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Herbstreise 2017


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Filmkalender 2018
208 S., br., Abb., 9,90 €
Bestseller

Christian G Salis
Der Böse steht noch einmal auf ...
und andere Klischees aus Hollywood-Filmen
112 S., br., 9,90 €

Aus dem Programm:......................................................................LINKs:...BERLINALE..................................filmgeblaetter.

Phlipp Blum
Experimente zwischen Dokumentar- und Spielfilm.
Zu Theorie und Praxis eines Ästhetisch 'queeren' Filmensembles.
304 S., br., € 34,00
978-3-89472-709-3
Die Studie beschreibt und analysiert Filme, die uneindeutig zwischen Dokumentar- und Spielfilm stehen und präsentiert die gattungsmäßige Unterbestimmtheit solcher Filme als ihr wesentliches ästhetisches und reflexives Potential. Anders als es in den Begriffen wie mockumentary, fake-documentary und/oder fingierter Dokumentarfilm zum Ausdruck kommt, werden solche Filme als formal offene Experimente zwischen Dokumentar- und Spielfilm aufgefasst und gerade nicht als Spielfilme im Gewand des Dokumentarischen. Tatsächlich bringen diese Filme in ihren Gattungsverkreuzungen und -verflüssigungen hergebrachte Sehgewohnheiten ins Wanken und reflektieren die Binarität von Fiktionalität und Non-Fiktionalität auf eine performativ spielerische Art und Weise. Um diesem Merkmal Rechnung zu tragen, werden solche Filme als 'queer' bezeichnet. Mit diesem vor allem Judith Butler und einer dekonstruktivistisch argumentierenden Theorie des Geschlechts entlehnten Begriff perspektiviert die Studie Filme zwischen Dokumentar- und Spielfilm als Aushandlungsorte filmischer Bedeutungsproduktion im Spannungsfeld von Imaginärem und Wirklichem – Fiktionalem und Dokumentarischem.
Ausgehend von dieser Perspektive wird induktiv über sorgfältige Filmanalysen ein Ensemble von Filmen erschlossen, dessen größte Stärke gerade in der generischen Uneindeutigkeit liegt. Schließlich lassen die Filme in der Art und Weise, wie sie die ästhetische Aufmerksamkeit und auch das filmgeschichtliche Bewusstsein des Zuschauers adressieren, ehedem sichere Genrelektüren und Gattungserwartungen ins Wanken geraten. Damit wird nicht nur kritisch Aufklärungsarbeit gegenüber der vermeintlichen Selbstevidenz filmischer Bilder und Töne geleistet oder die Eigenwirklichkeit von Fiktionen veranschaulicht. Grundsätzlicher lassen 'queere' Filme sinnlich konkret über das Fiktionale und das Dokumentarische reflektieren, indem sie beides performativ zur Geltung bringen. Die Studie zeigt sich dabei von zwei Bewegungen gekennzeichnet: Einerseits wird die Ästhetik solcher Filme anhand ausgewählter Fallstudien analysiert so die Praxis dieser Experimente zwischen Dokumentar- und Spielfilm beschrieben. Andererseits leitet die Studie aus dieser Praxis eine Theorie dieser Filme als 'queer' ab und blickt auf die Herausforderungen, die diese Filme für ehedem stabile Konzepte filmtheoretischen Denkens wie etwa Fiktionalität und Wirklichkeit darstellen. Damit schaltet sich die Arbeit in einen anhaltend virulenten Diskurs ein und präsentiert einen originellen und gewinnbringenden Zugang zu den Filmen zwischen Dokumentar- und Spielfilm als experimentellen Anordnungen.

Josef Hader
Filme und Mehr
Herausgegeben von Andreas Ungerböck
192 Seiten, Abb., br., € 19,90
978-3-89472-850-2
Der Begriff des Volksschauspielers ist zwar ein wenig aus der Mode gekommen, aber wenn es jemanden gibt, auf den Charakterisierung zutrifft, dann ist es ohne Zweifel Josef Hader, der dank seiner unglaublich populären Kabarettprogramme - allein Privat wurde von rund 500.000 Menschen gesehen - und seiner zahlreichen Filmrollen in einer Klasse für sich spielt. Seine Darstellung des mehr als zerknautschten Ex-Polizisten und Irgendwie-Privatdetektivs Simon Brenner, nach den Krimis von Wolf Haas (Komm süßer Tod, Silentium, Der Knochenmann, Das ewige Leben) ist längst in die Filmgeschichte eingegangen. Viele sind geneigt zu sagen, Josef Hader sei Brenner. Doch Josef Hader hat längst bewiesen und beweist es stets aufs Neue, dass er sich mit einem ihm zugeschriebenen Rollenfach nicht begnügt, und spätestens mit der grandiosen Darstellung des Schriftstellers Stefan Zweig in Maria Schraders Vor der Morgenröte hat er sich auch im „ernsten“ Fach eindringlich zu Wort gemeldet. Und auch sein Regiedebüt Wilde Maus, das bei den Berliner Filmfestspielen 2017 seine Premiere feierte, sorgte für berechtigtes Aufsehen. Dieses Buch - es ist das erste über Josef Hader als filmische Größe - unternimmt gemeinsam mit dem Kabarettisten / Schauspieler / Drehbuchautor / Regisseur eine Reise von den Anfängen bis zu den aktuellen Höhepunkten in seinem Schaffen. Ein ausführliches Gespräch mit Josef Hader und mehrere Textbeiträge namhafter Autorinnen und Autoren geben Einblick in die Vielschichtigkeit seiner Kunst, die unter anderem darin besteht, die Menschen zu unterhalten und zugleich zum Nachdenken über die Welt und über sich selbst anzuregen - eine schwierige Kunst, die Josef Hader wie kaum ein Anderer meisterlich beherrscht.
Buch zur gleichnamigen Ausstellung im Filmmuseum Potsdam 15.07.2017 - 8.04.2018:

"Alles dreht sich ... und bewegt sich" Der Tanz und das Kino
Herausgegeben von Ursula von Keitz und Philipp Stiasny
240 S., br., zahlr. farb. Abb., € 24,90
978-3-89472-617-1
Der aktuelle Erfolg von La La Land zeigt, dass Tanzszenen im Film immer noch und immer wieder funktionieren, seit dem erotischen Tanz der Stummfilmdiva Asta Nielsen über John Travolta in Saturday Night Fever bis zu Billy Elliot – I will Dance. Dabei können sie ganz unterschiedlich sein, zwischen Hochkultur und Kitsch, zwischen lässigem Vergnügen und der Dokumentation harter Arbeit. Alle Themenbereiche dieses reichhaltig und farbig bebilderten Buchs greifen unterschiedlichstes Filmmaterial aus Europa und den USA auf. Neben Spielfilmen werden Dokumentarfilme, Kurzfilme, Zensu-ausschnitte und frühe Projektionsformen dokumentiert. Ursula von Keitz ist Direktorin des Filmmuseums Potsdam. Außerdem ist sie wie ihr Kollege Philipp Stiasny Professorin für Filmforschung und Filmbildung an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.
Aus dem Inhalt: Die tanzende Gesellschaft: Kino im Dreivierteltakt. Die dramaturgische Funktion des Walzers im Spielfilm • Filmchoreographien und Geschlechterordnungen im Tango-Tanzfilm • Tanz der Jugend im Film – von der Disco zur Clubkultur • Verhüllte Ekstase. Kleidung und Tanz im Film • Solistinnen und Rebellinnen. Tanz und Frühes Kino dies- und jenseits der Bühne: Frühe Filmbeispiele und Tanz auf Youtube • Tänzerische Filmperspektiven in den 1920er Jahren in Deutschland • Gebieten über Körper – Tanz und Macht: Der Tanz der ‚minderwertigen Frau’ im deutschen Film der 1930er Jahre • Studio Spektakel. Der Tanz im klassischen Hollywood-Musical • Backstage. Tanz als Arbeit Tanz als Arbeit im Filmmusical • Der Gigolo im Film u.v.m.
Alles dreht sich ... und bewegt sich. Der Tanz und das Kino. Ausstellung im Filmmuseum Potsdam 15.07.2017 - 8.04.2018
Besucher*innen jeden Alters sind eingeladen, in die vielschichtige Welt des Tanzens einzutauchen: Zunächst positioniert sich der Tanz als Zentrum gesellschaftlicher Abendveranstaltungen zwischen Ballsaal und Disco. Neben Politik und Hochkultur zollt die Ausstellung auch dem Kitsch sowie der Jugendkultur Tribut. Gleich zu Beginn das erste Highlight der Ausstellung: John Travoltas weißer Anzug aus Saturday Night Fever. Das Publikum erwartet eine bunte Palette traumhafter bis wirklichkeitsnaher Musicals und kann sich insbesondere durch die Re-Inszenierung einer Szene aus dem DEFA-Klassiker Heißer Sommer mitten ins tanzende Geschehen stürzen. Bis zum heutigen Tag erzählen Filme die unterschiedlichsten Geschichten über das Tanzen und werden in der Ausstellung mit ihren ikonischen Kostümen präsentiert. Historisch begibt sich die Ausstellung zurück bis in die Kindheit des Kinofilms: Hier findet sich unter anderem der Reformtanz als frühe feministische Ausdrucksform im Spannungsfeld von gesellschaftlichem Fortschritt und willkürlich wütender Zensur, die die frühe Verbindung von Tanz und Kamera in die Schmuddelecke zu stecken sucht. Hinter Bühnengassen tanzt Stummfilmikone Asta Nielsen ihren abgründigen Apachen-Tanz auf großer Leinwand und durch ein Guckloch können eine Reihe an für ihre erotischen Inhalte zensierten Tanzeinlagen beobachtet werden. Abschließend führt die Ausstellung in die versteckte Welt der Proben- und Backstage-Sphäre, die aufzeigt, welch harte Vorbereitung dem Tanz auf der Bühne üblicherweise vorangeht. Wer mag, kann hier selbst einmal an die Ballettstange treten und sich ganz als unerfahrene Ballett-Élève oder auch Primaballerina fühlen. Alle Themenbereiche greifen unterschiedlichstes Filmmaterial auf, das vornehmlich aus Europa und den USA stammt. Neben Spielfilmen werden Dokumentarfilme, Kurzfilme, Zensurausschnitte und frühe Projektionsformen zum Einsatz kommen, sodass die multimediale Ausstellung in jeder Beziehung die Möglichkeit bietet, ganz im Kosmos des Tanzens zu versinken und diesen mit Sicherheit rhythmisch beschwingt wieder zu verlassen.

Storyboarding
Filmisches Entwerfen
232 S., zahlr. Abb., € 24,90
978-3-89472-966-0
Dieser Band dokumentiert die Ergebnisse eines Workshops, der verschiedene Kulturwissenschaften mit Filmpraktikern sowie Kinoarchivaren und Ausstellungsmachern in ein Gespräch über Storyboards zusammenbrachte. Die Fragestellungen zielten dabei überwiegend auf Möglichkeiten und Grenzen nachträglicher Sichtbarmachung von Storyboards als Ausstellungs- und Archivmaterial ab, auf einen möglichen Status als eigenständiges Kunstwerk, aber auch auf Prozesse verschiedener Zeichensysteme und Materialformen bei der Gestaltung von Bildern und Bildräumen. In drei Kapiteln werden dazu historische, systematisch-theoretische und objektbezogene Zugänge zu den Formen des Storyboards und den Verfahren und Techniken des Storyboardings eröffnet. Darin zeigen die Beiträge des Bandes, dass Umfang, Grad der Ausführung und Funktionalität ganz unterschiedliche Gestalt annehmen können und von groben, rein technischen Skizzierungen bis zu ausgestalteten, detaillierten Zeichnungen und individuellen Stilmerkmalen reichen. Titelgebend wird daher vom Storyboarding gesprochen, weil es um ein Verfahren geht. Andererseits ist es kaum weniger das eigenmächtige ‚Ding‘ Storyboard in seinen Techniken und Praktiken adressiert,das materialiter weder dem Drehbuch noch dem fertigen Film zugehört und in seiner produktionstechnischen Funktionalität allein nicht aufgeht. Die Beiträge des Bandes fragen danach, wie Storyboards selbst als dynamische „Blickanleitungen“ verstanden sein können: Wie dienen Storyboards der Vorstellung und Vorschreibung, ohne verbindlich oder gar eindeutig zu sein und die Bilder des Filmes tatsächlich vorwegnehmen zu können und zu wollen? Wie zerlegt das Storyboard Texte in Bilder, in Bewegungsabläufe und Kameraeinstellungen, wie löst es diese auf? Welche Wirkmacht kann in den eingezeichneten Pfeilen, Rahmen und anderen kinetographischen Zeichen erkannt werden? Und wie stellt sich das Storyboard daraus folgend als Bewegungsskript dar? Denn der Projektionsraum, den das Storyboard entfaltet, vollzieht ein Erzählen in Texten und Bildern, in Zeichen der Bewegung und Bewegtheit, der Bewegbarkeit und stellt in diesem Sinne ein dynamisches Storymodell dar, das in besonderer Weise die Imagination anspricht.

Karen Eifler
The Great Gun of the Lantern
Lichtbildereinsatz sozialer Organisationen in Großbritannien (1875-1914)
388 Seiten, zahlr. tw. farb. Abb., br., € 44,00
978-3-89472-955-4
Ende des 19. Jahrhunderts erfreuten sich öffentliche Lichtbildvorträge als Mittel der Belehrung und Agitation großer Beliebtheit. Mutterland dieser Medieninszenierung ist Großbritannien, wo eine eigene Wirtschaftsbranche mit Produktionsfirmen, Vertriebsstrukturen und kommerziellen wie nichtkommerziellen Anbietern von unterhaltsamen Shows und lehrreichen Vorführungen entstand. In britischen Groß- und Mittelstädten sind lantern lectures (Lichtbildervorträge) ein fester Bestandteil des Angebots öffentlicher Bildungsveranstaltungen. Soziale Organisationen, die in der Armenfürsorge und Armutsprävention tätig sind, setzen Projektionsaufführungen gezielt zur Propagierung ihrer Ziele, zur Mitgliederwerbung und zum Spendensammeln ein. Der Reiz dieses neuen Mediums wurde noch gesteigert mit festlichen Umzügen und multisensorischen Darbietungen wie der Kostümierung der Vortragenden und Operateure. Als „Great Gun“, als großartige „Bilderkanone“ zur Bekämpfung von Armut bzw. der durch Armut drohenden ,Sünde' bewährte sich der bildwerfende Projektor also nicht nur über die projizierten Bilder, sondern ganz wesentlich im szenischen Verbund mit sozialen Praktiken wie Umzügen, Gottesdiensten, Speisungen und gemeinsamem Singen. Die Autorin untersucht diese Medienpraktik am Beispiel von zwei christlichen Or/ganisationen der Temperenzbewegung (United Kingdom Band of Hope Union und Church of England Temperance Society), drei Organisationen christlicher Mission und Unterweisung (Sunday School Union, Church Army, Salvation Army) sowie zwei säkulare sozialpolitische Organisation (Co-operative Movement und Clarion Movement)

montage/AV[1/2017]
[Streams und Torrents]
Zeitschrift für Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation
208 Seiten, zahlr. Abb., € 16,90
978-3-89472-936-3
Als Streamen medialer Inhalte – Radiosendungen, Live-Übertragungen von Sportereignissen, Filme, Serien und andere Fernsehshows – wird vor allem die simultane und gekoppelte Übertragung und Wiedergabe über das Internet bezeichnet. Im Unterschied zum Herunterladen wird beim Streaming keine Kopie der Daten auf dem eigenen Rechner angelegt, die medialen Inhalte werden direkt abgespielt; die Daten werden nur kurz zwischengespeichert, anschließend wieder gelöscht. Obwohl verschiedene Codierungen und Formate des Streamens schon lange existieren, ist es erst in den letzten zehn Jahren dank zunehmender Bandbreite der Datenübertragung zu einer dominanten Form des Medienvertriebs geworden. So gaben in Deutschland 2015 in einer Studie 76 Prozent der Befragten an, mindestens gelegentlich Videostreaming zu nutzen. Ausgedünnt haben die immer breiteren Ströme dieses Mainstreams auch die sogenannten Sturzbäche (torrents), die noch vor einigen Jahren den größten Anteil am Datenverkehr über das weltweite Web ausmachten. Die Film- und Fernsehwissenschaft sollte sich mit der Realität von Streams und Torrents stärker konfrontieren im Bemühen, die jüngst entstandenen Flüsse und Sturzbäche zu kartografieren, auch weil sie auf neue Sedimentierungen und mediengeologische Verschiebungen verweisen. Das gilt zunächst etwa für die seit einiger Zeit beobachtete «neue Cinephilie», die stark mit der digitalen ‹Blogosphäre› und der neuen Verfügbarkeit von unbekannten Schätzen der Filmgeschichte im Internet zusammenhängt, aber auch für das kulturelle Phänomen des ‹Binge Watching›, das zwar im Stream nicht entstanden ist, sondern sich bis in die Frühzeit von Videogemeinschaften zurückverfolgen ließe, durch die Streamingangebote aber zu besonderer Beliebtheit gekommen ist. Es gilt ferner für Verschiebungen im Bereich der (Markt-)Macht, mit der die Frage nach dem Zugang zu kulturellen Gütern wie auch der Streit um Urheber- und Verwertungsrechte untrennbar verbunden bleiben. Mit dem Streamen verbindet sich also nicht nur die gewünschte vertikale Ausdehnung des Marktes für kulturelle Güter (mehr Titel, mehr Nutzer, mehr Werbung usw.), sondern eben auch die horizontale – in soziale und ökonomische Bereiche, die mit kultureller Produktion nicht mehr viel zu tun haben. Die Beiträge dieses Bandes betrachten Streams und Torrents aus verschiedenen Blickwinkeln.


Henry Taylor
Conspiracy!
Theorie und Geschichte des Paranoiafilms
704 Seiten, zahlr. tw. farb. Abb., br., € 48,00
978-3-89472-947-9
Im heutigen Zeitalter der Unsicherheit und Angst florieren konspirative Fantasien zuhauf. Verschwörungsfiktionen haben insbesondere in Film und Fernsehen Konjunktur. Im Zentrum des vorliegenden Bandes steht daher die Frage nach der medialen Konstruktion der kollektiven Imagination einer durch Verschwörung gesteuerten Welt. Dabei wird die These vertreten, dass die konspirationistische Fantasie als imaginäre Lösung und Reaktion auf die postmoderne Zersplitterung des Wissens zu begreifen ist, nachdem Jean-François Lyotard das Ende der “großen Erzählungen” der Moderne von Fortschritt und Emanzipation deklarierte. Gleichsam als Kompensation für diesen Sinnverlust bietet die konspirationistische Imagination neue, große Erzählungen an, nun freilich nicht mehr als optimistische Aufklärungsteleologie, sondern als dystopisches und mitunter apokalyptisches Narrativ. In der Inszenierung konspirativer und paranoider Szenarien kommt dabei dem Spielfilm eine privilegierte Rolle zu. Für die Gruppierung von Verschwörungsthrillern, paranoiden Dramen und mind-game-Filmen mit zunehmend vergrößerter konspirativer Reichweite hat sich in der Filmwissenschaft der ursprünglich aus der Fankultur stammende Begriff des Paranoiafilms durchgesetzt. Dieses zunehmend bedeutende mediale Phänomen wird hier erstmals umfassend in Theorie und Geschichte poetologisch und hermeneutisch gewürdigt. Im theoretischen Teil des Buches stehen genretheoretische, formale, narrative und motivische Aspekte des Paranoiafilms zur Diskussion, während dazu gleichzeitig die Themen Verschwörung, Paranoia und Verschwörungstheorie besprochen und in Beziehung gesetzt werden. Im historischen Teil werden in chronologischer Abfolge vier paradigmatische Narrative untersucht: der vorwiegend psychologisch ausgerichtete Meisterverbrecherfilm der 1910er bis 1930er Jahre; die paranoiden Spielarten des Film Noir in den 1940er und 50er Jahren, unter Einbezug des postklassischen Noir der 60er Jahre; der moderne, soziologische Verschwörungsfilm der 1960er bis 80er Jahre, in dem die Konspirationen zunehmend systemisch und unsichtbar werden; und schließlich die mind-game oder mindbender genannten Filme seit den 1990er Jahren, die sich im Zeichen der Metafiktion mit ontologischen und kosmologischen Verschwörungen beschäftigen. Zentrale Topoi sind unter anderem Mind Control, “Gehirnwäsche” und Überwachung. Nicht zuletzt geht es dabei auch um eine Allegorisierung der jeweils vorherrschenden Medien und ihrer Wirkungsmacht.

Horror Kultfilme
Herausgegeben von Jörg Helbig, Angela Fabris und Arno Rußegger
192 Seiten, einige Abb., br., € 24,90
978-3-89472-618-8
Der Band widmet sich unterschiedlichen Aspekten des Horrorfilms. Analysen von individuellen Filmen stehen neben Ausführungen zu einzelnen Genres (z.B. Gothic Horror, Giallo, Parodien) und zu spezifischen Aspekten wie Gewalt oder Musik im Horrorfilm. Neben bekannten Regisseuren wie Francis Ford Coppola und weniger bekannten wie Jessica Hausner stehen vor allem veritable Kultregisseure wie Dario Argento und Pete Walker im Blickpunkt. Besprochen werden u.a. Bram Stoker‘s Dracula, Profondo rosso, Hotel House of the Long Shadows,Frankenstein Junior Suspiria u.v.a. Beiträge von Susanne Bach, Angela Fabris, Michael Fuchs, Sabrina Gärtner, Jörg Helbig, Frank Hentschel, Benjamin Moldenhauer, Arno Rußegger und Marcus Stiglegger.

Tullio Richter-Hansen
Friktionen des Terrors
Ästhetik und Politik des US-Kinos nach 9/11
276 S., br., zahlr. tw. farb. Abb., € 29,90
978-3-89472-956-1
In Erweiterung des 9/11- und (Anti-)Terrorismus-Diskurses untersucht die filmwissenschaftliche Studie die Inszenierung, Produktion und Rezeption des US-Spielfilms im Jahrzehnt nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001. Mit der Re- und Dekonstruktion medialer Darstellungen von ‹Terror› und dessen Bekämpfung wird gleichzeitig eine grundsätzliche Theorie zur Relation von Kino und Zeitgeschichte entwickelt. Exemplarische Analysen erfassen etwa Prozesse retroaktiver Umdeutungen (The Siege), filmisch-historischer Parallelisierungseffekte (Black Hawk Down), fragmentarischer Überrepräsentationen (United 93), multidimensionaler Tongestaltungen, asymmetrisch-zirkulärer Narrationen (Rendition), sinnstiftender Körperinszenierungen (The Hurt Locker), performativer Rahmungen (Redacted), genrelogischer Gruppierungen (In the Valley of Elah) sowie geschichtspolitischer Affizierungen (Zero Dark Thirty). Ungeachtet der Heterogenität der Einzelstudien resümiert die Untersuchung, dass die wesentliche Wirkungsweise und Diskursrelevanz der analysierten Filme gerade im Zusammenhang zwischen deren ästhetisch behaupteter Repräsentativität und deren spezifischer Konstruktivität begründet liegt. Dem physikalischen Phänomen der Friktion entsprechend, erklärt das ästhetisch-diskursive Aneinanderreiben der gegenläufigen Darstellungsmodi sowohl die Komplexität als auch die Kontroversität des US-Kinos der Post-9/11-Ära.

Henning Engelke
Metaphern einer anderen Filmgeschichte.
Amerikanischer Experimentalfilm, 1940-1960
480 S., einige Abb., br., € 48,00
978-3-89472-994-3
The Art That Never Was eröffnet eine neue Perspektive auf eine der produktivsten, aber in der Forschung bislang vernachlässigte Phase experimenteller Filmproduktion an den Schnittstellen von Filmästhetik, Kunsttraditionen, sozialem Wandel und wissenschaftlichem Paradigmenwechsel. Auf der Grundlage von bislang unerschlossenen Quellen folgt das Buch den miteinander verwobenen Entwicklungslinien von ästhetischer Innovation, dem Streben der Experimentalfilmer um kulturelle Anerkennung und Institutionalisierung sowie den sich verändernden Konfigurationen technologischer Bildmedien. Kanonische Arbeiten von Filmemachern wie Kenneth Anger, Maya Deren, James Broughton oder den Brüdern John und James Whitney werden im Kontext von übersehenen, hier oft erstmals besprochenen Filmen betrachtet. Diese erweiterte Sichtweise stellt etablierte historische und theoretische Annahmen zum Experimentalfilm dieser Zeit grundsätzlich in Frage. Zugleich erschließt sie neue historische Kontexte, in denen sich Produktion, Rezeption und kritischer Diskurs zum Experimentalfilm entfalteten. Methodisch verbindet das Buch ästhetische Analysen und archivalische Forschung mit einem medienarchäologischen Ansatz, um die Relevanz des Experimentalfilms für eine historische Perspektivierung aktueller Diskurse zu Medienwandel und posthumanistischen Konzeptionen von Subjektivität aufzuzeigen.

Himmlische Frauen.
Nonnen in Film und TV.
Herausgegeben von Theresia Heimerl
200 S., Abb., br., € 24,90
978-3-89472-953-0
Katholische Nonnen bzw. Ordensfrauen begegnen dem durchschnittlichen Mitteleuropäer (und der Mitteleuropäerin) heute weit öfter in Film und TV als im wirklichen Leben - Grund genug, sich mit deren Darstellungen ebendort zu beschäftigen. Die Fragestellung der geplanten Publikation ist eine religionswissenschaftliche: Welches Bild von Nonne wird in verschiedenen populären Film- und TV-Produktionen entworfen und was sagt uns dieses über die Wahrnehmung katholischer Nonnen abseits kirchennaher Kreise?
Die Leitfragen der Beiträge sind: Die Analyse des Erscheinungsbildes der Nonne, die historische, soziale und politische Kontextualisierung sowie die Einordnung im jeweiligen Geschlechterrollenbild, das Verhältnis von Nonne und kirchlicher Hierarchie/Autorität und schließlich die intendierte Wirkung auf die ZuseherInnen. Mit diesen Fragestellungen gehen die AutorInnen der einzelnen Beiträge an die analysierten Produkte heran. Forschungsgegenstand der einzelnen Beiträge sind ausdrücklich jene Filme, TV-Serien und Werbespots, die für ein breites Publikum gemacht und auch von einem solchen rezipiert werden, also jener Bereich, der oft als Unterhaltungs- oder Populärkultur definiert wird. Nach Ansicht der HerausgeberInnen sind es nämlich eben diese Produktionen, welche das Bild der katholischen Nonne für viele Menschen heute prägen. Der Arthousefilm im engeren Sinn bleibt bewusst ausgespart, da hier die Fragestellungen wohl zumindest teilweise andere sein müssten und das klar abgegrenzte Profil des Bandes sprengen würden. Die einzelnen Beiträge sind sehr großzügig definierten Genres zugeordnet, aus denen prägnante Beispiele genauer untersucht werden. Ziel der Publikation ist es, Trends und Tendenzen in der Darstellung von Nonnenbildern in Film und TV herauszuarbeiten und deren Verhältnis zum jeweiligen Kontext deutlich zu machen.

Sinnfragen des Lebens im Film.
Mensch - Gesellschaft - Spiritualität
Ein Lexikon mit 1500 Kurzkritiken
Herausgegeben von Johannes Horstmann
304 S., Abb., br., € 29,90
978-3-89472-708-6
Dieses Lexikon bietet 1500 Besprechungen von Filmen die sehr weitgefasst den modernen Menschen bewegenden Fragen behandeln, seien es persönliche Entwicklungsperspektiven, Gestaltung gesellschaftlicher Umbrüche oder die Suche nach Sinn und Wahrheit im Leben und in der Religion. Die besprochenen Filme setzen sich mit Sinnfragen in vielfältiger Weise auseinander: Sie behandeln zum einen konkret die Erfahrungen mit - nicht nur christlicher Religion und Kirche: Wie wird z. B. filmisch das Verhältnis von Islam zur westlichen Moderne reflektiert? Wie setzen sich die christlichen Konfessionen mit Fragen der Sexualität auseinander? Welchen theologischen Beitrag leistet der Film zum Themenfeld «Sterben in Würde»?
Andere Filme zeigen Menschen in schwierigen Situationen, nach dem Erleben von Verlusten, von Unrecht von Enttäuschungen, auf der Suche nach Freiheit und Glück. Vielfach sind in Filmen Vorstellungen von Kirche und Religion präsent, die als Angst- und Zerrbilder bis heute präsent sind. Besonders der Horrorfilm bedient sich bis heute überkommener Klischees von Kirche und Religion. In Science-Fiction und Fantasyfilmen werden Bilder von Religionen entworfen, die es real nicht geben mag, die aber von realen Erscheinungsformen von Religion inspiriert sind. Christliche und biblische Motive sind nicht nur in Inhalten präsent, sondern auch in Formen der Bildgestaltung, auch darauf verweist das Lexikon. Einen besonderen Nutzwert hat das Lexikon durch zahlreiche Register, die die besprochenen Filme nach nach Sachkategorien, Genres, biblischen und realhistorischen Personen und Regisseuren erschließen. Das Lexikon wendet sich an im Bildungsbereich Tätige, an Filmschaffende und an Redaktionen, sowie an Theologen, Religionssoziologen, Kulturwissenschaftler und generell an kulturell Interessierte.

Philipp Blum
Experimente zwischen Dokumentar- und Spielfilm
Zu Theorie und Praxis eines ästhetisch 'queeren' Filmensembles
336 S., zahlr. tw. farb. Abb., br., € 34,00
978-3-89472-709-3
Die Studie beschreibt und analysiert Filme, die uneindeutig zwischen Dokumentar- und Spielfilm stehen und präsentiert die gattungsmäßige Unterbestimmtheit solcher Filme als ihr wesentliches ästhetisches und reflexives Potential. Anders als es in den Begriffen wie mockumentary, fake-documentary und/oder fingierter Dokumentarfilm zum Ausdruck kommt, werden solche Filme als formal offene Experimente zwischen Dokumentar- und Spielfilm aufgefasst und gerade nicht als Spielfilme im Gewand des Dokumentarischen. Tatsächlich bringen diese Filme in ihren Gattungsverkreuzungen und -verflüssigungen hergebrachte Sehgewohnheiten ins Wanken und reflektieren die Binarität von Fiktionalität und Non-Fiktionalität auf eine performativ spielerische Art und Weise. Um diesem Merkmal Rechnung zu tragen, werden solche Filme als 'queer' bezeichnet. Mit diesem vor allem Judith Butler und einer dekonstruktivistisch argumentierenden Theorie des Geschlechts entlehnten Begriff perspektiviert die Studie Filme zwischen Dokumentar- und Spielfilm als Aushandlungsorte filmischer Bedeutungsproduktion im Spannungsfeld von Imaginärem und Wirklichem - Fiktionalem und Dokumentarischem. Ausgehend von dieser Perspektive wird induktiv über sorgfältige Filmanalysen ein Ensemble von Filmen erschlossen, dessen größte Stärke gerade in der generischen Uneindeutigkeit liegt. Schließlich lassen die Filme in der Art und Weise, wie sie die ästhetische Aufmerksamkeit und auch das filmgeschichtliche Bewusstsein des Zuschauers adressieren, ehedem sichere Genrelektüren und Gattungserwartungen ins Wanken geraten. Damit wird nicht nur kritisch Aufklärungsarbeit gegenüber der vermeintlichen Selbstevidenz filmischer Bilder und Töne geleistet oder die Eigenwirklichkeit von Fiktionen veranschaulicht. Grundsätzlicher lassen 'queere' Filme sinnlich konkret über das Fiktionale und das Dokumentarische reflektieren, indem sie beides performativ zur Geltung bringen. Die Studie zeigt sich dabei von zwei Bewegungen gekennzeichnet: Einerseits wird die Ästhetik solcher Filme anhand ausgewählter Fallstudien analysiert so die Praxis dieser Experimente zwischen Dokumentar- und Spielfilm beschrieben. Andererseits leitet die Studie aus dieser Praxis eine Theorie dieser Filme als 'queer' ab und blickt auf die Herausforderungen, die diese Filme für ehedem stabile Konzepte filmtheoretischen Denkens wie etwa Fiktionalität und Wirklichkeit darstellen. Damit schaltet sich die Arbeit in einen anhaltend virulenten Diskurs ein und präsentiert einen originellen und gewinnbringenden Zugang zu den Filmen zwischen Dokumentar- und Spielfilm als experimentellen Anordnungen.

PostProduktion.
Herausgegeben von Fabienne Liptay
320 S., br.,  zahlr. farb. Abb., € 29,90
978-3-89472-841-0
Das Verhältnis von Film und Fotografie ist, gerade seit der Digitalisierung, neu zu definieren: Bewegung und Stillstand, Film und Fotografie, gehen ineinander über (z.B. durch filmisches Fotografieren), die mediale Grenzziehung verschwimmt. Die historische und aktuelle Beziehung beider Medien wird durch die PostProduktion zu erfassen versucht: Wie lassen sich Film und Fotografie über diese begreifen? Wo finden sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Ein Zusammenspiel? Es wird nach dem Austauschprozess und der ästhetischen Versuchsanordnung von Film und Fotografie gefragt. Der vorliegende Band dokumentiert die Ergebnisse einer interdisziplinären Tagung am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich, die sich mit dieser Fragestellung/den Medien Film und Fotografie im Kontext ihrer PostProduktion auseinandersetzte.

Martin Hennig
Spielräume als Weltentwürfe.
Kultursemiotik des Videospiels
424 Seiten, zahlr. Abb., € 48,00
978-3-89472-951-6
Die Erzählungen des Videospiels gelten kulturell nach wie vor weitestgehend als trivial, auch in der Forschung ist die konkrete Untersuchung der dort entworfenen Welten bislang nur auf einer sehr allgemeinen Ebene erfolgt. Martin Hennig hat sich deshalb erstmals umfassend den Weltentwürfen des Videospiels und ihren unterschiedlichen Ausprägungen innerhalb der aktuellen Videospielekultur gewidmet. Dabei werden semiotisch fundiert die Konzeption des Avatars und die damit verknüpften Vorstellungen von der Person mit den dargestellten Welten verknüpft. Es wird untersucht, wie strukturelle und inhaltliche Merkmale aktueller und historischer Beispiele durch das Videospieldispositiv bedingt sind; welche Auswirkungen der Medienwandel auf die Weltentwürfe in Videospielen hat und welche sozialen Nutzungsweisen das Onlinerollenspiel im Vergleich zum Offlinevideospiel ermöglicht. Damit werden Person und Raum, Avatar und Weltentwurf im Buch einerseits mit der spezifischen Medialität des Videospiels und andererseits zu kulturellen Diskursen in Beziehung gesetzt. In diesem Zusammenhang schließt Hennig insbesondere an Konzeptionen von ‹Privatheit› und ‹Öffentlichkeit›, ‹Freiheit› und ‹Überwachung› an. Insgesamt liefert die Kultursemiotik des Videospiels eine systematische semiotische Analysemethode, die gleichermaßen an Offline- und Onlinevideospielen validiert wird. Das Videospiel rückt hier sowohl in seiner semiotisch-ästhetischen Dimension als auch in seinen kulturellen Bezügen und Funktionen in den Blick und wird damit in vollem Umfang als kultureller Zeichenträger perspektiviert.

Maria Fuchs
Stummfilmmusik
Theorie und Praxis im „Allgemeinen Handbuch der Film-Musik“
240 S., br.,  € 29,90
978-3-89472-619-5
Zu Zeiten des Stummfilms wurden die Vorführungen live durch Pianisten begleitet. Eine individuelle Begleitmusik für die jeweiligen Filme gab es nicht, die Pianisten mussten in der Lage sein, sich auf unterschiedliche Filme schnell einzustellen. Hilfreich war dabei das Allgemeine Handbuch der Film-Musik, das 1927 von Hans Erdmann, Ludwig Brav und Giuseppe Becce herausgegben wurde. Mit diesem Handbuch liegt die umfangreichste und wohl bedeutendste Dokumentation der Musikpraxis des Stummfilms der 1920er Jahre in Deutschland vor. Es enthält unter anderem ein thematisches Skalenregister, das eine ausgereifte, künstlerische Methode für die Musikillustration des Stummfilms bot. Das Allgemeine Handbuch der Film-Musik dokumentiert und reflektiert eingehend die .musikalische Illustratiors. des Stummfilms im Deutschland der 1920er Jahre und ist Ausgangspunkt von Fuchs Beschreibung der unterschiedlichen theoretischen und praktischen Diskurse der Stummfilmmusik

Werner Busch
Filmkalender 2018
208 S., viele farb. Abb., br., 9,90 €
978-3-89472-949-3
Alles, was das Herz des Filmfans begehrt: über 1500 Geburts- und Todestage und ein gründlich überarbeiteter Anhang: Zeitschriften, Verlage, Buchhandlungen, Festivals, Institutionen und Verleiher, . Dazu viele Fotos und kurzweilige Textbeiträge. Cover: Samuel L. Jackson *21.12.48 bekannt aus "Pulp Fiction"


Hans-Joachim Schabedoth
SPD und Merkel - Vernunftehe vor der Scheidung
128 S., br., 12,90
978-3-89472-299-9
 Der Wähler hatte am 22. September 2013 keine Lust mehr auf die Wiederholung schwarz-gelber Regierungsarbeit. Angela Merkel musste sich neue Partner suchen. Die Grünen wollten noch nicht. Die SPD zögerte zunächst, testete dann aber doch in wochenlangen Verhandlungen die Kompromissfähigkeit der Merkel-Union. Viele Ziele aus ihrem Wahlprogramm ließen sich auch in einer zweiten großen Koalition mit Angela Merkel verwirklichen. Die SPD-Basis hatte dazu grünes Licht gegeben. Schon im ersten Jahr stand fest: Es gibt den Mindestlohn, verbesserte Chance für den Ausstieg aus dem Arbeitsleben mit 63, eine Doppelpassregelung, die Mietpreisbremse. Auf dem Feld der Wirtschaftspolitik gab es neue Töne und Auftrieb für staatliche Gestaltungspolitik. Die Energiewende wurde vom Kopf auf die Füße gestellt. Die sozialdemokratisch geführten Ministerien entpuppten sich als Motor der Koalition. Die Wählerschaft war lange Zeit höchst zufrieden mit ihrer Wahlentscheidung. Unzufrieden blieb die SPD. Ihr öffentliches Ansehen hatte sich nicht verbessert. Die besten Regierungsleistungen wurden vereinnahmt als seien sie keine Kampferfolge, sondern schlichte Merkel-Politik. In einer Welt- und Europapolitik, die aus den Fugen geriet, erwies sich die Merkel-Regierung als ruhender Pol. Alles änderte sich ab Sommer 2015 mit der Flüchtlingskrise. Angela Merkels ungewöhnliche Entscheidung für eine Willkommenskultur polarisierte ihr eigenes Lager. Auch die SPD ließ Federn. Die Anti-Euro-Partei AfD wurde die Anti-Ausländer-Partei. Solide Regierungsarbeit gab es immer noch, doch es fehlte ihr der Glanz. Die Grenzen von Interessenüberschneidungen im politischen Alltagsgeschäft bekamen wieder stärkere Konturen. Der näher rückende Wahltermin machte Böcke und Schafe deutlicher identifizierbar. Mit dem Wechsel des profilierten Europapolitikers Martin Schulz an die SPD-Spitze wurde wieder für möglich gehalten, was der Gabriel-SPD kaum noch jemand zutrauen wollte: Beim nächsten Wahltermin am 24. September 2017 ist ein Machtwechsel möglich. Vier Jahre Koalition mit SPD, Angela Merkel und den sich fetzenden Partei-Schwestern CDU/CSU haben das Arbeiten und Leben der Menschen verbessern können. Das lässt sich gut belegen. Wie kann es weitergehen? Welche Koalitions-Optionen sind realistisch? Alles dies wird im neuen Schabedoth-Buch aufgezeichnet. Seit der Helmut-Kohl-Zeit, über den Wechsel von unseren Jahren mit Gerhard Schröder zur ersten Merkel-SPD-Koalition, bis hin zur schwarz-gelben Politikverwaltung hat Schabedoth die politischen Abläufe kritisch verfolgt. Seit 2013 kann er es als Bundestagsabgeordneter der SPD auch aus einer Binnensicht tun. Das verschafft seinen Beobachtungen und Bewertungen eine besondere Bedeutung. Ergänzt wird seine Arbeit mit einer Chronik zu den wichtigsten Merkposten schwarz-roter Regierungsarbeit in den turbulenten Zeiten 2013-2017.
bereits angekündigt: ..........................................................................................zurück nach oben


Lexikon des internationalen Films - Filmjahr 2016
544 S., Abb., € 24,90
 978-3-89472-950-9
Das einzige Filmlexikon in Printform bietet einen umfassenden Überblick über das vergangene Filmjahr und hilft mit durchdachter Auswahl und klaren Bewertungen den Überblick zu behalten. Unverzichtbar für den Profi, hilfreich für den Filminteressierten.
Inhalt:
Eine Kurzkritik für jeden Film, der 2015 im Kino, im Fernsehen oder auf DVD/Blu-ray gezeigt wurde, - insgesamt mehr als 2000 Besprechungen.
Ein detaillierter Jahresrückblick erinnert an wichtige Ereignisse und Trends des vergangenen Filmjahrs.
Ausgezeichnete Filme und DVDs, Kinotipp der katholischen Filmkritik, Festivals und Preise.

Schwerpunkt:
Filmjahr SERIEN-GUIDE
Die 40 Besten, ausgewählt von der Jahrbuch-Redaktion
50 Kritiken zu aktuellen Serien (2014-2016)
Die 10 besten Serien-Klassiker auf DVD/BD




Stefan Volk
Was Sie schon immer über Kino wissen wollten ...
2., ergänzte Auflage
288 S., viele Abb, br., € 16,90
978-3-89472-770-3
Das Buch bietet eine lose, lustige Sammlung von Trouvaillen, Fakten und Anekdoten rund um Kino und Film. Es ist ein Buch zum Durchblättern, zum Zwischendurchlesen und Stöbern. Nützliches steht neben Kuriosem, „unnützes Wissen“ neben allgemeinem Faktenwissen, Sinniges neben Unsinnigem.
DIE GRÖSSTEN FLOPS DER FILMGESCHICHTE?
DIE NAMEN DER KINDER VON BRANGELINA?
WELCHE SCHAUSPIELER SIND WÄHREND DER DREHARBEITEN GESTORBEN?
DIE 10 TEUERSTEN FILME ALLER ZEITEN?
DIE PEINLICHSTEN FILMFEHLER?
DIE LUSTIGSTEN DEUTSCHEN FILMTITEL?
Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt Was Sie schon immer über Kino wissen wollten... anhand von Listen – Top-Ten, Aufzählungen, Statistiken usw.
LESEPROBE:
WEIBLICHE BODY DOUBLES (UND DIE STARS, DIE SIE ERSETZTEN)
Marli Renfro (*1938, USA): Die ehemalige Stripperin war eines der ersten Playboy-Bunnies und vertrat für eine Gage von 500 Dollar Janet Leigh in der legendären Duschszene aus Alfred Hitchcocks PSYCHO (1960). Das kaum jemand davon wusste, rettete ihr später vermutlich das Leben. Der Serienmörder Kenneth Dean Hunt tötete 1988 nämlich Leighs Lichtdouble Myra Davis, von der er fälschlicherweise annahm, dass sie die Schauspielerin in der Duschszene ersetzt habe. Shelley Michelle (* 3. April 1962, USA): Die „Königin der Body Doubles“ (u.a. für Kim Basinger und Barbra Streisand) gab anstelle von Julia Roberts in den Nacktszenen von PRETTY WOMAN (1990) eine gute Figur ab. Übrigens ist auch auf dem Filmplakat mit den schwarzen High Heels nur der Kopf von Julia Roberts zu sehen, der Körper gehört dem Model Donna Scoggins. Sarah Lane (* 1983/84?, USA): Die Balletttänzerin und Solistin des „American Ballet Theatres“ tanzte für Oscar-Gewinnerin Natalie Portman in BLACK SWAN (2010) und sorgte für Zündstoff, als sie öffentlich erklärte, das in fast allen Tanzszenen getan zu haben. Regisseur Darren Aronofsky und Vertreter der Produktionsfi rma Fox Searchlight behaupteten dagegen, Portman habe in den meisten Szenen selbst getanzt.

Science-Fiction-Kultfilme
256 Seiten, Abb., br., € 29,90
978-3-89472-971-4
Was ein Kultfilm ist, zumal ein Science-Fiction-Kultfilm, darüber ist eine verbindliche Einigung schwer herzustellen. Viele Faktoren können einen Film zum Kultfilm machen, erstaunlicherweise auch eher negative Dinge, billige Produktion, schlechte Qualität, lächerliche Spezialeffekte, trashige Anmutung oder kommerzieller Misserfolg. Aber natürlich spielen auch noch andere Eigenschaften eine Rolle, nämlich, ob ein Film als bahnbrechend und stilprägend empfunden wird, ob er ästhetisch innovativ ist, ob er die Epoche seiner Entstehungszeit beispielhaft widerspiegelt oder ob er selbstreflexiv mit den Genrekonventionen spielt. In diesem Buch werden erwartbare und weniger erwartbare Filme als Science-Fiction-Kultfilme vorgestellt, aber immer als Anregung auf eine (Re-)Vison des besprochenen Films.
Folgende Filme werden behandelt:
2001: Odyssee im Weltraum (GB/USA 1968), Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (GB/USA 1979), Blade Runner (USA 1982), Dune- Der Wüstenplanet (USA 1984), Die phantastische Reise (USA 1966), Inception (USA/GB 2010), Matrix (USA/Australien 1999), Der silberne Planet, (Polen 1988), Nirvana - Jagd im Cyberspace (Italien 1997), Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion (Deutschland 1966), The Rocky Horror Picture Show (GB/USA 1975), Total Recall - Die totale Erinnerung (USA 1990), The War Game (GB 1965).

Wolfgang Staudte
Ein unbequemer Kritiker der Gesellschaft
256 Seiten, Abb., € 24,90
 978-3-89472-969-1
Das Buch entstand anlässlich des 30. Todestages des in Saarbrücken geborenen Regisseurs Wolfgang Staudte und soll die Erinnerung an diesen Regisseur wachhalten, der in seinem Selbstverständnis als politischer Regisseur sich dafür einsetzte, Verantwortung zu übernehmen und sich kritisch für die Gesellschaft zu engagieren. In seinem filmischen Schaffen war er ein stets unbequemer Mahner gegen das allzu bereitwillige Vergessen der Verbrechen des Nationalsozialismus und der Autoritätsfixierungen, die zu ihm beigetragen hatten, etwa durch seine wichtigen Filme Rosen für den Staatsanwalt (1959) und Der Untertan (1951),

Klos, Stefanie
Fatih Akin
Transkulturelle Visionen
212 Seiten, 20 Abb., € 19,90
978-3-89472-957-8
Der Regisseur Fatih Akin ist auf nationalen und internationalen Filmfestspielen vielfach ausgezeichnet worden, er gilt als Aushängeschild des Deutschen Films. Dennoch wurde in vielen Veröffentlichungen der letzten Jahre häufig sein Migrationshintergrund hervorgehoben und dabei auch zum Ausgangspunkt von Filmanalysen gemacht. Stefanie Klos löst Fatih Akin aus diesem einseitigen Blickwinkel heraus und liefert eine analytische Gesamtschau seines bisherigen Schaffens als Filmemacher, die es vermag, alle ästhetischen und narrativen Elemente im Sinne eines transkulturellen Mix zu integrieren und als gleichwertig nebeneinander zu stellen.

Lenssen, Claudia
Andres Veiel
Zeitanalysen im Film und Theater
240 S., br., € 24,90
978-3-89472-717-8
Andres Veiel ist einer der bekanntesten Regisseure und Stückeschreiber der Gegenwart. Seine Filme haben viel zur wachsenden Aufmerksamkeit für den Dokumentarfilm jenseits stereotyper Formate beigetragen. Als Psychologe setzt der 1959 in Stuttgart geborene Filmemacher auf die Präsenz seiner Protagonisten und das Potential kritisch-empathischer Gespräche mit ihnen, als Schüler des polnischen Meisterregisseurs Krzysztof KieÅ›lowski auf die kinematografische Qualität imaginativer Leinwandmomente. Andres Veiel gelang eine für einen Dokumentarfilmer ungewöhnliche Karriere, die zudem unverkennbar auch von dem Impuls getragen ist, Kunst als Anstoß zum gesellschaftlichen Diskurs zu verstehen.
Jeder seiner Filme ein Solitär, spiegeln sich in ihnen doch zentrale Leitmotive wider, etwa die Auseinandersetzung mit struktureller Macht, Gewalt und Hybris. Seine Generationenporträts Die Überlebenden und Die Spielwütigen erzählen vom existentiellen Risiko des Erwachsenwerdens in der Leistungsgesellschaft. Wer, wenn nicht wir, die fiktive Biografie von Gudrun Ensslin und Bernward Vesper, Veiels erstem Spielfilm, lotet die innere Abhängigkeit der RAF-Generation von den Mustern ihrer vom NS geprägten Eltern aus. Black Box BRD, sein bekanntester Film, stellt die Welt des Bankmanagers und RAF-Opfers Alfred Herrhausen der des RAF-Terroristen Wolfgang Grams gegenüber und öffnet angesichts globaler Krisen den Blick auf die abgeschottet agierende Kaste der Investmentbanker - ein Stoff, den Veiel in dem Theaterstück Das Himbeerreich äußerst erfolgreich weiterentwickelt hat. Der Kick, eine minimalistische Theaterperformance und deren Verfilmung verdichten reale Aussagen und Reflexionen über einen brutalen Mordfall unter Jugendlichen zu einem beunruhigend exemplarischen Bild der Nachwendezeit. Mit Joseph Beuys, seinem bei der Berlinale 2017 uraufgeführten Porträt des Künstlers, kehrt Andres Veiel zur Kernfrage seines Werks zurück. Was tragen Theater, Film und Kunst, wie Beuys sie vertrat, zur Veränderung verkrusteter gesellschaftlicher Verhältnisse bei?
Claudia Lenssen stellt Werk und Wirkung von Andres Veiel anhand eines monografischen Textes, eines Gesprächs mit dem Künstler und ausführlichen Materialien vor

Matthias Herz
Das Privat-Fernsehen
Reality TV als Trägerkonzept medienvermittelter Privatheit im deutschen Fernsehen
320 Seiten, br., € 29,90
978-3-89472-982-0
Reality TV hat die deutsche Fernsehlandschaft im neuen Jahrtausend nachhaltig geprägt. Seit Big Brother wird die Entwicklung vielfach von lebendigen Diskursen über den Untergang des Abendlandes, über Voyeurismus und nicht zuletzt über die Verzerrung und Inszenierung der gezeigten Inhalte begleitet. Realität allein scheint dabei nicht als Charakteristikum von Reality TV geeignet zu sein, wie der bislang ausstehende Konsens über den eigentlichen Kern des Gegenstandes belegt. Das Privat-Fernsehen schafft eben diese Grundlage und betrachtet Reality TV im Rahmen seiner inszenierten Authentizität, die es über eine Fokussierung auf die Domäne des Privaten beansprucht. Reality TV wird deshalb als privacy programming verstanden. Mit Blick auf das Konzept einer Medienkultur wird in Medien- und Diskursanalysen der Frage nachgegangen, inwiefern inszenierte Setzungen filmischer Realität die gesellschaftliche Realität zumindest mitbestimmen können. Oder: Wie die Fernsehrealität zur Realität ihrer Zuschauer steht.

Walder, Martin
Claude Goretta - der empathische Blick
240 S., zahlr. Abb., br., € 24,90
978-3-89472-975-2
Claude Goretta steht zusammen mit den beiden anderen Genfer Cineasten Michel Soutter und Alain Tanner in den 1960er und 70er Jahren für das Aufblühen eines neuen schweizerischen Spielfilms mit zunehmendem internationalem Renommee. Beeinflusst von den italienischen Neorealisten ebenso wie vom britischen Free Cinema debütiert Goretta zusammen mit Tanner 1956 im preisgekrönten Londoner Kurzfilm Nice time und beginnt darauf eine äusserst vielseitige Karriere bei der Télévision de la Suisse Romande (TSR), bevor er sich dann mehr und mehr in Richtung Kinospielfilm bewegt. Bis in die erste Zeit unseres Jahrhunderts fügt sich so ein imponierend weit gefächertes Werk, das fruchtbare und lebendige Jahrzehnte schweizerischer Fernseh- und Filmgeschichte repräsentiert. Goretta erweist sich in seinem Weltverständnis als sozial sensibler Zeitgenosse und seismografischer Diagnostiker. Dabei kann auf zahlreiche, auch unpublizierte Interviews, Gespräche und Zeugnisse zurückgegriffen werden. Was sich ergibt, ist ein Bild von Claude Goretta als dem vielleicht vielseitigsten Schweizer Filmemacher seiner Zeit.
Bekannte Filme von Claude Goretta:
1970: Der Verrückte (Le fou)
1971: Hochzeit im Grünen (Le jour des noces)
1977: Die Spitzenklöpplerin (La dentellière) - mit Isabelle Huppert
1980: Die Verweigerung (La provinciale) - mit Bruno Ganz, Angela Winkler
1983: Der Tod des Mario Ricci (La mort de Mario Ricci) - mit Gian Maria Volontè
1993: Maigret und die Keller des Majestic
1994: Der Kummer von Flandern (Le chagrin des Belges)
1995: Maigret hat Angst
1996: Le dernier chant

Vignold, Peter
Das Marvel Cinematic Universe - Anatomie einer Hyperserie
Theorie, Ästhetik, Ökonomie
176 Seiten, zahlr. Abb., € 19,90
978-3-89472-970-7
Das seit 2008 kontinuierlich expandierende Marvel Cinematic Universe gilt als das kommerziell erfolgreichste Filmfranchise der Gegenwart. Die hohe Erfolgsquote des mittlerweile zur Walt Disney Corporation gehörenden Marvel Studios hat eine Reihe von unterschiedlich weit fortgeschrittenen Nachahmungsbemühungen seitens Hollywood in Gang gesetzt, die Formel des Cinematic Universe auf ihre eigenen Filmfranchises zu übertragen. Was aber ist ein Cinematic Universes und wie unterscheidet es sich von einer herkömmlichen Fortsetzungsserie im Kino? Dieser Frage wird anhand einer Untersuchung des Marvel Cinematic Universe am Ende seiner zweiten „Phase“ nachgegangen.
Das Marvel Cinematic Universe, das über Kinofilme hinaus auch TV- und Webserien hervorgebracht hat, führt den Begriff der linear organisierten Serie an die Grenzen seiner Beschreibungsfähigkeit. Der Autor stellt diesem das Konzept der multilinearen Hyperserie entgegen, mit dessen Hilfe sich die serialisierten Narrationen des MCU hierarchisch strukturieren und ihre Relationen zueinander bestimmen lassen. Auf der Grundlage von theoretischen Überlegungen zu Ästhetik und Ökonomie der Serie im Kino und der Betrachtung einiger Fallbeispiele aus Film und Fernsehen zeichnet der Autor anhand des X-Men-Filmfranchises den Übergang von einer linearen Serie zu einer multilinearen Hyperserie nach, und wendet das hier entstehende Modell in einer anschließenden Analyse auf das Marvel Cinematic Universe an, in dem unterschiedliche, interseriell kohärente Binnenserien an einer den einzelnen Film übersteigenden Narration mitschrieben. In einer ausführlichen Auseinandersetzung mit den im MCU zur Anwendung kommenden Serialitätsstrukturen, aber auch unter ständiger Berücksichtigung der die Filme und Serien begleitenden Produktionsdiskurse, verdeutlicht der Autor Zusammenhänge zwischen Ästhetik und Ökonomie eines visuell neu formatierten, seriellen Blockbusterkinos vor der Hintergrund einer Kultur der Medienkonvergenz.

Köhler, Kristina
Der tänzerische Film
Frühe Filmkultur und moderner Tanz.
432 Seiten, zahlr. Abb., € 38,00
978-3-89472-840-3
Schon um 1900 beschrieben Besucher früher Filmvorführungen das Flackern auf der Leinwand als «Tanz der Bilder». Die Idee, dass Filme Tanz nicht nur aufzeichnen, sondern selber - über die Projektion, Kamerabewegungen oder Montage - tänzerische Bewegungseffekte freisetzen, zirkuliert seither durch Filmkritik und -theorie. Der Band untersucht die Denkfigur vom tänzerischen Film und zeichnet ihr Entstehen im Kontext der intermedialen Geschichte von früher Filmkultur und modernem Tanz zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach. Gezeigt wird, wie das Kino im Kontext von Tanz, Körperkultur und Gymnastik als «Bewegungskunst» modelliert wird und wie es sich - parallel zu und in Wechselwirkung mit dem modernen Tanz - als Praxis und Erfahrungsraum etabliert, an dem neue Formen der Bewegung und Wahrnehmung erprobt werden. Erarbeitet wird ein innovatives Theorie- und Analysemodell, das medienarchäologische Ansätze mit Theorien der Wahrnehmung, Bewegung und Körperlichkeit verknüpft. Dieser Zugriff erlaubt, die Geschichte des tänzerischen Films über ein breites Spektrum an Beispielen in den Blick zu nehmen: an den Tanz- und Trickszenen des frühen Kinos, wissenschaftlichen Bewegungsstudien und Zeitlupen-Aufnahmen, Tanz- und Kulturfilmen, Tanzlehrfilmen, Filmkomödien und Melodramen der 1910er Jahre bis hin zu den ‹absoluten› Experimentalfilmen der frühen 1920er Jahre. Die Zusammenschau verbindet die Analyse der Filme mit den Filmtheorien und Aufführungspraktiken der damaligen Zeit und beleuchtet zentrale Beispiele über eine Fülle bislang unbekannter Archivmaterialien. So entfaltet sich ein faszinierendes Panorama der frühen Filmkultur, das zeigt, wie eng diese im Austausch stand mit Ideen des Tänzerischen der Körper- und Tanzkultur, bildenden Kunst, Philosophie, Physiologie, Bewegungswissenschaft, Lebensreform und populären Unterhaltungskultur.
Erstmals in den Blick genommen werden auch die Reaktionen moderner Tänzerinnen und Choreographen wie Isadora Duncan und Loïe Fuller, Rudolf von Laban, Mary Wigman und Gret Palucca auf den Film. Ihre Kommentare, mal polemisch gegen das Kino gewandt, mal euphorische Entwürfe einer intermedialen Bewegungskunst, eröffnen einen ganz eigenen Reflexionsraum auf das damals neue Medium. Im Zentrum ihrer Überlegungen steht die (auch tanztheoretisch relevante) Frage: Wie lässt sich Tanz verstehen, wenn er nicht mehr an den menschlichen Körper gebunden ist? Die entwickelte Theorie vom tänzerischen Film ermöglicht, diese Frage auch für aktuelle Filme - von der ‹Berliner Schule› bis hin zu Spielformen des Screen- und Videodance - zu reflektieren und zu klären, was es heißt, einen Film oder ein Video ‹tänzerisch› zu ‹erfahren›.

Seeßlen, Georg
Steven Spielberg und seine Filme
304 S., zahlr. Abb., € 29,90
978-3-89472-808-3
Steven Spielberg zieht seit vielen Jahren das Publikum mit seinen Filmen in den Bann. Er scheint das Geheimnis zu kennen, wie man das Publikum rührt. Das - und sein eigener unermüdlicher Ehrgeiz - haben ihn zum erfolgreichsten Filmregisseur aller Zeiten gemacht. Er hat Hollywoods Ruf als «Traumfabrik» wiederhergestellt. In seinen Filmen vereinen sich handwerklicher Perfektionismus, märchenhafte Fantasie und moralische Integrität.Manche seiner Filme sind moderne Märchen ( E.T. - Der Außerirdische, Indiana Jones, Die Abenteuer von Tim und Struppi) und rühren tief an die Erinnerungen unserer Kindheit, andere sind deutliche Anklagen gegen Leid und Unrecht in der Welt (Die Farbe Lila, Schindlers Liste, Der Soldat James Ryan). Aber die universale Verständlichkeit seiner Filme, die eindeutige Zuordnung zu Mainstream und Tradition dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass in ihnen auch etwas über die Art unserer Wahrnehmung und die Zukunft unserer Gefühle verhandelt wird. Seeßlen versteht es meisterhaft und auf eine höchst spannende Weise hinter den Bildern der scheinbar wenig rätselhaften Spielberg-Filme die Ängste, Wünsche und Träume des modernen Menschen aufzudecken. Das reich bebilderte Buch behandelt filmübergreifend Spielbergs Themen, u.a. die Familienbeziehungen, die Sexualität, den Patriotismus sowie das Wunderbare, alles mit vielen Bilder verdeutlicht.

Standardsituationen im Film
Ein Handbuch
 420 S., br., € 29,90
978-3-89472-809-0
In Filmen - gleich welchen Genres - gibt es alltägliche Situationen, die doch immer wieder auf ähnliche Weise dargestellt werden. Gleichzeitig sind sie aber auch geschichtlichen und gesellschaftlichen Veränderungen unterworfen und passen sich den Sujets und Darstellungsformen der jeweiligen Genres an. Das Handbuch der Standardsituationen stellt die wichtigsten vor und analysiert ihr Potential für den Fortgang der Filmhandlung.
Folgende Standardsituationen werden behandelt:
Abschied - Angst und Furcht - Anklage/Verteidigung - Beim Arzt - Aufbruch - Auftritt/Abgang - Augenzeugen- und Lauschszene - Badelust (draußen und drinnen) - Banküberfall - Bar/Theke - Bedrohung - Erste Begegnung - Beichte/Geständnis - Bett - Botschaft/Heils- und Unheilsbotschaften - Büro - Duell/Zweikampf - Einbruch - Eingesperrtsein - Eintritt ins Idyll - Ekstase / Sucht - Erpressung - Erste Begegnung - Exekution - Familienzwist - Fensterblicke - Fest - Flucht - Folter - Gaststätte - Gebet - Geburt - Gefangen - Geistererscheinung - Gerichtssitzung - Gesangseinlage - Grenzüberschreitung - Heimkehr - Hochzeit - Hotel - Jagd - Jahrmarkt - Kabine - Kampf - Katastrophe - Küche - Konferenz und Versammlung -Kuss - Last-minute-rescue/Rettung - Liebesakt - Liebeswerben /Liebeserklärung - Mahlzeit - Mensch-Maschine - Mord/Totschlag - Mutprobe - Opferritual - Panik - Prüfung - Regen - Rennen - Schlacht - Schock / Überraschung - Schrei - Schule - Schweigen/Verschweigen - Selbst-Tötung - Showdown - Spiegelblicke - Sterben/Tod - Streit - Sturm - Tanz - Telefonieren - Trauer - Treppe - Überraschung/Schock - Unfall - Unter Wasser - Verfolgungsjagd - Vergewaltigung - Verhör - Versöhnung - Verstecken - Verwandlung /Maskerade - Warten - Wiedersehen


Dirk Brüderle / Michael Scholten
Auf den Spuren von Winnetou in Kroatien
160 S., br., €  16,90
978-3-89472-986-8
Orte des Kinos - Dieser Reiseführer bringt den Leser in die beeindruckende Naturkulisse, in der Pierre Brice und Lex Barker einst als Winnetou und Old Shatterhand Blutsbrüderschaft schlossen. Das handliche Buch führt zu Flüssen und Bergen, auf Plateaus und in die Nationalparks, in denen deutsche Kinogeschichte geschrieben, Kämpfe ausgetragen und legendäre Schätze versteckt wurden. Der Kult um die legendären Karl-May-Filme ist ungebrochen. Jetzt hat RTL drei neue Winnetou-Filme produzieren lassen, oft sogar an den Original-Drehorten der Klassiker aus den Jahren 1962 bis 1968. Denn die wildromantische Berglandschaft Kroatiens hatte einen beachtlichen Anteil am Erfolg der früheren Leinwandabenteuer. Ausführliche Wegbeschreibungen wechseln sich ab mit amüsanten Anekdoten über Dreharbeiten und die Schauspieler der alten und neuen Winnetou-Filme ab. Informationen über den nächsten Blockbuster Star Wars - Episode VIII oder die Erfolgsserien Game of Thrones und Die rote Zora, die ebenfalls in Kroatien entstanden, runden die cineastische Reise durch ein einzigartiges Filmland ab. 


Die Hamburgische Dramaturgie der Medien
Egon Monk (1927 - 2007) - Autor, Regisseur, Produzent
272 S., br., € 29,90
978-3-89472-980-6

Egon Monk hat als Autor, als Regisseur für Theater, Oper und Fernsehen, als Produzent und Hauptabteilungsleiter im NDR und als Intendant des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg gewirkt und das Fernsehen zwischen 1960 und 1990 nachhaltig geprägt und einen hohen Qualitätsmaßstab gesetzt. Zu seinen bekanntesten Werken gehören Bauern, Bonzen und Bomben, Die Geschwister Oppermann, Die Bertinis. Dieser Band versammelt Beiträge, die sich Aspekten der Werkbiografie Egon Monks widmen, die bislang noch nicht wissenschaftlich bearbeitet wurden und beleuchtet biografische Stationen und Tätigkeitsfelder, die in der vorliegenden Forschung lediglich als Randbemerkung Erwähnung finden (etwa: seine Arbeit für den Hörfunk, die Oper oder die Intendanz am Deutschen Schauspielhaus). Andere Beiträge verfolgen Spuren der Einflussnahme auf andere Regisseure wie Eberhard Fechner, Klaus Wildenhahn und Rolf Busch. Der seit Oktober 2014 zugängliche Nachlass von Monk beförderte viele neue Erkenntnisse.



Julia Schumacher
Egon Monk
Modell einer Werkbiografie
352 S., Abb. € 34,-
978-3-89472-979-0
Egon Monk ist eine zentrale Figur der Fernsehgeschichte der Bundesrepublik. Die politisch motivierte Programmatik , die der „Brecht-Schüler“ 1960–1968 als Leiter der Hauptabteilung Fernsehspiel des NDR verfolgte, bleibt in keiner Überblicksdarstellung unerwähnt und seine Regiearbeiten gelten als wegweisend für das Fernsehspiel der Bundesrepublik; Ein Tag – Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager 1939 (1965) ist mittlerweile zum Schulbeispiel der televisuellen Darstellung des Nationalsozialismus avanciert. Das Buch bietet eine umfassende Neuperspektivierung der Fernseharbeit Monks und zugleich ein Modell für eine medienwissenschaftliche Werkbiografie. Diese verbindet das Oeuvre eines ‚Autors‘ mit medienhistorischen und theoretischen Fragestellungen. Als Quellengrundlage dienen sowohl Monks Fernsehspiele und –filme als auch sein Nachlass, den Julia Schumacher als erste Forscherin einsehen und systematisieren konnte. Im Zentrum ihres Buches steht die Frage nach dem ästhetischen Konzept, das Monks Regiearbeit für das Fernsehen bestimmte. Dafür nimmt die Verfasserin erstmals das Gesamtwerk des realisierten Filmschaffens aus den Jahren 1953 bis 1988 in den Blick und ergänzt dieses um die nicht-realisierten Vorhaben, die sie aus fragmentarischen Entwürfen und Notizen erschlossen hat. In aufeinander aufbauenden Einzelstudien rekonstruiert sie das Werk sowohl in seinen Bezügen zu Monks Engagement in Theater und Hörfunk als auch in seinen intertextuellen Verflechtungen – den Bezügen zu Entwicklungen der inter/nationalen Filmästhetik, als Reaktion auf kulturgeschichtliche Kontexte, sowie im Hinblick auf die theoretischen Konzepte, die der Gestaltung zugrunde liegen. Den Fluchtpunkt ihrer Analysen bildet das bislang wenig erörterte Problem des realistischen Erzählens und Darstellens im Fernsehen. Durch die frühe prägende Arbeit am Berliner Ensemble ist der Begriff des Realismus für Monk politisch-programmatisch besetzt. Ebenso knüpft er an Brechts Idee der Verfremdung an, während ihn die wachsende und verändernde Medienumgebung veranlasste, immer wieder neu nach ästhetischen Lösungen zu suchen, um diesen Effekt zu provozieren. Daher bietet die Analyse der Ästhetik Monks auch einen anschaulichen Zugang zur Mediengeschichte der Bundesrepublik.

Riccarda Merten-Eicher
Kostümbild | Kostümdesign
Die Magie der Verwandlung
168 S., br., € 19,90
978-3-89472-958-5
Das Kostümbild gehört zu den Gewerken im Film, deren Arbeit man meistens nicht bewusst wahrnimmt. Kostüme senden erste Signale, Botschaften über eine Figur im Film oder im Theater. Das Buch gibt einen spannenden Einblick in die «Kostümsprache», von der ersten Inspiration, den Entwürfen über die finanzierbare Konzeption bis zur künstlerischen Umsetzung innerhalb des Filmwerks. Es ist ein lebendig geschriebenes Sachbuch einer erfahrenen Praktikerin. Die Leser erfahren wenig beachtete Hintergründe der Filmherstellung. Sie werden danach Filme ganz anders sehen und achten. Riccarda Merten-Eicher, geboren 1956, studierte 1977 bis 1979 am Deutschen Institut für Puppenspiel sowie Germanistik- und Philosophie in Bochum, Arbeit in freien Theatergruppen und Filmproduktionen. 1980 bis 1983 Ausbildung zur Modedesignerin beim Lette-Verein Berlin. 1983 bis 1992 Anstellung bei der Firma Theaterkunst Berlin, die historische und moderne Kino-, TV- und Theaterproduktionen ausstattet. Seither als freie Kostümbildnerin am Theater, für Kinofilme und Fernsehformate im In- und Ausland tätig. Zu ihren bekanntesten Werken gehören Carlos – der Schakal, Geliebte Clara und Die grüne Wolke
Aus dem Inhalt:
- Zum Berufsbild - Notwendige Interessen, Kenntnisse und Fähigkeiten
- Die technische Vorbereitung eines (Film-)Projekts
- Die Realisation
- Die Dreharbeiten
- Die Abwicklung
- Kostümbild für Serien
- Kostümbild für die Bühne
- Trendfunktion von Film- und Serienkostümen
- Wege zum Beruf

Edgar Reitz
Heimat - Eine deutsche Chronik
Das Jahrhundert-Epos in Text und Bildern
544 S., br., 38,00 €
978-3-89472-999-8
Als die 11teilige Serie Heimat - eine deutsche Chronik 1984 erstmals in Fernsehen gezeigt wurde, galt sie sofort als unerhörtes Fernsehereignis und gehört heute zu den Meilensteinen deutscher Filmgeschichte. Das Epos begeistert und berührt immer neue Generationen und hat dem Hunsrück zur Identitätsbildung und der kulturellen Selbst-Vergewisserung verholfen. Da die alten Filmrollen zu zerfallen drohten, wurde das komplette Werk aufwendig digital restauriert und für das Kino neu geschnitten. Es kann jetzt wieder in vorher kaum wahrgenommener visueller Qualität gezeigt werden. Dieses Buch begleitet die restaurierte Wiederaufführung. Es enthält den nacherzählten Filmtext der neuen Fassung sowie viele weitere Informationen zum Werk.

Edgar Reitz
Die andere Heimat
Chronik einer Sehnsucht
Das Filmbuch
3. Auflage
296 S., 50 Abb., br., € 19,90
978-3-89472-868-7
NEWS: "Die andere Heimat" hat die Lola in Gold gewonnen!
Mitte des 19. Jh in einem ärmlichen Dorf im Hunsrück. Der junge Jakob Simon träumt von Indianern in Brasilien, von Sonne, Dschungel und fremden Sprachen. In seinem Film Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht lässt Edgar Reitz das Leben der Vorfahren der Familie Simon, deren Geschichte im 20. Jh. aus der Heimat-Trilogie bekannt ist, lebendig werden. Die Heimat-Trilogie – der erste Teil begeisterte vor beinahe 30 Jahren die Menschen – wurde weltweit von 100 Millionen Zuschauern gesehen. Auch der neue, fast vierstündige Film fesselt durch seine detailgenaue Beobachtung, seine Poesie und die Wahrhaftigkeit seiner Gefühle. Das Filmbuch zu Die andere Heimat enthält eine ausführliche Nacherzählung und Erläuterung des Films aus Sicht des Regisseurs. Ein zweiter Teil schildert die Entstehung des Schabbach Universums, die Arbeit des Filmteams und die Aufgaben, die es zu lösen hatte. Ein weiteres Kapitel handelt von der Stoffentwicklung und der Arbeit am Drehbuch. Ein umfangreicher Anhang informiert über die große Zahl der Mitwirkenden – Crew, Künstler, Haupt- und Nebendarsteller.   http://edgar-reitz.com/spielfilme/157-die-andere-heimat.html

Benner, Ruth
Metapoietische Filme
Über das Filmemachen ‹nach› Deleuze
272 S., br., 24,90 €
978-3-89472-996-7
VORAUSSICHTLICH ZUR BERLINALE LIEFERBAR
Metapoietische Filme“ sind Filme über das Filmemachen. Das „nach Deleuze“ im Titel meint, dass die vorgelegten Analysen mit Kategorien arbeiten, die Deleuze entwickelt hat. Es besagt aber auch, dass nicht nur Filme, die schon Deleuze analysierte oder zumindest hätte analysieren können, thematisiert werden, sondern auch solche, die nach seiner Zeit entstanden sind. Folgende Filme werden behandelt: Sullivan’s Travels (USA 1941, 8 ½ (I 1963, Federico Fellini) ,The Bad and the Beautiful (USA 1952), Der Stand der Dinge (P, BRD, USA 1981), The Player (USA 1992), Sunset Boulevard (USA 1950), Stardust Memories (USA 1980), Los abrazos rotos (E 2008), Barton Fink (USA, UK 1991), La Nuit américaine (F 1973), Mulholland Drive (USA 2001), Hellzapoppin' (USA 1941), The Purple Rose of Cairo (USA 1981), Be Kind Rewind (USA, UK 2008)

Christian G Salis
Der Böse steht noch einmal auf ...
und andere Klischees aus Hollywood-Filmen
3. Auflage
112 S., br., 9,90 €
978-3-89472-446-7
Der Böse steht noch einmal auf - eine der ewigen Wahrheiten aus Hollywood-Filmen. Christian Georg Salis hat die schönsten in diesem Buch gesammelt: Jeder kann einen Jumbo-Jet landen. Überall findet man sofort einen Parkplatz. Unschuldige haben kein Alibi. Aus der Einkaufstüte ragt ein Baguette heraus. Wissenschaftler sind wahnsinnig. Beim Sex wird nicht gelacht. Man kann alles schaffen, wenn man nur an sich glaubt - und am Ende ergibt alles einen Sinn ... Ein witziges Buch für alle, die gern ins Kino gehen

Hänselmann, Matthias C.
Der Zeichentrickfilm
Eine Einführung in die Semiotik und Narratologie der Bildanimation
820 S., br., 58,00 €
978-3-89472-991-2
Die Arbeit untersucht die produktionstechnischen, semiotischen und narrativen Charakteristika des animierten Films. Es werden narrative Unterhaltungsfilme ebenso berücksichtigt wie primär illustrative Musikvideos, experimentelle Kunstfilme genauso wie didaktische Animationen und ungegenständliche Zeichentrickfilme genauso wie figürliche.
Auf diese Weise erschließt die vorliegende Arbeit die mediensemiotischen Grundlagen des Zeichentrickfilms, ermittelt dessen elementare Kommunikationsmodi und Struktureinheiten, bestimmt die narratologischen Elementareinheiten und Basiskonzepte der Zeichentrick-Diegese und untersucht das zentrale Element des Zeichentrickfilms, die Zeichentrickfigur, in ihrer rezeptionspsychologischen und narrativen Funktionalität. Damit präsentiert sich die Arbeit als Grundlagenwerk zur Analyse und Interpretation des Zeichentrickfilms und soll in dieser Hinsicht einer zukünftigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Zeichentrickfilm als Anregung und Ausgangspunkt dienen.

Helbig, Jörg
I saw a film today, oh boy!
Enzyklopädie der Beatlesfilme
320 S., br., 24,90 €
978-3-89472-716-1
Seit den 1960er Jahren drückten die Beatles nahezu allen kulturellen Bereichen ihren Stempel auf. Kaum hatten sie damit begonnen, die Popmusik zu revolutionieren, waren sie in der Presse allgegenwärtig, traten in Fernsehshows auf, setzten neue Akzente in der Mode und in der Sprache und wurden zum Gegenstand von Literatur, Theaterstücken und Musicals. John Lennon veröffentlichte eigene Bücher und Grafiken, und Paul McCartney fand Anerkennung als Maler und Komponist klassischer Musik. «Nothing is Beatle-proof» meinte daher folgerichtig John Lennon in dem Animationsfilm Yellow Submarine. Das Medium, in dem die Beatles neben der Musik am nachhaltigsten wirkten, war indes der Film. Als Schauspieler, Regisseure, Produzenten oder Komponisten waren sie an Dutzenden von Filmen beteiligt, und noch weitaus größer ist die Anzahl der Filme über die Beatles. Jörg Helbig hat allerlei Wissenswertes zu den Hintergründen und Dreharbeiten recherchiert und stellt die Filme mit Stabangaben und kurzer Inhaltsbeschreibung vor . Ein Muss für alle Beatles-Fans!


Wolf Jahnke / Michael Scholten
Die 199 besten Action-Filme & Serien
288 S., zahlr. Abb., br., € 6,00 UVP
978-3-89472-811-3
Coole Helden, tollkühne Stunts, rasante Schnitte: Actionfilme sind ein äußerst beliebtes Genre. Die angesagtesten Filme und Serien - darunter Stirb Langsam, Terminator, Mission: Impossible, Heat und die Bourne-Reihe – werden in diesem Buch mit viel Insiderwissen und überraschenden Extras vorgestellt. Das sorgsam recherchierte Buch, das mehr als 300 Bilder enthält, stellt von Das A-Team bis Zwei wie Pech und Schwefel die 199 würdigsten Vertreter des Genres vor, klagt aber auch genüsslich die 19,9 miesesten Actionfilme an. Interviews mit Branchenkennern wie Hermann Joha (Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei) und Dominik Graf (Die Katze, Die Sieger), markante Zitate aus Actionfilmen, überraschende Hitlisten der besten Explosionen, Schießereien und Schlägereien sowie ein tragikomischer Nachruf auf 36 Stuntleute und Schauspieler, die durch Actionszenen ihr Leben verloren, runden diese einzigartige Sammlung ab.
Der moderne Action-Film stammt vom Abenteuer-, Piraten- und Westernfilm ab. Der heutige Action-Film ist Achterbahnkino – mit atemberaubender Rasanz erzählt und technischer Brillanz produziert. Er hat eine ganze Generation von neuen Stars geschaffen: Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, Bruce Willis, Tom Cruise, Jackie Chan, Vin Diesel, Matt Damon, Jason Stathan, Christian Bale uvm. Das moderne Action-Kino besteht aus Meisterwerken wie Stirb langsam, Terminator, Mission Impossible, Heat und die Bourne-Reihe „Und Action!“, heißt es am amerikanischen Drehset.  Es geht um moderne Zeiten, also keine klassisch historischen Filme wie Ritterfilme oder Western. Es geht überhaupt um echte Menschen, die Schweiß und Blut spritzen – kein Fantasy á la Der Herr der Ringe, kein Superman oder Gen-Mutant wie Spiderman und alle X-Men, aber ein Bruce Wayne, der als Batman auf die Macht der Maschinen setzt, hat mit seinen Bat-Mobilen durchaus einen Platz im modernen Actionfilm. Nicht jeder Film ist ein Meisterwerk, aber darum geht es auch nicht im heutigen Actionfilm. Es geht um Unterhaltung, kostet es was es wolle! Popcorn-Kino, großes Entertainment, Rollercoaster! Und das man trotzdem mit den Helden – oft echte „Badasses“– mitfiebert und bei einer rasanten Autoverfolgungsjagd - die schon mal amokartig in den Gegenverkehr geht- mitschwitzt, ist die große Kunst!
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Michael Scholten
Eigentlich gucke ich gar kein Fernsehen...
Überraschendes und alles andere als unnützes Wissen aus der Welt des Fernsehens
2. Auflage,
160 S.,  zahlr. Abb., br., € 5,00 UVP
978-3-89472-862-5
Wetten, dass Sie nicht wissen, wie groß die Löcher der Torwand im ZDF-Sportstudio und die China-Pfannen bei Stefan Raabs Wok-WM sind? Oder welche Gage die ARD einem Pfarrer für das Wort zum Sonntag zahlt? Und dass der Gong zu Beginn jeder Tagesschau auch im digitalen Zeitalter noch immer von Hand geschlagen wird? Natürlich braucht die Nation solche Fakten aus 60 Jahren Fernsehgeschichte genauso wenig wie die meisten Shows und Serien auf allen Kanälen. Doch Spaß macht derart unnützes Wissen über das liebste Medium der Deutschen auf jeden Fall! Das witzige Buch verrät Schlag auf Schlag, warum Claus Kleber für das heute journal an der Autobahn steht, wie Meister Eders Pumuckl heimlich für Brasilien wirbt, wie der chinesische Koch aus Bonanza starb und wer die Biene Maja schwängerte. Abgerundet wird diese Enzyklopädie des Flimmerns und Rauschens durch Interviews mit Stars und Machern, einem Blick in die Kinderstuben aller aktuellen Tatort-Ermittler sowie Tabellen, Schaubilder und vielen Fotos aller Fernsehhits und Bildschirmhelden wie Günther Jauch, Thomas Gottschalk, Hape Kerkeling, Dieter Bohlen und Pippi Langstrumpf.
Inhaltsübersicht: Kinderfernsehen /US-Serien (mit Kanada und Großbritannien) /Deutsche Serien /Tatort und andere Krimis /Shows und Moderatoren /Comedy /Nachrichten /Talkshow /Sport /Geschichte des Fernsehens /Andere Länder, anderes Fernsehen.
Michael Scholten kam 1971 zur Welt und somit im selben Jahr wie Dalli, Dalli, das Tor des Monats und die verfilmte Pippi Langstrumpf. Er wuchs in Rees am Niederrhein, vor allem aber vor dem Fernseher auf und nutzte dieses passiv erworbene Wissen später u.a. als Reporter der Zeitschrift TV Spielfilm, als Juror für den Deutschen Fernsehpreis und Deutschen Comedypreis sowie als Autor bei Wetten, dass..?-Online. Seit 2009 lebt Scholten in Phnom Penh, ist Chefredakteur der Kambodschanischen Allgemeinen Zeitung und berichtet als Korrespondent aus Südostasien. Dem deutschen Fernsehen hält er dank Internet, Mediatheken und Deutsche Welle weiterhin die Treue wie am ersten Tag. www.michaelscholten.com

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