic) und die mediterrane Mentalität ein wichtiger Bestandteil.
Agis Sideras: »Hilda Papadimitriou stellt sich bewusst in die Tradition der Markaris-Romane, erweitert sie jedoch in bemerkenswerter Weise. Sie erschließt dem aktuellen griechischen Kosmos wieder die Hard Boiled-Tradition der amerikanischen Noir-Pioniere, und zwar ohne die Eigenheiten der mittelmeerischen Kultur in ihrer spezifisch griechischen Variante zu vernachlässigen.« 

Thomas Bäumler
Priester, Neffe, Tod
Gerti Zimmermann recherchiert
200 S., br., € 21,90
978-3-95771-031-4
Georg Hornberger – geachteter Theologe, Prälat und Ehrenbürger seines oberfränkischen Heimatortes – wird brutal ermordet aufgefunden. Nicht nur die Polizei steht vor einem Rätsel. Die angehende Journalistin Gerti Zimmermann, die ein Volontariat bei der Heimatzeitung absolviert, beginnt zu recherchieren. Ihre Ermittlungen, die sie bis nach Prag führen, lassen ihr keine Ruhe. Im Tagebuch des Junkies Josef, des Neffen des Ermordeten, findet sie einen erstaunlichen Hinweis: Josef wurde als Jugendlicher von seinem Onkel sexuell missbraucht. Gerti erforscht die Familiengeschichte des Ermordeten und entdeckt Geheimnisse, deren Lüftung vielen Beteiligten ein Dorn im Auge zu sein scheint. Werden ihre Ermittlungsergebnisse Gehör finden? Ist die Redaktion der Zeitung bereit, die Wahrheit zu drucken? Thomas Bäumler kreiert den ersten Fall der blutjungen Gerti Zimmermann, die noch am Anfang ihre Karriere steht. Auf der Bühne dieses ländlich geprägten fränkischen Umfeldes durchlebt eine katholische Familie ihre Tragödie. Eine sozialkritische Kriminalgeschichte mitten in Deutschland um Medienmacht, Meinungsfreiheit und Glauben. Und über sexuellen Missbrauch.
Thomas Bäumler wurde 1961 in Neustadtan der Waldnaab in der nördlichen Oberpfalz unweit der tschechischen Grenze geboren. Nach seinem Medizin-studium in Erlangen arbeitete er zunächst als Frauenarzt an Kliniken in der Schweiz und Nordbayern. Seit 1994 führt er gemeinsam mit einem Kollegen eine frauenärzt-liche Gemeinschaftspraxis mit Schwerpunkt Brustdiag-nostik. Er ist verheiratet, Vater von zwei Söhnen und wohnt nach wie vor in der nördlichen Oberpfalz. Neben seinem Beruf beschäftigt er sich intensiv mit Heimatarchäologie, Schwerpunkt Steinzeit. Zu diesem Thema wurden vom ihm bereits mehrere Aufsätze veröffentlicht.



Astrid Keim
Die Schönheit und der Tod
Frankfurter Kriminalroman
280 S., br., € 21,90
978-3-95771-039-0
Ausgerechnet auf dem Frankfurter Hauptfriedhof stößt die pensionierte und seit einem Jahr verwitwete Anwältin Laura Mahler auf – eine Leiche. Ein schönes, junges Mädchen ist tot, eingewickelt in durchsichtige Folie, mit einer blutroten Rose im Haar. Die konservierte Schönheit weckt Lauras Interesse und ist zugleich Anlass, mit ihrem alten Freund Thomas wieder Kontakt aufzunehmen. Der ist Kommissar bei der Mordkommission, und Laura beginnt, auf eigene Faust ein paar überraschende Ermittlungsergebnisse beizusteuern. Dabei zeigt sich schnell, dass bei der Zusammenarbeit nicht allein kriminalistische Interessen im Spiel sind. Die beiden kommen sich näher – da wird eine zweite Mädchenleiche gefunden ... Laura Mahler ist eine Schöpfung der Frankfurter Autorin Astrid Keim, vielen bekannt als kompetente Führerin durch die Geheimnisse der Gastronomie. In ihrem neuen Roman geht es nicht nur um die Frage nach dem Täter, sondern auch um Schönheit, Alter, Begehren, gutes Essen – und Liebe. Ein sinnlicher und spannender Frankfurter Roman voll überraschender Wendungen.
Astrid Keim wurde 1947 geboren und ist in Wiesbaden aufgewachsen. Sie studierte in Frankfurt Biologie und Kunst für das Lehramt. Nach über 20 Jahren Schuldienst wechselte sie 1993 durch ihre Heirat in die Gastronomie. 1999 übernahm ihr Mann Eckhardt Keim als Inhaber und Küchenchef das Restaurant Estragon, seitdem ist sie dort für den Service zuständig. Sie war freie Mitarbeiterin für die Frankfurter Neue Presse im Ressort Gastronomie und Gastrokritik. 2010 veröffentlichte sie mit »Chicago Kid in Frankfurt« die wahre Geschichte eines Gangsters aus dem Frankfurt der 50er Jahre (Societäts-verlag). Im Größenwahn-Verlag erschien 2011 das Sachbuch »Was Sie schon immer über die Gastronomie wissen wollten« und 2013 der Roman »Falten, Kilos, Männer, Wein«

Peter Pachel
Griechisches Gift
Kommissarin Waldmann ermittelt auf Paros
250 S., br., € 21,90
978-3-95771-035-2
Hellblau leuchtet der Himmel über Paros. Katharina Waldmann bereitet sich auf das Osterfest vor. Auch einige Touristen verbringen bereits die Feiertage auf den Kykladen, so wie Marlene Winter, die sogar ein Grundstück auf der Nachbarinsel Amorgos erwerben will. Ein Treffen mit Makler Frank Felten soll die letzten Einzelheiten abklären. Doch das Abendessen in der traditionellen Taverne im Hafen von Naoussa verläuft tödlich für den Mitarbeiter der Immobilienfirma Dreamroom GmbH. Ein schrecklicher Verdacht kommt auf. Hat hier jemand nachgeholfen und wenn ja, wer hat es auf den unsympathischen deutschen Makler abgesehen? »Eine spannende, hitzeflirrende ›Wer war’s?‹ Geschichte. Peter Pachel feiert die griechische Küche.« schrieb die Zeitschrift BRIGITTE über den ersten Fall der deutsch-griechischen Kommissarin Waldmann in »Maroulas Geheimnis«. Im zweiten Fall dienen die weiß-blauen  Kykladeninseln, enge Gassen, weite Strände und klares Wasser erneut als Kulisse für die Ermittlungen. Die Auswahl an Kochrezepten am Ende des Buches rundet das kriminalistische Abenteuer in der Ägäis ab.
Peter Pachel ist 1957 in Siegburg geboren und im Rheinland aufgewachsen. Nach der Lehre zum Chemie-laboranten hat er an der Fachhochschule Köln Umwelt-technik studiert. Seit 25 Jahren arbeitet er in einem internationalen Unternehmen und ist im Sales Support & Sales Development tätig. Durch seinen Beruf ist er viel in Europa unterwegs und seine kommunikative Art setzt er bei Vertriebstrainings und Produktschulungen ein. Der Autor reiste 1981 zum ersten Mal auf die griechi-schen Inseln und war von Anfang an begeistert von dem faszinierenden Land und seinen Menschen. Besonders die Kykladen mit ihrem unvergleichbaren Licht haben es ihm angetan. In Naoussa auf Paros fand er schnell Freunde und Familienanschluss bei Flora & Dimitri, die er bis heute mindestens einmal im Jahr besucht. Dort hat er über die Jahre viele Menschen aus aller Welt kennengelernt, die ähnlich wie er dem idyllischen Ort erlegen sind – »Infected by the Paroan Virus« nennen sie das Verlangen, immer wieder auf diese ägäische Insel zu kommen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass auch sein zweiter Roman auf Paros spielt und viele unterschiedliche Charaktere der Langzeit-Griechenland-Begeisterten in die Handlung mit eingewoben sind.


Todora Radeva
Sieben Arten den Sari zu binden
Kurzgeschichten aus dem Bulgarischen von Elvira Bormann-Nassonowa
174 S., br., € 15,90
978-3-95771-029-1
»Anhand der Dessous, die ich morgens anziehe, weiß ich, was es für ein Tag wird.« »Bei jedem Mann ist mein Körper anders.«
»Meine linke Brust gehört ihm immer noch.« »Der Sari ist jene dünne, wunderbare Trennwand, die eine Frau vor dem Mann aufbaut und nur aus freiem Willen entfernen kann.« In der bulgarischen Stadt Plovdiv sind die Frauen geheimnisvoll, pflegen Illusionen, malen Fantasien, kämpfen mit Herz und Verstand für das Halten oder Löschen einer Beziehung und zeigen ihren Einfallsreichtum bei der angenehmen Gestaltung des Alltags: Telefontratsch, Ausflüge, Beobachtungen auf dem Balkon, unaufgeräumte Kleiderschränke. 19 Geschichten aus einem ehemals sozialistischen Ort, der von magischer Atmosphäre umhüllt ist und seine Bewohner im Sog des subtropischen Klimas hält. 19 Erzählungen über Frauen, die Gewinnerinnen und gleichzeitig Verliererinnen der politischen Veränderungen geworden sind. Todora Radeva wurde 1973 in Plovdiv geboren, studierte an der Kliment-Ohridski-Universität in Sofia Kulturwissenschaften und hat zahlreiche Veröffentlichungen in Bulgarien. Mit ihren Kurzgeschichten »Sieben Arten den Sari zu binden«, gewann sie 2005 den Nationalpreis für Literaturdebüts. Es wurde auf mehreren Buchmessen und Literaturfestivals präsentiert, u.a. in Wien, Belgrad und Leipzig und einige Geschichten wurden ins Englische, Deutsche und Französische übersetzt (Veröffentlichung u.a. 2008 im Sammelband »Concertos pour phrase«). Sie schreibt Drehbücher für das bulgarische Fernsehen, leitet Kulturprojekte, ist in der Öffentlichkeitsarbeit und Werbung tätig und seit Jahren die Programmdirektorin des internationalen Sofioter Literaturfests, dem wichtigsten Literaturforum Bulgariens. Ihr Projekt »Procheti Sofia« (Sofia liest) ist zur Zeit eine der vielbesprochenen Kulturveranstaltungen ihres Landes.


Lena Divani
Das siebte Leben des Sachos Sachoulis
Memoiren eines Katers
mit Katzenillustrationen von Marti O`Sigma
174 S., br., € 21,90
978-3-95771-027-7
Kein gestiefelter, sondern ein gebildeter Kater erzählt uns, wie er die Welt sieht und was er über die Menschen und andere Tiere denkt – dies aus der Sicht seines siebten und letzten Lebens, in dem er die Vollendung seiner Weisheit erlangt hat. Dazu zeigt sich noch eine andere Seite des Katers Sachos Sachoulis: Er kämpft hart um die Liebe seiner »Adoptivmutter«, die er respektvoll-ironisch »Demoiselle« nennt, und noch härter um ihre Bereitschaft, als Schriftstellerin seine Memoiren zu schreiben. Wie wir sehen, ist es ihm schließlich gelungen: Hier sind die Lebenserinnerungen eines außergewöhnlichen Katers.

Olga Zimmermann
Verschwundene Adjektive
Novelle
130 S., br., € 15,90
978-3-95771-033-8
Adjektive – von allen schönen Worten, die das berufliche Leben eines Literaturkritikers durchdringen, sind dies seine Favoriten. Ununterbrochen schwirren sie ihm durch den Kopf, prägen seine Wahrnehmung der Welt und beherrschen seine Rezensi-onen. Als er der Frau seines Lebens – einer Traumtänzerin – begegnet, überschüttet er diese mit all den schwelgerisch-enthusiastischen Adjektiven, die sein gesammeltes Repertoire hergibt. Die beiden werden ein Paar. Die Zeit vergeht. Der All-tag und mit ihm all die schönen Adjektive nutzen ab und ver-blassen allmählich. Bis eines Tages ein eigenwilliger Reisero-mancier – ein Suchender – in das Leben der beiden tritt. Der Fremde entpuppt sich als leidenschaftlicher Liebhaber von Verben. Eine Tragödie nimmt ihren Lauf. Olga Zimmermann erzählt in ihrer Debütnovelle vom Kampf zwischen Adjektiven und Verben und deren Bedeutung in der deutschen Sprache. Eine metaphorisch-literarische Studie über Gefühle und Tätigkeiten, über Herz- und Verstandesangele-genheiten; darüber hinaus ein Plädoyer für die soziale Akzep-tanz unkonventioneller Lebensstile. Olga Zimmermann wurde 1972 in Russland geboren. Mit 22 Jahren wanderte sie nach Deutschland aus und lebt seit 1995 mit ihrer Tochter in Marburg. Sie arbeitet als Krankenschwester in der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik und ist in ihrem Arbeitsfeld auf mehreren kreativen ›Kanälen‹ unterwegs. Neben der Literatur malt sie, spielt Theater, tanzt mit ihren Patienten und begleitet verschiedene kreative Projekte in der Klinik. Mit ihrer Malerei hatte Olga Zimmermann bereits mehrere Ausstellungen in Marburg und Umgebung. 2014 schloss sie erfolgreich eine tanzpädagogische Zusatzausbildung ab. Als Autorin beschäftigt sie sich vorrangig mit den Verbindungen zwischen individuellen, persönlichen Schicksalen und zeitgeschichtlichen Entwicklungen. ›Verschwundene Adjektive‹ ist ihr literarisches Debüt.

Marion Schneider
Alles in mir hast du aufgewühlt
Eine Sinfonie in 3 Sätzen
190 S., br., € 15,90
978-3-95771-037-6
Ehepaar mit Kind, der Mann verliebt sich in eine andere Frau. Für alle Beteiligten bekommt die Schönheit der Welt einen Riss. Eine Sinfonie in drei Sätzen erklingt: Sonja, die Ehefrau und Mutter des kleinen Ruben, spielt die Rolle einer Toccata wie ein kraftvolles Klavier mit solistischen Aufgaben. Nina, die Geliebte, tritt auf wie eine Harfe in linear geführtem Part. Max, Ehemann und Liebhaber, nutzt die beiden getrennten Komponenten als akkordisches Zwischenspiel. Den Schlusssatz bilden Harfe und Klavier in vollem Orchestersatz. Die Gedanken der drei Spieler werden zu einer dynamischen Kraft; die Gefühle schreiben ihre eigene Komposition. Musik liegt in der Luft. Brennende Herzen. Die Suche nach Harmonie wird zur Suche nach dem eigenen Selbst: Und wenn sich da niemand findet Gibt es dann vielleicht Eine Aufgabe für mich? Marion Schneider transformiert eine klassische Dreiecksbeziehung in eine Sinfonie der Gefühle. Während am Anfang der Geschichte Prosatexte dominieren, schleichen sich nach und nach lyrische Elemente hinein und verwandeln die Gedankenwelt der Protagonisten in reine Poesie. Diese Novelle ist eine Liebeserklärung an liebende Menschen. Marion Schneider, geboren 1956, studierte Geschichte, Deutsche Sprache und Literatur sowie Volkskunde an der Philips Universität Marburg und der Albert Ludwig Universität Freiburg im Breisgau. Zusammen mit ihrem Ehemann Klaus-Dieter Böhm ist sie Inhaberin und Betreiberin verschiedener Einrichtungen, die unter dem Namen Toskanaworld zusammengefasst sind. Ihr Ziel ist es, dass Prävention und Rehabilitation im Bereich von Medizin wie Politik eine tragende Rolle erhalten, da dies sozial wie volkswirtschaftlich sinnvoll und notwendig ist. Sie tut dies durch Publikationen, Vorträge und Beiträge auf Kongressen und Veranstaltungen. Zusammen mit der New Yorker Fotografin Linda Troeller hat sie das Fotobuch »The Erotic Lives of Women«, Basel, New York 1999 herausgegeben. Derzeit arbeitet sie an einem Fotobuch über den weiblichen Orgasmus. 2007 wurde ihr die Auszeichnung »Unternehmerin des Jahres« im Kreis Weimarer Land verliehen und 2009 wurde sie in den Landeswirtschaftssenat Hessen-Thüringen des Bundesverbands der Mittelständischen Wirtschaft berufen. Sie ist Schirmherrin des »Preis des Gesundheitstourismus«, der jährlich in Leipzig vergeben wird, und wirkt in verschiedenen internationalen Beiräten der Wellness- und Gesundheitsbranche.

Muriel Mirak-Weißbach
Herrschen bis der Frühling kommt
Profil der Machthaber in Tunesien, Ägypten, Jemen, Libyen und Syrien
280 S., br., € 16,90
978-3-942223-94-2
Mubarak, Gaddafi, Ben Ali, Saleh und Assad. Stets tauchen diese fünf Herrschernamen in den Medien auf, wenn es um den Kampf für Demokratie und um den arabischen Frühling geht. Doch wer sind diese Männer, die über einen langen Zeitraum das Schicksal ihrer Länder bestimmt haben? Woher kamen sie, und wie kamen sie an die Macht? Was hinderte sie daran zu verstehen, dass ihre Zeit abgelaufen war – selbst dann, als sie sich mit der massiven Forderung nach sozialer und politischer Veränderung konfrontiert sahen?
Die Journalistin Muriel Mirak-Weißbach hat sich spezialisiert auf wirtschaftliche, politische und kulturelle Entwicklungen in der arabischen und islamischen Welt. Während der Revolutionsprozesse untersuchte sie typische Reaktionen und Verhaltensweisen dieser Staatschefs, ihre politischen Maßnahmen und öffentlichen Auftritte. Sie analysiert die Traditionen der Herkunftsfamilien sowie Prägungen der Protagonisten durch Kindheitserfahrungen. Damit liefert sie einen Verständniskontext, in dem die Persönlichkeitsstruktur sichtbar wird: Der Wahnsinn hat Methode. Im Nachwort richtet sich der Blick auch auf die zeitgenössische US-Politik, zwei narzisstische Prominente: George W. Bush und Sarah Palin. Ein hochaktuelles Buch, das Einblicke liefert in die Verhaltensmuster machtbesessener Politiker mit der Disposition zum diktatorisch-autokratischen Handeln: Herrschen bis der Frühling kommt. 

Thomas Pregel
Hartznovelle
192 S., br., € 14,90
978-3-942223-90-4
Emser Eck, Berlin-Neukölln, Dienstagabend. Heiko, Katharina und Sebastian treffen sich, wie schon seit Langem, auf ein Glas Bier. Alle sind Mitte 30, Hartz IV-Empfänger, doch bei jedem hängt zu Hause ein Magister- oder Promotionsabschluss an der Wand und sie sind zutiefst deprimiert. Denn wer in diese Hartz-IV-Kneipe kommt, interessiert sich weder für das Wetter noch für den Wechsel der Jahreszeiten, sondern scheinbar nur noch für das Versaufen der Zeit. Am Anfang sollte das noch ein Scherz sein, eine Art Milieustudie mit Alkoholgenuss: Mal sehen, ob es bei diesen Leuten da unten wirklich so zugeht, wie man hört. Und heute gehören sie fast schon dazu. Was machen Arbeitslose, wenn der Markt keine passende Arbeit für sie bietet? Wie werden sie von den Behörden behandelt? Welche Gedanken beschäftigen sie und vor allem: Welche Wünsche können Wirklichkeit werden? Thomas Pregel dokumentiert die Arbeitsmarkt-Erfahrungen seiner Protagonisten und lässt tief in den Hartz-IV-Alltag der drei Akademiker blicken. Durch Tagebucheinträge sowie scharfe Beobachtungen des Amtsapparats und der ans Absurde grenzenden Bürokratie-Falle wird der Wert des Menschen hinterfragt. Diese Hartznovelle ist eine sarkastische Darstellung unserer schnelllebigen und sensationshungrigen Gesellschaft.


Helga Brehr
Ödipa
Das Schuldgefühl zweier Menschen
140 S., geb., € 14,90
978-3-942223-88-1
Stammkneipe ›Florian‹, Berlin-Charlottenburg. Hier treffen sich jeden Donnerstagabend beim Wein die zwei alternden Freunde Hartmut und Klaus: Rentner, Witwer, vereinsamte Männer, mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Diskussionen, die auch schon mal in Streit ausarten. Klaus drängt zum ersten Mal darauf, eine eigene Geschichte vorzutragen, angelehnt an seinen Lieblingstragiker Sophokles. Jede Woche wird nun – häppchenweise und gespickt mit Zitaten – die Geschichte der Frau Idipa – oder Ödipa, wie Klaus sie am liebsten nennen würde – erzählt: Als Idipa Lars kennenlernt, scheint sie die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben, nach der sie sich so lange gesehnt hat. Dass die Idylle nur trügerisch ist, stellt sich erst heraus, als sie sich Jahre später auf die Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit macht. Ein gewaltsamer Tod, das Fehlverhalten anderen gegenüber und die Leugnung der eigenen Taten, führen die Frau von einem ins anderen Unheil. Schuld und Schicksal holen sie ein und die Wahrheit ist grauenvoll. Helga Brehr behandelt in ihrer Novelle das Schuldgefühl zweier Menschen, die auf Vergebung hoffen. Ihre Protagonisten sind von der Unfähigkeit zur Ehrlichkeit geprägt, und suchen nach Auswegen wenigstens kleine Geständnisse anzudeuten. Als Katalysator dient der antike Mythos um Ödipus, der einen passenden Rahmen zu bilden scheint, um die eigene tragische Geschichte zu verpacken. Doch kann das Gewissen von der  selbstverschuldeten Last tatsächlich befreit werden

Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig
2. Queer-Anthologie
herausgegeben von Jannis Plastargias mit 18 erotischen Rezepten
232 S., br., € 15,90
978-3-942223-80-5
Kennst du das?
»Liebe geht durch den Magen« sagt man, und du zerbrichst dir schon seit Tagen den Kopf darüber, was du an Leckerem kochen sollst! Du hast ein Ziel: sie/ihn zu verführen, und schon das Essen soll deine erotischen Absichten enthüllen. Bald ist sie/er da. Sorgfältig den Salat d´amour auf die Teller anrichten, die Spargelcremesuppe de luxe noch mal probieren – ja, heiß ist sie und lecker – der Backofen ist abgeschaltet, du schaust nochmal, ob der Braten nicht eine zu dunkle Kruste bekommen hat – ob ihr/ihn die Nuss-Karamell-Sauce dazu schmecken wird? – spätestens beim Dessert muss sie/er dich küssen, deswegen hast du Quarkcreme mit Schuss vorbereitet – Alkohol ist immer gut – es klingelt – oh Gott, sie/er ist da – schnell noch einen Schluck nehmen – habe ich das richtige Outfit? – es klingelt nochmal, lange Schritte führen dich zur Tür, mit zitternden Händen machst du auf, und zwei große, verliebte Augen – ach, endlich, dieser Blick! – schauen dich erwartungsvoll an. In dieser 2. Queer-Anthologie stellt Jannis Plastargias ausgesuchte Geschichten vor, die sinnlich, frivol, überraschend, aber auch traurig sind, Erzählungen über Menschen, die versuchen, mit erotischen Rezepten den Partner zu verführen – oder ihn zu töten, auf jeden Fall ihr kulinarisches Handwerk beherrschen und meistens in der Küche zu finden sind. »Ich habe Hunger!«
»Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig …«


Iosif Alygizakis
Das Blau der Hyazinthe
150 S., geb., € 19,90
978-3-942223-84-3
Auf der Suche nach dem ersten Job übernimmt ein angehender Lehrer den Privatunterricht für den 13-jährigen Aristarchos und gibt Nachhilfe in Latein, Griechisch und Aufsatzschreiben. Der jugendliche Lehrer ist der einzige Mann, der seit vielen Jahren die Wohnung von Mutter und Sohn betreten hat, und er glaubt, die Augen des Jungen deuten zu können. Er selbst lebt in ständiger Furcht, sein Geheimnis könnte entdeckt werden – er steht auf Männer – und somit treiben ihn Scham- und Schuldgefühle dazu, bewusst männlich aufzutreten. Doch während des Unterrichts passiert es. Der Lehrer verliebt sich in seinen Schüler. Leiden, Bangen und Täuschen werden seine ständigen Begleiter. Gleichzeitig erlebt Aristarchos seine Pubertät und empfindet den Lehrer als Ersatz-Vaterfigur. Jede Geste wird missverstanden. Von beiden Seiten. Mit verheerenden Folgen.
Iosif Alygizakis, einer der ersten neugriechischen Autoren, der in seinen Romanen offen über homoerotische Themen schreibt, vermittelt in poetischer Sprache die Gefühlswelt eines Mannes, der gefangen ist in der moralischen Verurteilung der Gesellschaft. Die Hafenstadt Chania bildet die Hintergrundkulisse für den hilflos seinen Ängsten ausgelieferten Protagonisten, einen einsamen und träumerischen Lehrer, der zum Zentrum des sexuellen Erwachens seines jungen Schülers wird. Das neue Spiel wird Liebe genannt. Aber wie lange dauert eine jugendliche Liebe? Wie lange dauert eine Liebe mit dem Makel eines gleichgeschlechtlichen Partners, die von einem zum anderen Augenblick eine andere Wendung nehmen kann? 

Elena Chouzouri
Die lügnerische Sonne der Kinder
154 S., geb., € 19,90
978-3-942223-96-6
Veronika K., 58 Jahre alt, von mittlerer Größe und mit einem Gesicht, das sich standhaft gegen die Zeit verteidigt, sucht Schutz vor der Sonne und vor den Fragen, die in ihrem Innersten brennen: Was hat sie in ihrer usbekischen Geburtsstadt Taschkent Wertvolles zurückgelassen? Wie sah ihr Leben in der Sowjetunion aus? Welches Geheimnis überschattete ihre Kindheit? Was hat ihr dominanter Vater, der als Partisanenkämpfer und Altkommunist geehrt wird, ihr in Wirklichkeit angetan? Was ist aus ihrer großen Liebe, dem Juden Iosif, geworden? Und wie entwickelte sich ihr neues Leben in Griechenland, das sie schon als Kind lernen musste, als ihre Heimat zu betrachten? Wie hat diese heiß ersehnte Heimat sie 1989 empfangen? Welche Träume sind dabei geplatzt? Durch die Interview-Anfrage der jungen Journalistin Danae nach den Kindern der griechischen politischen Flüchtlinge, die repatriiert wurden, sieht Veronika sich gezwungen, ihre Vergangenheit als Exil-Kind in Usbekistan mit ihrem jetzigen, grauen Leben in Athen zu vergleichen. Eine Recherche mit Folgen, sie wird die Erste und Letzte sein für die 27-jährige Journalistin, denn die Zeitung schließt. Die heutige Krise fordert auch von Danae einen ähnlichen Preis wie bei ihrer Interviewpartnerin Veronika: Emigration. Doch bevor sich sie ihrem Schicksal ergibt und ihrem Land mit dem blauen Himmel und der lügnerischen Sonne den Rücken kehrt, wird sie noch überraschende Fakten über Veronika K's Leben aufdecken. Elena Chouzouri, eine der bekanntesten Autorinnen und Journalistinnen Griechenlands, beschreibt den Konflikt der zwei Identitäten, der durch Migration entsteht und von den Eltern auf die Kinder übertragen wird. Die Schicksale der Protagonisten sind Schnittpunkte der Geschichte Europas und das Wort ›Heimat‹ wird als Marke in das Herz der jüngeren Generation gebrannt: Kinder, die in einem anderen System mit anderen Werten und Überzeugungen groß werden, zwischen Tradition und Globalisierung ihre eigenen Werte suchen und durch ihre persönlichen Verluste und Enttäuschungen erwachsen werden. 


Dietlinde Köhncke
Die Wörtersammlerin
Eine deutsche Kindheit
166 S., geb., € 14,90
978-3-942223-86-7
Lilibeth und ihre Familie müssen wegen das Bombardements der alliierten das vertraute Berlin verlassen. Sie wird in Ostpreußen eingeschult und ist begeistert von den Wörtern, die sie lernt. Sie beobachtet, wie die Erwachsene reden, lauscht ihren Sätzen und lernt schnell: ›Krieg‹ hat fünf Buchstaben, Frau Ohlmann ist ›arisch‹, nicht nur, weil sie wie eine Königin läuft und der ›Güterzug nach Berlin‹ muss schneller eintreffen als die ›Russen‹. In ihre Sammlung fügt sie jeden Tag neue Wörter und manchmal sogar ganze Sätze ein, wie ›Raus aus dem Haus, rum um die Ecke, rein in den Bunker‹. Und dann soll sie zu ihrem eigenen Vater, der nach langer Zeit nach Hause kommt, ›Onkel Hans‹ sagen, damit die Leute ihn nicht andauernd anzeigen – man nannte ihn ›Nazi‹, als er abgeholt wurde. Lilibeths Kinderwelt besteht aber auch aus Wörtern, die sie nicht in ihre Sammlung aufnimmt, wie ›Sowjetische Besatzungszone‹, weil das für sie klingt, als würde jemand einen von ganz nahe ansehen, die Stirn runzeln und zischen. Dietlind Köhncke beschreibt die Kriegs- und Nachkriegszeit aus dem Blickwinkel eines Mädchens, das Wörter sammelt. Kindheit und Jugend sind geprägt von der Flucht, politischen Umbrüchen und Repressalien zweier Systeme. Durch die Kinderbilder wird der familiäre Alltag kartographiert, in dem Frauen die Hauptrolle spielen, ein Stück deutsch-deutsche Geschichte, das schwierige Zeiten durchlebt – unter den Nazis wie unter den Kommunisten.



Das Größenwahn Märchenbuch, Band 2
Herausgegeben von Engelmann, Edit
192 S., geb., € 19,90
978-3-942223-98-0
Märchen gibt es, seit es Menschen und Sprache gibt. In ihren werden Erfahrungen und Wissen vermittelt, in einer Art, die Groß und Klein das Verstehen ermöglicht. Unsere eigenen Ängste, Wünsche und Träume werden in Gestalt von Weisen, Königen und Feen erzählt. Märchen spiegeln die Welt, in der wir leben, auf eine ganz besondere Weise: Übersinnlich, mystisch, spielerisch, kritisch – und immer märchenhaft. Auch in diesem zweiten Band des »Größenwahn Märchenbuches« zeugen Erzählungen von wundersamen Begebenheiten: Prinzessinnen, Hexen, Zwergen, sprechenden Tieren, kleinen und großen Menschen, die zu Helden aufsteigen. Bekannte Protagonisten erscheinen auf der Bühne und neue Figuren werden kreiert. Die modernen Märchen bekommen surrealistische Einschläge oder werden, zur Erinnerung an Oscar Wilde, sozialkritisch dargestellt. Anlehnungen an Tausendundeine Nacht machen die Runde genauso wie Inspirationen aus Volksmärchen, die wir von den Brüdern Grimm kennen. Es liegt Magie, Fantasie und Illusion in der Luft – und das ganz besondere Gefühl, dass eine außergewöhnliche Reise beginnt, so wie sie nur in Märchen beginnen kann: »Es war einmal …« 

Carbe, Monika
Die Friedhofsgärtnerin
168 S., geb., € 19,90
978-3-942223-82-9
Niemand kennt ihre Vorgeschichte, und genau so will sie es haben. Alice, Ende 40, ist freundlich, etwas scheu, beschwert sich nie und arbeitet gerne als Gärtnerin auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. Sie prägt sich Namen und Daten auf den Grabsteinen ein – Oberbürgermeister und Stadtverordnete, Wohltäter und Finanzgenies, Sinti und Roma – genießt die grüne Oase, die sie umgibt und durchstreift in den Pausen mit ihrem Fahrrad die Stadt. Als bei den Arbeiten rund um das Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege, in diesem versteckten Teil des Friedhofes ein paar Haschischpflanzen gefunden werden, beginnt für sie und ihren ausländischen Arbeitskollegen, mit dem sie sich gut versteht, eine schlimme Zeit: Kündigung, Gerichtsverfahren, Medienjagd. Alice wird aus ihrer stillen Welt rausgerissen und die Vergangenheit holt sie ein. Familiengeheimnisse und Ängste verfolgen die labile und melancholische Frau bis in ihre Dachkammer im Westend. Wer kann ihr helfen, wer holt sie aus ihrer selbstgewählten Einsamkeit heraus? Wer gibt ihr Arbeit und Selbstwertgefühl zurück? Monika Carbe lässt die 1990er Jahre wieder aufleben, eine Zeit, als die Grenzen der bekannten Weltordnung neu gezogen wurden und Rechtsradikale sich verstärkt zu Wort meldeten. Ihr Roman ist eine Mahnung an die Gesellschaft und gleichzeitig ein Lobgesang auf das multikulturelle Frankfurt, das auf seinem Hauptfriedhof die eigene Vergangenheit bewahrt, hegt, pflegt und neu bepflanzt.

Plastargias, Jannis
Liebe/r Kim
230 S., geb., € 21,90
978-3-942223-92-8
 Ein Anruf reißt Kosmás aus dem beschaulichen Gleichgewicht seines Lebens. Bei seinem Neffen wurde Krebs diagnostiziert. Zwanzig Jahre ist es nun her, dass er selbst an einem Weichteilsarkom im Knie litt. Ist das nun Zufall? Erbliche Vorbelastung? Er muss nach Hause und seine Notizen suchen. Jahrelang hatte er vor, sie in den PC einzugeben und auszudrucken, doch alleine die Aussicht, das alles abtippen und noch einmal durchleben zu müssen, ließ seine Stimmung sinken. Könnten diese Seiten auch seinem Neffen helfen und ihm in seiner Bedrohung Beistand leisten? Einen Versuch ist es wert. Kosmás hat den Krebs damals überlebt, und ebenso die Chemotherapie und Bestrahlungen. Woher die Idee kam mit den Tumor zu sprechen, weiß er nicht mehr – damals hat es aber geholfen, das Sprechen und vor allem das Schreiben. Jannis Plastargias erzählt vom Erwachsenwerden mit gesundheitlichen Problemen. Sein Held, ein Eigenbrötler, beschließt, dieses geschlechtslose Sarkom auf den Namen Kim zu taufen und alles, was er über sich selbst in jener schweren Zeit herausfindet, schreibt er auf. Hier ist nicht nur sein Kampf gegen diese/n Kim dokumentiert, sondern auch seine Veränderung: Die Entdeckung der Sexualität mit einem Mädchen, die Entdeckung der Sexualität mit einem Jungen. Dieser Briefroman ist ein Plädoyer dafür, niemals aufzugeben, mag die Welt auch noch so düster aussehen.



Pachel, Peter
Maroulas Geheimnis
Kommissarin Waldmann ermittelt auf Paros
230 S., geb., € 21,90
978-3-942223-76-8
Die griechische Insel Paros ist ein beschaulicher Platz um Urlaub zu machen und so trifft sich jedes Jahr aufs Neue eine eingeschworene Gemeinschaft, die bestens vertraut ist mit der Insel, ihren Einwohnern und Eigenheiten. Doch dieses Jahr beginnt der Sommer mit einem Selbstmord. In dem beschaulichen Inselstädtchen Naoussa wird der allseits und besonders bei den Frauen beliebte Kellner des Café Aliportas erhängt gefunden. Als noch Katharina Waldmann, die deutsch-griechische Chefin der Mordkommission Athen zur Amtshilfe auf die Insel gerufen wird, ist jedem klar, dass ein Mord geklärt werden soll. Spekulationen und Gerüchte machen die Runde, falsche Fährten werden gelegt, alte Rechnungen beglichen, und ein paar Touristen entdecken ihr kriminalistisches Gespür und machen Katharina Konkurrenz. Paros verbirgt plötzlich für alle Beteiligten viele Geheimnisse. Peter Pachel ist 1957 in Siegburg geboren und im Rheinland aufgewachsen. Nach der Lehre zum Chemielaboranten und zwei Jahre in einem Umweltlabor gearbeitet, hat er an der Fachhochschule Köln Umwelttechnik studiert. Seit 25 Jahren arbeitet er in einem internationalen Unternehmen und ist im Sales Support & Sales Development tätig. Durch seinen Beruf ist er viel in Europa unterwegs und seine kommunikative Art setzt er bei Vertriebstrainings und Produktschulungen ein. Der Autor reiste 1981 zum ersten Mal auf die griechischen Inseln, und war von Anfang an begeistert von dem faszinierenden Land und seinen Menschen. Besonders die Kykladen mit ihrem unvergleichbaren Licht haben es ihm angetan.
In  Naoussa auf Paros fand er schnell Freunde und Familienanschluss bei Flora & Dimitri, die er bis heute mindestens einmal im Jahr besucht. Dort hat er über die Jahre viele Menschen aus aller Welt kennengelernt, die ähnlich wie er alle dem idyllischen Ort erlegen sind – »Infected by the Paroan Virus« nenne sie das Verlangen, immer wieder auf diese ägäische Insel zu kommen. Somit ist es nicht verwunderlich das sein Debütroman auf Paros spielt und viele unterschiedliche Charaktere der Langzeit Griechenland Begeisterten er in der Handlung eingefangen hat. Peter Pachel lebt und liebt seit 28 Jahren mit seinem Partner in Köln – die Stadt, die weitaus mehr als Karneval und Kölsch zu bieten hat – und ist ein begnadeter Koch, inspiriert von der ägäischen Küche und die verführerischen Rezepte die er aus Paros mit nach Deutschland bringt.

Griechische Einladung in die Ägäis
Erzählungen, Geheimnisse und Rezepte
Herausgegeben von Deffner, Andreas
160 S., br., € 14,90
978-3-942223-74-4
Herzlich Willkommen in Griechenland! Wir freuen uns, dass Sie unserer Einladung zur zweiten Ausgabe der Griechischen Einladung gefolgt sind. Es erwartet Sie ein spannendes Panoptikum der Literatur, diesmal mit dem Fokus auf der Ägäis. Kurzgeschichten, Essays, Auszüge aus bislang unveröffentlichten Romanen, Reiseberichte, Glossen, Märchen - das Spektrum der Beiträge die uns erreicht haben war gigantisch. So unterschiedlich, wie Griechenland selbst. Die besten haben wir für Sie zusammengestellt. Was wäre Griechenland ohne die Ägäis? Undenkbar. Das Herz des Mittelmeeres versorgt nicht nur die zahllosen Insel der Kykladen, Sporaden oder der Dodekanes mit Leben und Leidenschaft, sondern weit darüber hinaus bis aufs Festland und von dort weiter nach Europa und in die Welt. Die Anthologie will Sie mitnehmen in die Herzkammer des Filótimo, in ein literarisches Schlaraffenland mit griechischer Seele! Kommen Sie also herein und verlieren Sie sich in diesem unserem Wolkenkuckucksheim! Meine zweite Heimat ist das Fischerdorf Toló auf der Peloponnes. Gelegen am westlichen Ende der Ägäis. Seit über zwanzig Jahren verbringe ich unendlich gerne meine Freizeit dort. Wenn ich morgens aufwache und aus dem Fenster blicke, sehe ich auf die aufgehende Sonne, die feuerrot aus der Weite des ägäischen Meeres emporsteigt. Spiegelglatt das Meer, glasklar die Luft. Fischer, die über Nacht auf hoher See ihre Netze ausgeworfen haben, kehren in ihren Kaíkis heim, gefolgt von einem Schwarm Möwen, die satte Beute wittern. Jede von Ihnen trägt ihre eigene kleine Geschichte.
Jeder einzelne Beitrag der uns in den vergangenen Monaten erreicht hat, erinnerte mich an dieses Bild und an die Geschichte von der alten Möwe Stavros. Unveröffentlicht, dennoch tausendfach vorgetragen. Ich habe sie jahrelang meinen Kindern als Gute-Nacht-Geschichte erzählt. Sie soll mein Beitrag in diesem Buch sein. Eine Fabel für die Freundschaft.


Schmidt-Bernhardt, Angela
Oktoberzug nach Riga
Geschichte einer Ermordung
Novelle
144 S., br., € 14,90
978-3-942223-68-3
Marie hat eine weitverzweigte Familie, neben Omas und Opas, Onkeln und Tanten gibt es auch noch eine ganze Reihe Groß-, Urgroßonkel und –tanten. Und manche davon sind verschollen, wie sie im Rahmen einer Semesterarbeit über Stolpersteine für im Holocaust umgekommene Menschen feststellen muss. Wer waren Charlotte und Werner Heimann, Cousine und Cousin ihres Urgroßvaters Conrad, und was ist mit ihnen geschehen? Gleichzeitig begibt sich in Amerika der Journalist John auf die Suche nach Überlebenden und deren Nachkommen, denn sein verstorbener Großvater hat durch seine Bürgschaft Menschen vor den Vernichtungslagern bewahren können. Eine Spurensuche beginnt: von der Stolpersteine auf der Bamberger Straße Nummer 48 in Berlin bis zu einen Oktoberzug, der 1942 nach Riga abging, ein Zug, der Menschen, Gefühle und Erinnerungen transportiert, um systematisch diese in der baltischen Erde zu vernichten. Mit jeder neu entdeckten Spur vervollständigt sich die Geschichte einer Ermordung. Die Vergangenheit beginnt zu leben. Angela Schmidt-Bernhardt beschreibt hier das unruhige Gemüt der jungen Generationen, das die Geschichte ihrer Herkunft und Identität anhand eines bisher schamhaft verschwiegenen Kapitels der eigenen Familie zu hinterfragen beginnt. Es geht ihr dabei um die grundlegenden, universalen Fragen: Wer bin ich wirklich, wenn ich kaum weiß, wer meine Vorfahren sind und woher ich komme? Was haben meine Vorfahren während des Holocaust gemacht und wie soll ich mit deren Taten heute umgehen? Was kann ich tun, dass die Geschichte sich nicht wiederholt?


Fotini Tsalikoglou
Die Geheimnisse der Tochter
aus dem Griechischen von Gesa Singer
158 S., geb., € 21,90
978-3-942223-66-9
Sie war erst elf Jahre alt und verstand nicht, warum ihre Mutter so wenig sprach und nicht wie alle anderen Mütter war. Wenn der Arzt kam, wirkten alle ernst, schlossen die Tür, sprachen vorsichtig. Manchmal hörte sie laute Stimmen und Kristallglas zerspringen. Dann stellte jemand das Radio laut. Dunkel und kompliziert war alles in ihr und um sie herum. Ihr Kopf dröhnte. Da fing sie an zu schreiben, damit sie den Geheimnissen und dem Geflüster besser lauschen konnte, die mit jedem Tag immer weiter wuchsen und anschwollen, so wie ihr Körper, und zu ihren persönlichen Geheimnissen wurden. Durch die Tagebucheinträge, die im September 1959 beginnen, entwickelt sich eine sprachlich und psychologisch fesselnde Erzählung, geschrieben aus der Perspektive eines Mädchens. Die Tochter einer unter schweren Depressionen leidenden Mutter versucht, ihr Leben zu verstehen, das von der emotionalen Abwesenheit der Mutter geprägt ist. Ein Abschiedsbrief des Liebhabers regt die Fantasie des Kindes an, das in dieser verworrenen Situation Orientierung zu finden und bei dem Versuch ihrer Selbstwerdung immer wieder die Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu erregen strebt. Fotini Tsalikoglou ist eine der bekanntesten Psychologinnen Griechenlands und schreibt neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit Romane und Erzählungen. Der psychologische Scharfsinn gibt ihr das Gespür zur eindringlichen Darstellung der Gefühlslage ihrer Protagonistin. Zugleich porträtiert der Roman die Sechzigerjahre in Griechenland; eine Zeit, die noch vom Bürgerkrieg und gesellschaftlichen Beschränkungen bestimmt war, die bis in die Mentalität der Menschen und ihre Konventionen hineinwirkten. Die Geheimnisse der Tochter Fotini Tsalikoglou wurde in Athen geboren und studierte Psychologie an der Universität Genf bei Jean Piaget, wo sie sich auf Klinische Psychologie spezialisierte. Sie ist Professorin an der Abteilung für Soziologie der Universität von Athen und unterrichtet Kriminologie und Psychologie. Ihre Arbeiten umfassen psychologische Fachbücher und Romane. Darüber hinaus veröffentlicht die Autorin Beiträge für Zeitungen und Zeitschriften und äußert sich auch im griechischen Fernsehen zu aktuellen Zusammenhängen von Gesellschaft und psychischen Störungen. Auf eigenwillige Weise erschließt Fotini Tsalikoglou die seelischen Abenteuer der menschlichen Existenz. 

Can, Safiye
Rose und Nachtigall
Liebesgedichte
120 S., geb., € 16,90
978-3-942223-64-5
Sofie Can nimmt es sehr genau mit dem persönlichen Ton. Angefangen von der richtigen Tonalität über die Tonlage oder -farbe des stimmlichen Ausdrucks bis hin zum jeweils einzig passenden Tonfall jeder kleinsten rhythmischen Einheit des poetischen Textes hat sie stets alles präzise im Ohr und wacht darüber als ihrem kostbarsten Eigentum. Es ist ihre Musik. Ihre Liebesgedichte sind eine Art Programmmusik, da tauchen immer wieder Motivverbindungen auf, die dem Leser oder Hörer in gewisse Stimmungen versetzen, Erinnerungen wachrufen, um Safiye wieder zu erkennen. Und zwar auch dann, wenn die vielfältigen Sinnvorstellungen, die dem ›Rose-und-Nachtigall‹-Motiv in der tausendjährigen arabischen und türkischen Tradition zugeordnet wurden, fremd sind. Safiye Can ist Tscherkessin, zu einem türkisch-kulturellen Hintergrund kam sie erst durch den Umstand, dass ihre Vorfahren vor hundertfünfzig Jahren aus dem Kaukasus in die Türkei zwangsumgesiedelt worden sind. Türkisch und Deutsch sind ihre Muttersprachen und in Deutsch entfaltet sie sich nun künstlerisch, bringt jene poetische Programmmusik zum Erklingen, deren exklusiver Sound seinen Ursprung irgendwo in den Zwischenkulturellen haben mag. Safiye Can leitet seit 2004 erfolgreich Schreibwerkstätten an Schulen und ist ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Amnesty International. Die auch als literarische Übersetzerin tätige Autorin erhielt für ihre Gedichte mehrere Literaturpreise. Derzeit studiert sie im Zweitstudium Germanistik und Kunstgeschichte an der Goethe Universität in Frankfurt am Main. www.safiyecan.de

Engelmann, Edit
Scherben vor Gericht
Albtraum eines Premierministers
Novelle
100 S., br., € 14,90
978-3-942223-70-6
 Es ist der Abend vor dem Nationalfeiertag, als ein seltsam Uniformierter eine ebenso seltsame Einladung an den Premierminister übergibt: »Nationalfeiertag, Parlament, großer Plenarsaal, 14:30 Uhr. Geheime Sitzung. Ihr Erscheinen wird hiermit angeordnet. - Der Vorsitzende.« Am Tag darauf findet sich er unerwartet vor Gericht: Aus allen Epochen sind Ankläger erschienen, einige in antike Tuniken gehüllt, andere tragen Stock und Gehrock und wieder andere in Uniformen gekleidet. Was zuerst wie eine Karneval-Veranstaltung aussieht entpuppt sich als ein längst fälliger Prozess, den auch Berühmtheiten wie Zenon, Perikles, Brecht, Macchiavelli, Keynes und sogar Kaiser Augustus ihn nicht entgehen lassen. Der Premierminister und seine Regierungsmitglieder sitzen in der Anklagebank. Ihnen wird der Spiegel ihre Taten vorgehalten: Das gesamtes Land liegt in Scherben! Wie konnte das passieren? Welche Argumente werden die Angeklagten Minister gegen ihre vorgeworfene Wirkungsweise setzen? Zu welchem Urteil werden die Verfechter von Freiheit und Demokratie aus zwei Jahrtausenden kommen?


Knapp, Martin
Olymp
266 S., geb., € 23,90
978-3-942223-78-2
Eine Recklinghäuser Firma will einen Themen-Freizeitpark auf dem Olymp errichten, und das mitten in der Eurokrise, die das deutsch-griechische Verhältnis belastet. Medien und Politik wittern ihre Chance, gegen das Projekt zu protestieren, obwohl die Bevölkerung um den Berg herum die Investition als willkommene Entwicklung sieht. Der Kampf um Arbeitsplätze, soziale Orientierung und politischen Einfluss hat schon längst begonnen, auf den Bildschirmen wie auf der Straße. Nur mit den wichtigsten Betroffenen – den olympischen Göttern – hat kein Sterblicher gerechnet. Sie existieren, trinken Nektar, essen Ambrosia, greifen ab und zu in das Geschehen auf der Erde ein, haben ihre Schwierigkeiten mit der Globalisierung wie mit dem Internet und sind nun richtig wütend auf den beispiellosen Frevel des deutschen Unternehmens. Poseidon will sich an Recklinghausen rächen, während ein deutsch-griechisches Halbgöttertrio den Auftrag erhält, das Projekt ›Freizeitpark Olymp‹ zu verhindern. Doch kann das zusammengewürfelte Gespann aus Staatssekretär, Callgirl und Links-Politikerin die Menschen vor dem Zorn der Götter retten?


Thomas Pregel
Die unsicherste aller Tageszeiten
Roman
372 S., geb., € 23,90
978-3-942223-28-7
Es ist kalt, früh am Morgen und der berühmte ›Torture porn-origins‹-Maler flieht aus Berlin. Er hat Angst vor den Folgen seiner Taten, nicht nur der aus der letzten Nacht: Süchtig nach schmutzigem, anonymem und ungeschütztem Sex mit Männern. Hat er jemanden getötet? Gewissenbisse jagen ihn. Er hofft, auf der Insel Föhr, wo er ein Refugium für seine schmerzende Seele zu finden weiß, Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können. Die Vergangenheit rast erbarmungslos durch sein Gedächtnis, genau wie der Zug, in dem er sich befindet, die Stationen sind von kurzer Dauer, zu kurz, um sich die schreckliche Wahrheit einzugestehen: Wie konnte sich sein Leben nur so entwickeln?
Thomas Pregel kartographiert in seinem Debütroman das Innenleben eines Malers, das beherrscht ist von der Angst, die Realität zu akzeptieren und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Trotz Aufklärung über HIV und AIDS balanciert sein Antiheld auf dem Seil der Ansteckungsgefahr, provoziert mit rohen Sexszenen und fasziniert gleichzeitig mit atemberaubenden Gefühlswelten. Ein Roman über die Kunst, ihre Wahrnehmung und Wertschätzung, eine intime Retrospektive des Künstlers, seines Werdegangs, seiner Inspirationen und Schwächen, und eine Geschichte über die unsicherste aller Tageszeiten, wenn das Herz nach Liebe pocht.
REZENSION: Die Angst vor der Gewissheit

Thomas Pregel wurde 1977 in Bad Segeberg, Schleswig-Holstein geboren. Nach dem Abitur Umzug nach Berlin, um Judaistik, Soziologie und Mittelalterliche Geschichte zu studieren. In seiner Magisterarbeit beschäftigte er sich mit Marcel Proust – diese Arbeit veröffentlichte er im Jahr 2009 auch als Buch unter dem Titel »Lust und Angst. Über die sexuelle Orientierung des Ich-Erzählers in Marcel Prousts ›Auf der Suche nach der verlorenen Zeit‹«. Thomas Pregel ist freier Lektor/Redakteur und lebt in Berlin. Er schreibt Prosa, Kurzgeschichten und Theaterstücke und ist auch in Netz unter www.thomaspregel.de zu finden. In der Anthologie ›Liebe und andere Schmerzen – 16 Herzschläge‹, ist er vertreten mit der Kurzgeschichte ›Dampfbadlotterie‹, die beim Größenwahn Verlag im Juni 2013 erschien. 

Liebe und andere Schmerzen
16 Herzschläge
Herausgegeben von Jannis Plastargias
192 S., geb., € 14,90
978-3-942223-23-2
Kennst du das? Es ist Liebe auf den ersten Blick. Es ist aussichtslos, sagt die Vernunft. Es wird mit Schmerz enden, meint die Angst. Es ist mein Recht, ruft eine Stimme durch die Brust und das Pochen erschüttert Körper und Geist. So geht es auch Olga, die eine schwere Entscheidung treffen muss, Petros, der die Kunst der Liebe erlernt, Morgán, der sich eines Tages verschläft, Carl, dessen bester Sex sein letzter sein wird oder Lennart, der bei seinen poetischen Freunden Rat sucht. Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und die doch eines gemeinsam haben: die Liebe – geträumte, gefühlte, gelebte, gekaufte – die wahre Liebe, so wie sie ist, für jeden anders, für alle ein Grundbedürfnis des Seins. Jannis Plastargias stellt in dieser Anthologie ausgesuchte Geschichten von neuen und besonderen Autoren vor und startet beim Größenwahn Verlag damit die »Queer-Reihe«. In deren Mittelpunkt stehen Schicksale, Erzählungen und Gefühle von Frauen, Männern, Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transen oder Personenkreise – deren Charakterisierungen als Emanzipations- und Schimpfwörter – in unserer Gesellschaft zu finden sind. Ein Hoch auf die Liebe, die kein Geschlecht kennt, alles glaubt, alles erträgt, über allem und allen steht und ohne Wunden, Narben oder Kratzer nicht als echtes Gefühl gelten kann. 16 Herzschläge pochen in diesem Buch. Kannst du sie fühlen? Inhaltsverzeichnis der Anthologie mit Autorenfotos
Eine Deutsch-türkische Männerfreundschaft mitten im Leben


Levend Seyhan
Torben stirbt im Wohnzimmer
Roman
186 S., geb., € 21,90
978-3-942223-27-0
Kaan spielt Tennis, klettert die Weltrangliste hoch, wird von den Massen bejubelt. Und Kaan ist ein Träumer, denn in Wirklichkeit ist er ein junger Mann mit türkischem Migrationshintergrund, der Vater gestorben, die Freundin ausgezogen, und nun auch ohne Job. Kaans Leben steckt in einer Sackgasse. Da erscheint plötzlich nach einer längeren Zeit im Ausland sein alter Freund Torben und nistet sich in seiner Wohnung ein. Er bringt nicht nur frischen Wind in Kaans Welt, sondern auch schlechte Nachrichten: Torben ist krank. Für Kaan beginnen die Erinnerungen an die Vergangenheit zu erwachen. Levend Seyhan beschreibt in seinem Debütroman die Kraft einer Freundschaft zwischen zwei ungleichen Männern: Torben, pragmatisch, spontan, lebenshungrig, Kaan dagegen träumerisch, introvertiert, verzagt. Wer kann wem helfen, wenn das Leben beiden mit aller Wucht ins Gesicht schlägt? Wer wird dem anderen jetzt eine Stütze sein? Eine Hommage an die Freundschaft und eine Hymne auf die elementare Hoffnung, die manchmal mitten im Wohnzimmer auf dich wartet. Tagein, tagaus. Siehst du sie?

Levend Seyhan wurde 1978 als Sohn Türkischer Gastarbeiter in Wesel geboren. Abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaft an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz mit Zwischenspiel an der Universität zu Köln in den Fächern Germanistik, Geschichte und Philosophie. Praktika in den Bereichen Film und Fernsehen bei Colonia Media Köln, WDR und @cineteam. Mitglied der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Frankfurt am Main und Ehrenamtlich beim Jugendwerk ›kriegkstr12‹ tätig. Projektleiter des ›JuLiP‹ Frankfurter Jugend-Literatur-Preis. Er schreibt Prosa, Gedichte, Drehbücher und Essays, arbeitet im Buchhandel und lebt in Frankfurt am Main. Seine Kurzgeschichte »Liebe und andere Schmerzen« erschien in der gleichnamigen Anthologie beim Größenwahn Verlag im Juni 2013.


Maria Skiadaresi
Das Herz nach Istanbul tragen
Roman, aus dem Griechischen von Brigitte Münch
294 S., geb., € 22,90
978-3-942223-29-4
Orestis – verheiratet, eine Tochter – fliegt mit begründeter Angst geschäftlich nach Istanbul, denn zwischen Goldenem Horn und Bosporus wartet die unbewältigte Vergangenheit auf ihn: Kindheit in Athen, Studium in England und eine Studienreise in die Türkei, die ihm das Unerwartete brachte: Murad – die Liebe seines Lebens. Nichts ist jemals für ihn klar geworden, nicht einmal die sexuelle Orientierung. Dreißig Jahre danach trägt er ein vernachlässigtes Herz in die Stadt seiner Träume. Er hört es schlagen. Er hört es klagen. Er hört es fragen. Was ist aus Murad geworden? Maria Skiadaresi, eine der bekanntesten Schriftstellerinnen der griechischen Gegenwartsliteratur,  beschreibt das faszinierende Psychogramm eines Mannes, der im Schatten seiner dominanten Frau lebt und erst im Herbst seines Lebens nach einem Ausgang aus dem Irrgarten der Gefühle sucht. Ihr Roman ist eine Liebeserklärung an Istanbul und eine Ode an die Liebe, die über Geschlecht und Nationalität steht, sich weder um sozialen Status noch um Ideologie schert und in jedem Körper ein Zuhause finden kann, weiblich oder männlich – die Liebe kennt keine Unterschiede.

Maria Skiadaresi, 1956 in Athen geboren, studierte Geschichte und Archäologie an der Philosophischen Fakultät der Universität Athens. Sie beschäftigte sich mit der Prähistorischen Archäologie sowie mit der Neueren Geschichte. Sie arbeitete jahrelang bei archäologischen Ausgrabungen in Kreta und lehrte gleichzeitig Geschichte an einem französischen Lyzeum. Maria Skiadaresi schreibt Märchen, Erzählungen, Essays und Romane für Kinder und Erwachsene, übersetzt französische und türkische Märchen und schreibt literarische Kritiken. Viele ihre Texte erscheinen regelmäßig in Zeitschriften, Zeitungen und Anthologien. Einige ihrer Werke wurden ins Katalanische übersetzt. Sie ist Mitglied der Gesellschaft Griechischer Schriftsteller. Die Autorin lebt in Athen, flüchtet jedoch regelmäßig auf den Helikon, den Berg der Musen, zu einer Gruppe, die sich mit Tieraufzucht und Obst- und Gemüseanbau beschäftigt.


Antonia Pauly
Entspannung
Kommissarin Mylona und die Gefahren des Yoga
176 S., geb., € 19,90
978-3-942223-26-3
In Griechenland ist die Finanzkrise längst angekommen, auch die Ferieninsel Zakynthos spürt ihre Wirkung: Spärliche Hotelbuchungen und leere Tische in den Tavernen. Ausgerechnet das gestohlene Notebook eines Österreichers, der auf der Insel eine Yoga-Schule betreibt, sorgt für Aufruhr in der Polizeizentrale. Als dann die Leiche der deutschen Renate Lindenfeld gefunden wird, wächst erst recht die Angst, dass noch die letzten Touristen aus der Insel wegbleiben könnten. Die Mordkommission steht unter Druck, es ist erst Mai, und ein Mordfall ist nicht die beste Werbung für die beginnende Ferienzeit.
Kommissarin Eleni Mylona und ihre beiden Inspektoren bekommen es im Haus Sonnengruß mit seltsamen Esoterikern und einem smarten Yogi zu tun.  Im Rahmen ihrer Ermittlungen erhalten sie nicht nur Einblicke in Meditation und Yoga-Stellungen kennen, sondern auch in die Geheimnisse der Urlauberinnen. Aber wer hatte ein Interesse am Tod der bieder und schüchtern wirkenden Yoga-Touristin? Warum ist der immer weiß gekleidete Guru, so ruhig? Und welche Rolle spielt die merkwürdige Kräuterexpertin mit den Namen Shankara?
Antonia Pauly führt in ihrem zweiten Fall die Kommissarin Eleni Mylona hinter die Fassade des Wohlfühl-Tourismus. Sie beschreibt von den Gefahren der menschlichen Seele, die auf der Suche nach Erleuchtung und Veränderungsdrang, auf falsche Wege geraten. Das in eine idyllische Landschaft eingebettete Yoga-Haus ist jedenfalls keine Garantie für die ersehnte Entspannung. Und für manche wird diese Erkenntnis die letzte sein …

Antonia Pauly studierte Klassische Archäologie, Byzantinistik sowie Vor- und Frühgeschichte in Würzburg und promovierte mit einer Arbeit über Schildkröten in der Antike. Sie arbeitete für das Erzbistum Köln und für das Rheinische Landesmuseum in Bonn. Seit 2000 ist sie als Schriftstellerin, freie Texterin und Journalistin tätig.

Das Größenwahn Märchenbuch
Band 1
Herausgegeben von Edit Engelmann
109 S., geb., € 16,90
978-3-942223-30-0
Im Dezember 1812 erschien das erste Märchenbuch der Gebrüder Grimm. 200 Jahre später fragte sich der Größenwahn Verlag, was wohl aus den Märchenfiguren geworden wäre, lebten sie noch heute. Daraus entstand die Idee, einen Wettbewerb auszuschreiben und auf die Suche nach neuen Märchen zu gehen. Welche Geschichten würden Autoren von heute erfinden? Wie sieht ein neues, modernes Märchen unserer Zeit aus? Die besten Märchen des Wettbewerbs sind in diesem Buch gesammelt und zeugen von wundersamen Begebenheiten, von Königen, Weisen und Feen, Zauberern und Hexen, verwunschenen Tieren, und von kleinen und großen Menschen, die zu Helden aufsteigen. Es werden alle bekannten Register gezogen und alle Regeln verletzt, natürliche und übernatürliche Kräfte müssen her, Zaubersprüche werden neu formuliert und magische Suppen gekocht. Tage und Nächte werden vergehen, Schwierigkeiten überstanden, Rätsel gelöst, um am Ende das Gute als Sieger zu küren.
Die Jury  bestand aus dem Märchen- und Grimmexperten Prof. Dr. Heinz Rölleke, Dieter Gring (Intendant der Märchenfestspiele Hanau), Dr. Hanna Dose (Leiterin des Märchenmuseums Bad Oeynhausen), Heike Ließmann (Programm-Redakteurin beim hr2 Radio Kultur), Ute Petkakis (Leiterin der Bibliothek des Goethe Instituts in Thessaloniki), Hans-Jürgen Heine (Mitbegründer des Café Größenwahn) und Edit Engelmann (Lektorin beim Größenwahn Verlag. Es war nicht immer leicht eine Entscheidung zu treffen, aber schlussendlich hat sich die Jury für genau diese Märchen aus den zahlreichen Einsendungen entschieden, weil hier die Fantasie der Autoren lebendig, eigenartig, einzigartig und »märchenhaft« war.


Thomas Sträter
Größenwahn Küche
Rezepte aus der Lenaustraße
202 S., geb., € 29,90
978-3-942223-01-0
»Alt 68er«, Schwule, Lesben, Grüne, Linke, Nordendler, Künstler – im Café Größenwahn trifft Politik auf Religion und Kunst auf Soziales, und das seit 35 Jahre. Die Eckkneipe – ein Restaurant mit eigenem Flair – gehört zu den beliebten und mehrfach ausgezeichneten Gaststätten Frankfurts, denn kreatives Essen mit frischen, saisonalen Zutaten wird hier großgeschrieben. Küchenchef Thomas Sträter hat in diesem Buch die ›typische‹ Rezepte des Größenwahns gesammelt, die sich durch Raffinesse und Charakter kennzeichnen, heute immer noch auf die täglich wechselnde Menüspeisekarte zu finden sind und zu den Klassikern der Größenwahn-Küche avancieren.

Thomas Sträter, geboren 1966, absolvierte eine Ausbildung zum Restaurantfachmann und Koch bei Steigenberger Berlin. Nach Stationen in Berlin, Nürnberg und der Oberpfalz übernahm er 1990 die Küchenleitung im Cafe Größenwahn/Frankfurt. Inzwischen Vater von zwei Kindern,  hat er seit nunmehr 25 Jahren maßgeblich zum Erfolg dieser Frankfurter Institution beigetragen. Thomas Sträter bevorzugt die bodenständig-regionale Küche, die er gerne durch mediterrane, aber auch asiatische Anregungen bereichert.
19 Geschichten mit passendem Rezept


Andreas Deffner
Das Kaffeeorakel von Hellas
Abenteuer, Alltag und Krise in Griechenland
262 S., geb., € 19,90
978-3-942223-31-7
Kaffeetrinken ist die Lieblingsbeschäftigung der Griechen. Aber niemals alleine – immer in »parea« – in Gesellschaft, um miteinander zu reden, zu erzählen, zu diskutieren. Ein Glas Wasser und Süßigkeiten gehören dazu serviert. Der »ellinikós« – der griechische Mocca-Kaffee – hat das ganze Jahr Saison und im Sommer wird der Frappé – ein eisgekühlter Kaffee – bevorzugt. Es dauert nicht lange, Bekannte und neue Gesichter gesellen sich dazu, Stühlen werden gerügt, Geschichten erzählt, Neuigkeiten ausgetauscht und Freundschaften begründet.
Andreas Deffner kennt die Gewohnheiten der Griechen – seit Jahren ist dieses Land seine »zweite Heimat« geworden – der Alltag beginnt »relaxt« mit kaffeetrinken und endet in irgendeinem unvorhergesehenen Abenteuer. Somit nimmt der Autor seine Leser fernab von Touristen-Zentren mit, um das unendlich-schöne Griechenland wiederzuentdecken, das trotz Finanz-Krise, immer noch seine authentische Gastfreundlichkeit bewahren hat.
In diese Neuauflage liefert er Geheimnisse der Griechischen Küche. Nach jeder Geschichte wird das passende Rezept dazu serviert, denn Griechenland ohne essen und trinken, ist unvollkommen. Von der Wildschweinkeule im Römertopf bis zur Wassermelone mit Feta, 19 Erzählungen laden sie ein in das obskure Land der Hellenen zu reisen.
Und wenn sie Glück haben treffen Sie auf einer den zahlreichen Kaffee-Leserinnen, die bei jeder Nachbarschaft zu finden sei. »Ela, o kafés su! – Komm, dein Kaffee!«, wird sie sagen und die Innenseite ihrer »gemalte« Tasse zeigen. Sie werden sich fragen ob all diese Tiere, Buchstabe und Zahlen, die sich gebildet haben, ihre Zukunft ist, und das Kaffeeorakel von Hellas wird erzählen von einer lange, lange Reise … da, in Richtung Tassenrand. Sehen sie es auch?

Andreas Deffner wurde 1974 in Gladbeck, im Ruhrgebiet geboren. Er hat lange Zeit im Rheinland gelebt und wohnt heute mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Potsdam. Seine ›Zweite Heimat‹ aber ist Griechenland. Seit er nach dem Abitur im Jahr 1993 das erste Mal nach Hellas gefahren ist, war er von Land, Leuten und Kultur begeistert. Und so fährt er, wann immer die Zeit es zulässt, »nach Hause«, nach Tolo. In dem kleinen Fischerdorf auf dem Peloponnes fühlt er sich ebenso heimisch wie in Potsdam, Gladbeck oder Berlin. Und Oma Vangelio hat immer gesagt: »Junge, du bist in Toló groß geworden!« Veröffentlichungen: »Filotimo! – Abenteuer, Alltag und Krise in Griechenland«, Vlg. Größenwahn / Frankfurt, 2012.

Literatur und Gaumenfreude:

Griechische Einladung
Erzählungen, Geheimnisse und Rezepte
Herausgegeben von Edit Engelmann
120 S., br., € 12,90
978-3-942223-22-5
Dürfen wir Sie zu einem Symposion einladen? Nein, keine Angst. Nicht zu einem wissenschaftlichen Kongress mit trockenen Vorträgen und noch langweiligeren Analysen. Vielmehr zu einem Symposion wie sie in der griechischen Antike an der Tagesordnung waren. Zum Reden, Diskutieren und Philosophieren. Unsere Autorinnen und Autoren erzählen Geschichten aus und von Griechenland. Über Liebe, Hoffnung und Glauben, über alltäglichen Konfrontationen, Begegnungen und Abschied, über das Leben in der Krise und die Träume für die Zukunft. Eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wein gehören dazu, ein Mezé zum Ouzo wird garantiert, bevor Sie nach und nach Spezialitäten serviert bekommen, bis beinah der Tisch sich biegen wird. So wie es sich in Griechenland gehört: Essen, trinken, leben.
Nach dieser Einladung sind sie ein ›Filos‹ – ein Freund geworden. Sie kennen unsere Geschichten, unsere Geheimnisse, auch unsere Rezepte. Wahrscheinlich werden Sie noch nicht alle Gerichte dieses Buches nachkochen können, aber das macht nichts. Sie haben viel Zeit. Eine richtige griechische Freundschaft ist eben viel mehr als nur ein Symposium. Sie ist nachhaltig, reich und fruchtbar. Und wen die griechische Leidenschaft Sie erst einmal gepackt hat, dann kommen Sie nicht so schnell von ihr los. Mit der »Griechische Einladung« ist uns hoffentlich ein schmackhafter Einstieg gelungen, der Lust auf mehr Griechenland und Appetit auf weitere köstliche literarisch-kulinarische Genüsse macht. Die Autorinnen und Autoren wünschen alle Leserinnen und Lesern: »Jamas!« und »Kali Orexi«.


Monika Schmidt
Das verlockende Blau
Eine Deutsche in Griechenland
Lebensgeschichte einer Deutscher Frau die nun eine Griechin ist.
80 S., geb., € 16,90
978-3-942223-21-8
1987 ging Monika Schmidt als Reiseleiterin auf die Insel Ägina. Doch sie sollte anschließend nicht nach Deutschland heimkehren, sondern in Griechenland ihr neues Zuhause finden. In ihrer Erzählung beschreibt sie die Konflikte, die entstehen können, wenn man sich in ein neues Land integriert. Eine Hommage an die Herausforderungen und die Schönheit des bikulturellen Zusammenlebens.
INHALTSVERZEICHNIS
Wer erinnert sich an Alfons?


Akrivos, Kostas
Alfons Hochhauser – Der Barfußprophet von Pilion
Übersetzt von Schlumm, Hans B.
200 S., geb., € 21,90
978-3-942223-19-5
»Er gab niemals einen Anlass oder gar Grund, ihm etwas Schlechtes nachzusagen. Und in den Diebstahl der Ikonen und das Unglück mit dem Haifisch, der die Wienerin gefressen hatte, war Alfons überhaupt nicht verwickelt. Er war ein Mensch ohne Fehl und Tadel, ein Diamant. Natürlich hatte er auch viele dunkle Seiten, die wir nicht kannten und die uns weiterhin unbekannt bleiben. Alfons, wenn du es genau wissen willst, war wie ein Gott; je mehr man versucht, zu erfahren, aus welchem Holz so ein Gott geschnitzt ist, desto unbegreiflicher wird er …« Eine wahre Geschichte und sie Suche nach der Wahrheit: Ein Reporter versucht Informationen zu sammeln und wird mit Tatsachen konfrontiert: Die Einführung des sanften Tourismus in Griechenland durch einen Österreicher, sein unbändiger Freiheitsdrang und Streben nach Unabhängigkeit, sogar Greta Garbo schreibt über diesen Mann: »Alles bei Ihnen ist anders als in der restlichen Welt. Ich danke Ihnen für Ihre Gastfreundschaft.« Wer war Alfons Hochhauser wirklich? Kostas Akrivos ist 1958 in Volos geboren, der Stadt Jasons, bekannt durch die Argonauten-Sage. Er studierte Mittlere und Neuere griechische Literatur und ist seit 1983 Lehrer für Neugriechisch in der Sekundarstufe. Seinen Auftritt in der Literatur hatte er 1985, als er mit dem ersten Preis für junge Autoren in einem Wettbewerb der Tageszeitung TA NEA ausgezeichnet wurde. Kostas Akrivos schreibt Romane, Biographien, Kurzgeschichten und Schulbücher. Seine Werke sind in vielen Anthologien erschien und in mehere Sprachen übersetzt worden. Er ist Mitglied des Griechischen Autoren Verbands, Leiter der Reihe ›Eine Stadt in der Literatur‹ beim Metaichmio Verlag und außerdem als freier Journalist tätig. Der Autor chattet gerne mit seinen Freunden über Facebook (username: Kostas Akrivos), er bereist viele Länder und ist leidenschaftlicher Bergsteiger der wunderbaren Gipfel der Pilion-Berge, wo er das wechselnde Licht der Region Magnesiens mit seiner Kamera festhält. Das vorliegende Buch ist vom Nationalen Buchzentrum Griechenlands (EKEBI) und der Zeitschrift DIAVAZO in der Nominierungsliste für den Literaturpreis 2011 ausgezeichnet worden.

Willkommen in der Welt des kultivierten Wahnsinns

Patentalis, Michalis
Das bezaubernde Lächeln der Ann Ewill
Surrealistische Geschichten
100 S., geb., € 16,90
978-3-942223-14-0
Nicole Kidman besucht eine dunkle Gefängniszelle – mit fatalen Folgen für den Inhaftierten; ein polnischer Gastarbeiter entdeckt, dass das Jenseits keineswegs frei von Rassismus ist, und ein naives Rotkäppchen erfährt, dass böse Wölfe auch in modernen Zeiten ihr Unwesen treiben. Nachbarschaftsgeheimnisse, verlorene schwarze Ohrringe, oder Augen, die aus dem Aquarium heraus den Raum beobachten sind nur einige Zutaten für diese hintergründig-provokative Lektüre – die mit zielgenauer Metaphorik und zugleich beschwingter Leichtigkeit mal ein entzücktes Lächeln, und mal ein amüsiertes Gelächter auslöst und mit einem ganz neuen Blick auf unsere absurde Gesellschaft verblüfft. In atemberaubend grotesken Zerrbildern fördert der in Düsseldorf geborene Autor Michalis Patentalis Geschichten aus dem menschlichen Unterbewusstsein zutage. Mittels Traumerlebnissen, verdrehten Perspektiven und abstrus scheinenden Sichtweisen führt er den Leser in eine irrationale Welt: »Alles begann an jenem merkwürdigen Abend. Der Mond, einem riesigen berauschten Auge ähnelnd, versuchte vergeblich seine vorgeschriebene Umlaufbahn um die Erde einzuhalten. Plötzlich ein kleines Stolpern an den Himmelsstufen, und der Mond stürzte in voller Größe in Petes Hirn hinein ...«
Inhalt:
DAS BEZAUBERNDE LÄCHELN DER ANN EWILL
EIN UNFALL BEIM BBC
EINE ERNSTHAFTE ERFINDUNG
DIE POL(L)EN FLIEGEN IM FRÜHLING
SCHATTENSPRUNG
DAS GEHEIMNIS DES NACHBARN
DER SCHWARZE OHRRING
EINE MUH, EINE MÄH
AUGEN IN EINEM AQUARIUMGLAS
DIE BISSOFFS
STILLGESTANDEN
DAS ROTKÄPPCHEN IN DER STADT
BIOGRAPHISCHES


Deffner, Andreas
Filotimo!
Abenteuer, Alltag und Krise in Griechenland
200 S., geb., € 19,90
978-3-942223-15-7
Was? Sie kennen ›Filotimo‹ nicht? Das ist die spezielle Einstellung der Griechen zum Leben. Filótimo – mehr als ein Wort. Es beschreibt das Gefühl bei guten Freunden zu sein, Gastfreundschaft zu geben und zu erfahren. Die Griechen leben es mit Leib und Seele: 2-3 positive Gedanken, 1 l Lebensgefühl, 500 g Gastfreundschaft, 1 ganze reife Freundschaft (Frucht ohne Haut), 10 Tropfen Unterstützungsgefühl, Etwas Stolz, Würde und Pflichtbewusstsein (aus dem Vorratsschrank) und für die Sauce …  Nach dem Erfolg seines ersten Buches „Das Kaffeeorakel von Hellas“ berichtet Andreas Deffner in elf Erzählungen von seinen Erfahrungen und Erlebnissen in Griechenland, die Land und Leute herzlich und authentisch zeigen. In den Menschen unterschiedlichster Couleur, vom Olivenölhändler bis zum Fischer, begegnet uns das echte Griechenland, abseits aktueller Wirtschafts- und Finanzkrisen. Im Alltäglichen zeigt sich die reine, echte Form des Filótimo am besten. Und wenn Ihnen das Lesen Lust auf mehr macht, probieren Sie die original landestypischen Rezepte aus, zusammengetragen auf den Reisen quer durch Griechenland. Andreas Deffner wurde am 31. Januar 1974 in Gladbeck, im Ruhrgebiet geboren. Er hat lange Zeit im Rheinland gelebt und wohnt heute mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Potsdam. Seine "Zweite Heimat" aber ist Griechenland. Seit er nach dem Abitur im Jahr 1993 das erste Mal nach Hellas gefahren ist, war er von Land, Leuten und Kultur begeistert. Und so fährt er, wann immer die Zeit es zulässt, »nach Hause«, nach Tólo. In dem kleinen Fischerdorf auf dem Peloponnes fühlt er sich ebenso heimisch wie in Potsdam, Gladbeck oder Berlin. Und Oma Vangelió hat immer gesagt: »Junge, du bist in Tólo groß geworden!« In seinem Hauptberuf ist Andreas Deffner als Persönlicher Referent des Staatssekretärs im Bundesministerium für Gesundheit tätig. Nach seinem Fachhochschulstudium und der anschließenden Tätigkeit beim Kranken- und Rentenversicherungsträger Bundesknappschaft ging er 1999 als Beamter zum Bundesministerium für Gesundheit nach Bonn, wo er einige Jahre im Bereich Leistungs- und Beitragsrecht der gesetzlichen Krankenversicherung tätig war. Nach seinem berufsbegleitenden Masterstudium des Europäischen Verwaltungsmanagements, in dessen Rahmen er u.a. ein Praktikum im griechischen Gesundheitsministerium in Athen absolviert hat, wechselte er als Pressereferent des Bundesgesundheitsministeriums nach Berlin, wo er seit 2005 tätig ist. Seit 2008 ist er Persönlicher Referent des beamteten Staatssekretärs. 

Pauly, Antonia
Himmelfahrt
Kommissarin Mylona ermittelt auf Zakynthos
200 S., geb., € 19,90
978-3-942223-18-8
Kommissarin Mylona ist dem brutalen Arbeitsalltag bei der deutschen Polizei entflohen und hat eine Stelle auf der griechischen Insel Zakynthos angenommen. Doch dann wird ein Hotelier grausam ermordet. Die Suche nach Täter und Motiv wird für die Kommissarin und ihre Inspektoren zu einem Rennen mit der Zeit. Der erster Fall der Kommissarin Mylona wird ein Rundgang durch die Insel Zakynthos sein, dort wo die bedrohte Careta-Careta Schildkröte beheimatet ist, der heilige Dionyssios Stadt und Insel beschützt und der weltberühmter Navajo-Strand sich befindet. Ein spannender Krimi unter der griechischen Sonne. Antonia Pauly studierte Klassische Archäologie, Byzantinistik sowie Vor- und Frühgeschichte in Würzburg und promovierte mit einer Arbeit über Schildkröten in der Antike. Sie arbeitete für das Erzbistum Köln und für das Rheinische Landesmuseum in Bonn. Seit 2000 ist sie als freie Texterin und Wirtschaftsjournalistin tätig.

Ein gefährliches Abenteuer zwischen Politik, Kultur und Freiheit eines Volkes.

Leonidas Th. Chrysanthopoulos
Aufbruch in Armenien
Chronik eines Diplomaten
200 S., Gb., € 18,90
978-3-942223-13-3
Der erste griechische Botschafter in Armenien, der damals (Juli 1993-Februar 1994) auch die Präsidentschaft der EU repräsentierte, erzählt uns die Insider-Story, wie externe Mächte während des fehlgeschlagenen Coup d’état im Oktober 1993 in Moskau die Unabhängigkeit Armeniens bedrohten.
Aus dm Inhalt:
ARMENIEN IM JAHR 1993
DER BERGKARABACH KONFLIKT
ARMENIEN UND DIE TÜRKEI
DIE STREITKRÄFTE VON BERGKARABAKH EROBERN AGHDAM
MOSKAU-ATHEN
DIE EREIGNISSE IN MOSKAU IM OKTOBER 1993
EJMIADZIN: DER SITZ DES ARMENISCHEN PATRIARCHEN
ANI-GYUMRI-YAGHDAN
WIE SICH DIE LAGE IN GEORGIEN VERSCHLECHTERTE
ZWISCHENSPIEL: VEREINTE NATIONEN
DER WAFFENSTILLSTAND WIRD GEBROCHEN
ABENTEUER IM KAUKASUS
DER BERGKARABAKH KONFLIKT GEHT WEITER
ASERBAIDSCHAN ERÖFFNET DIE WINTEROFFENSIVE
DIE KURDEN VON ARMENIEN
DER ATOMMEILER METZAMOR
RUSSLANDS FRIEDENSINITIATIVE SCHEITERT


Brigitte Münch
Geschenk vom Olymp und andere Bescherungen
Neue Ägäische Geschichten
200 S., Br., € 14,90
978-3-942223-12-6
16 gefühlvolle Geschichten erzählen von Begegnungen zwischen heutigen Menschen und Götter-Helden-Musen der Antike, die sich unter die Sterblichen mischen, um sie mit Weisheit, Liebe, Hoffnung und dem Glauben an den Geist einer scheinbar verlorenen Zeit zu beschenken.


Stefano Polis
Milch in Papier
Kindheit und Jugend zwischen zwei Kulturen
Autobiographische Erzählung
224 S., Gb., € 23,90
978-3-942223-08-9
Mit welcher Ignoranz doch manche Erwachsene ausgestattet sind: »Einem Kind muss man nicht viel erklären.« - »Darüber hinaus verstehen Kinder so etwas nicht.« - »Außerdem vergessen Kinder schnell.« Wenn Eltern zu »Gastarbeitern« wurden, ließen sie ihre Kinder oft in der Heimat zurück. Über die Folgen haben sie nicht nachgedacht, auch war ihre wirtschaftliche Situation häufig so desaströs, dass sie sich über alle möglichen Rücksichten hinweg für die Arbeitsmigration entschieden. Dass das Leid ihrer Kinder sich später einmal zurückmelden könnte, haben viele nicht erwartet. Hier kommt nun ein solches Kind zu Wort, Jahre später: Als Erwachsener erinnert sich Stefano Polis an die harte und verwirrende Lebenssituation, ein zwischen den Ländern wanderndes Gastarbeiterkind zu sein. Er erzählt von den aufreibenden Gefühlen, die mit Trennung und Abschiedsschmerz einhergehen, und vom langen Weg der Integration in seine neue Heimat.»Heute lebe ich in einem Land, das ich mein Zuhause nenne, und bin Part einer Kultur, die ich liebe. Ich esse von den Speisen, die mir zu Beginn fade und teilweise ungenießbar vorkamen. Ich spreche die Sprache eines Volkes, die mich am Anfang so oft zum Lachen gebracht hatte, und möchte nirgendwo anders leben als in diesem wundervollen Land.« Stefano Polis - geboren 1965 in Kozani/ Griechenland, ist eines von vielen sogenannten Kofferkindern der Gastarbeiter in Deutschland. Er verbrachte seine Kindheit zwischen Griechenland und Deutschland und besuchte jeweils dort die Schule. Nach seinem Schulabschluss in Düren und der Ausbildung zum Friseur folgten 1987 die Meisterprüfung und die Eröffnung eines eigenen Friseursalons. Stefano Polis ist seit 1994 verheiratet, hat zwei Kinder und lebt heute in Jülich bei Düren. Er hat schon früh angefangen, Gedichte, Prosa, Kurzgeschichten und Film-Drehbücher zu schreiben. »Milch in Papier« ist seine erste Publikation.



Brigitte Münch
Die blaue Tür
Ägäische Geschichten
172 S., Br., € 12,90
978-3-942223-03-4
Sommer, Strand und Urlaub in der Ägäis. Essenzen für 17 einfühlsame Geschichten. Die Autorin lebt seit über 25 Jahren auf der Insel Naxos, sie kennt die Schicksale der Einheimischen, sie spürt die Sehnsüch-te der Reisenden, sie erzählt uns von ihnen. Brigitte Münch 1947 in Düsseldorf geboren, arbeitete mehrere Jahre in Buchhandlungen, Bibliotheken, sowie in Buch- und Zeitungsverlagen. Von 1980 bis 1985 arbeitete sie in Ägypten als freie Mitarbeiterin bei Radio Kairo, im Local European Service als Programmgestalterin, Sprecherin und Übersetzerin für Deutsch, Englisch und Griechisch. Seit 1985 lebt sie ständig auf der griechischen Insel Naxos. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen als Schriftstellerin, Übersetzerin griechischer Literatur ins Deutsche, sowie als Autorin touristischer Broschüren und Reiseliteratur. In Kürze will sie weitere Ägäische Geschichten herausbringen.

Jannis Plastargias
Plattenbaugefühle
Jugendroman
166 S., Br., € 12,90
978-3-942223-07-2
Die erste Liebe, die Träume in der Pubertät, die Veränderungen der Umgebung, das Wahrnehmen der eigenen Interessen: Ein Roman für Jugendliche ab 16 Jahren, der sich um die sexuelle Identität zweier Jungen dreht - einer deutsch-türkischen Beziehung, mitten in Deutschland. Den Hintergrund bildet die realistische Beschreibung des Lebens in einer Plattenbau-Siedlung und die Verständnis-Schwierigkeiten zwischen den Kulturen. Jannis Plastargias, 1975 in Kehl am Rhein geboren, Sohn griechischer Gastarbeiter. Nach dem Studium Lehramt Grund- und Hauptschule folgte ein Ergänzungs-studiengang Diplom-Pädagogik mit Schwerpunkt Interkultureller Erzie-hung. Als Schulsozialarbeiter in Karlsruhe und als pädagogischer Mitarbeiter in Darmstadt tätig. Auf-baustudiengang Buch- und Medien-praxis an der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit den Schwer-punkten Kulturredaktion in Rund-funk, Zeitung und Fernsehen, sowie Literaturkritik, Lektorat, PR und Öffentlichkeitsarbeit im Verlagswe-sen. Seit Schuljahr 2011/ 2012 ist er Klassenlehrer in der Erasmus-Grundschule in Frankfurt.

Xenos in Griechenland
Erzählungen deutschsprachiger Immigranten
256 S., Br., € 16,90
zweisprachig
978-3-942223-06-5
»Hals über Kopf  hat sich Eva dazu entschlossen, mit ihrer großen Liebe nach Griechenland zu ziehen. Keinen Gedanken hat sie daran verloren, wie das Leben sein wird in einem fremden Land …« Deutsche und deutschsprachige Immigranten erzählen aus ihrem Leben in Griechen-land: über Begegnungen, Erfahrungen und ihre Gefühle. 19 ausgewählte Beiträge des Kurzgeschichtenwettbewerbs »Xenos in Griechenland« werden zweisprachig - im deutschen Original und in griechischer Übersetzung - präsentiert. Der Wettbewerb wurde aus Anlass des 50-jährigen Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und Griechenland vom Goethe-Institut Thessaloniki in Zusammenarbeit mit dem Größenwahn Verlag Frankfurt am Main veranstaltet.

Bewegt
Herausgegeben von Sewastos Sampsounis für die Gesellschaft der Griechischen AutorInnen in Deutschland e.V.
312 S. Br., € 16,90
978-3-942223-02-7
zweisprachig
Aus Anlass des 50-jährigen Anwerbe-Abkommens zwischen Deutschland und Griechenland stellt sich die Gesellschaft der Griechischen AutorInnen in Deutschland e.V. mit 17 Kurzgeschichten vor über Heimweh, Integration, Sehnsucht und Vertrauen. Begriffe zwischen zwei Kulturländer.
AutorInnen und Titel der Kurzgeschichten:
THALIA ANDRONIS: Island
ELENI DELIDIMITRIOU-TSAKMAK?: Der Sitzplatz des Anderen
SOKRATES GIAPAPAS: Immer in Bewegung
ELSA KORNETI: Die Weihgabe
GIORGOS KROMMIDAS: Nichts geht mehr
PETROS KYRIMIS: Eine heldenhafte Nacht
KYRO PONTE: Die Anemonen
ALEXIOS MAINAS: ›?‹
BRIGITTE MÜNCH: Warten auf Äsop
DIMITRIOS NOLLAS: Mantzikert
ELENA PALLANTZA: Spuren im Schnee
MICHALIS PATENTALIS: Stillgestanden
SEVASTOS P. SAMPSOUNIS: Hier kommst du nicht durch, Maria...
STAVROS STAVRIANIDIS: Ich bin Schriftsteller
LOUKIA STEFOU: 4.33´ Musik der Stille
ELENI TOROSSI: Rehalgelismen
GIORGOS VALASIADIS: Georg der Glocken-Heilige


---home[Beachten Sie bitte den Haftungsausschluss im Impressum!]
BesTellBuch@T-Online.de
zurück nach oben