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Das Literaturfestival TEXTLAND. Made in Germany ging am 14. September 2019 in die zweite Runde
mit abwechslungsreichem Programm in der Evangelische Akademie, Römerberg 9, Frankfurt am Main:

Soeben erschienen:

Textland 2 - Made in Germany
Erinnern - Erzählen - Identität
herausgegeben von Riccarda Gleichauf mit zahlreichen Autorenfotos und mit Textbildern von Michael Denhoff
148 S., br.., € 10,00
978-3-945400-72-2
INHALT:
Nassima Sahraoui: Erinnern und Erzählen / Karosh Taha: Babu wird erinnert, immer anders / Doron Rabinovici: „Jetzt, wo Sie sagen . .." / Dilek Güngör: Rot / Shida Bazyar: Nahid / Alexandru Bulucz: Entbabylonisierung: Psychologien der Integration / Verena Boos: Schwabenkinder / Grit Krüger: Bergsteiger am Boden / Yevgeniy Breyger: Zwölf Esel und die Zinsbibel / Robert Stripling: ich habe also dort / Enis Maci: Inseln / Marica Bodrozic´: Die Ohren der Sprache schlafen nicht / Matthias Göritz: Der kurze Traum des Jakob Voss / Ann Cotten: Identität / Harry Oberländer: Wittgensteins Leiter / Zoe Hagen: Streichelzoo / Senthuran Varatharajah: Erzähle mir von Deinem Vater / Lena Gorelik: Literatur der Passage: Über vergessene Fragen bei Erzählungen von Flucht / Doan Akhanh: Ein Mord, ein Park und zwei Revolten.

lieferbar:

Textland 1 - Made in Germany
Erzählungen, Essays und Gedichte
herausgegeben von Riccarda Gleichauf mit zahlreichen Autorenfotos und mit Fotografien von Paul Englert
176 S., br., € 10,00
978-3-945400-59-3
INHALT:
Sudabeh Mohafez: Schrille Töne auf engen Bühnen / Marjana Gaponenko: Die Schmuckeremitin / Doron Rabinovici: Wenn du's nicht weißt / Karosh Taha: Wenn Saddam zurücklächelt / Max Czollek: Nachrichten aus Marathon / Abbas Khider: Stumm und starr vor Angst / Shirin Kumm: Identitätssuche / Lena Gorelik: Was ist Heimat? / Sandra Gugic´: Billy Bana1 1999 / Sharon Dodua Otoo: neun / Arta Ramadani: Kleine Stadt große Sorgen / Ales Steger: Schnurrbärte / Alexandru Bulucz: Der Ausländer seine Rose ihr Stein / Hadija Haruna-Oelker: Essay / Paul-Henri Campbell: re:aktor poems i-iii / Feridun Zaimoglu: Den Fremdländer kannst du nimmer aus der Fresse wischen / Jamal Tuschick: Orgasmen im mikrokosmischen Orbit / Safiye Can: „Pianissimo"-Gedichte.

TEXTLAND ist ein Raum voller Geschichten, ist erzähltes Leben und grenzüberschreitend. Was im Alltag schwierig zu sein scheint, gelingt in der Gegenwartsliteratur: Integration. Die Texte von bi- und multikulturellen, bi- und multilingualen Autorinnen und Autoren bereichern die deutschsprachige Literatur, indem sie sie verändern und prägen.TEXTLAND gibt diesen Entwicklungen eine Bühne, und zwar in Frankfurt, der Geburtsstadt Goethes, der für die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen und die Utopie einer literarischen Kommunikation, die Verbindendes erkennt, ohne Trennendes aufzuheben, einen einfachen Namen hatte: Weltliteratur. Im deutschsprachigen Raum existiert bereits seit langem eine lebendige, hochklassige Literaturszene, repräsentiert durch die Autorinnen und Autoren. 2018  wurde der bedeutendste deutsche Literaturpreis - der Büchner-Preis - der in Ungarn geborenen Terézia Mora zuerkannt. TEXTLAND stellt die Frage, was deutschsprachige Literatur heute eigentlich ist und widmet dem Austausch individueller Erfahrungen und neuer ästhetischer Positionen Aufmerksamkeit. Denn Literatur ist nicht nur ein äshetisches Erlebnis, sie ist auch eine Form kritischer Praxis und ermöglicht es, sich mit der Welt und den darin lebenden Menschen auseinanderzusetzen.



Josef Alkatout
Ohne Prozess
Die Entrechtung unserer Feinde im Kampf gegen den Terror
224 S., br., € 17,90
978-3-85371-443-0
Wie freiheitlich ist eine sich auf die Werte der Aufklärung berufende Gesellschaft noch, wenn sie ihren Gegnern ein faires Verfahren vorenthält? Und wer sind die Terroristen, deren bloßes Erscheinen die Grundfesten unseres Rechtsstaats zu Fall zu bringen droht? Seit dem 11. September 2001 hält uns die offenbar allgegenwärtige Bedrohung durch den internationalen Terrorismus in Atem – und mit ihr der Anti-Terrorkampf, der immer häufiger grundlegende Menschenrechte aushebelt. Gegen die Aufständischen sowie deren Netzwerke setzen die USA, Europa und ihre Verbündeten auf eine weltumspannende Offensive, die mit der zeitlichen und räumlichen Begrenzung herkömmlicher bewaffneter Konflikte nichts gemein hat. Nicht mehr die Kriegszeiten, sondern die Friedenszeiten – sofern es sie noch gibt – sind die Ausnahme. Dieses präzedenzlose Vorgehen im Namen westlicher Sicherheit umfasst drakonische Folterverhöre durch Geheimdienste, rechtlos gestellte Häftlinge in Guantánamo Bay sowie staatlich angeordnete Tötungen durch ferngesteuerte Drohnen. Es hebelt Konventionen zur Kriegsführung aus, die über Jahrhunderte mühsam zwischen Regierungen ausgehandelt wurden, und bringt weit voneinander entfernt lebende Völker gegeneinander auf. Josef Alkatout besucht das abgeschottete Turkmenistan, den verwahrlosten Gazastreifen und die iranischen Mullahs. Er berichtet von einer US-Drohnenbasis im Niger und aus dem Zentrum des Anti-Terrorkampfs in Afghanistan. Er porträtiert Schicksale von zermürbten Gefangenen, die in Guantánamo seit beinahe zwei Jahrzehnten auf ihren Prozess warten und gibt Einblick in einen Justizskandal, der seinesgleichen sucht. Den Leser nimmt Alkatout mit auf eine Reise zu den Grundlagen des Konflikts zwischen den islamischen Rebellen und der westlichen Welt, zu einem entmenschlichten Selbstverständnis von der Moral des Tötens, aber auch zu engagierten Richtern und unerschütterlichen Demokratieverfechtern, die sich der Aushöhlung des Rechtsstaats mutig entgegenstellen.
Rezension: Legal Tribune Online 

Josef Alkatout
Die Stille, die du ließt
180 S., br., € 22,00
978-3-7092-0010-0
Augen auf und durch. Ein Roman aus dem Argentinien der Militärdiktatur über Glück und Begegnung, Leidenschaft und Unverständnis, Liebe und Trauer, die sich abwechseln, jagen und auf tragische Weise zueinander finden. Die skrupellose Junta im Buenos Aires der 1970er Jahre hinterlässt nach tausendfachem Morden und Verschwindenlassen ein wirtschaftlich ausgeblutetes Land sowie eine desillusionierte Generation junger Menschen. Haroldo und seine Schwester Marisol bemühen sich, mithilfe einer stillen Übereinkunft zum Alltag zurückzufinden. Die Vergangenheit hängt unaufgearbeitet über ihnen und zeichnet sichtbar das Miteinander der jungen Erwachsenen. Erst durch die Begegnung mit der finnischen Fotografin Hulda wird alles anders: Die Geschwister versuchen zwar, das grausame Geschehen auszublenden, aber als die trügerische Idylle aufzuweichen beginnt, bahnt sich ein Kampf gegen die Wahrheit an, der erst zu Ende ist, als Hulda eine unheimliche Entdeckung macht.

DAS ARABISCHE BUCH IM ÜBERBLICK

Stefan Weidner
1001 Buch – Die Literaturen des Orients
432 S., geb., € 30,00
978-3-9819763-3-5
1001 Buch. Die Literaturen des Orients ist das umfangreichste, ja einzige Buch, das die Literaturen der islamischen Welt vor dem Hintergrund ihrer gemeinsamen Geschichte behandelt. Fast alle der über dreihundert darin behandelten Werke aus 1500 Jahren sind auch auf Deutsch zugänglich, so dass nicht nur diese Literaturen, sondern auch ihre Vermittlung und die Übersetzungen zum Thema werden. Entgegen den herrschenden Vorurteilen (und dem Frauenbild mancher Muslime heute) ist zunächst festzuhalten, daß Frauen in der arabischen Literatur stets präsenter als in der lateinisch-griechischen Antike und im europäischen Mittelalter waren. ( ... ) die Dichterinnen im arabischen Andalusien gaben sich ausgesprochen weltlich, standen in der Wortwahl ihren männlichen Kollegen nicht nach. Muhdja bint al-Tyyani aus dem 11. Jh. (sic!); „Dank für die frischen Pfirsiche, die du mir schenkst! ( ... ) / Sie sind so wohlgerundet wie der Mädchen Brüste, / doch lassen jeden Penis sie vor Neid erblassen!"
Stefan Weidner reiste bereits als Schüler nach Nordafrika und machte dort seine ersten Erfahrungen mit dem Islam. Später studierte er Islamwissenschaften, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Göttingen, Damaskus, Berkeley und Bonn. Er arbeitet als Autor, Übersetzer, Literaturkritiker. Von 2001 bis 2016 war er Chefredakteur der Zeitschrift Fikrun wa Fann, die vom Goethe-Institut herausgegeben wird und zum Dialog zwischen westlicher und islamisch geprägter Kultur beitragen soll. Er hat zahlreiche Lyriker aus dem Arabischen übersetzt, darunter Adonis und Mahmud Darwisch.
MEISTER DER LITERATURVERFILMUNG

Josef Schnelle
Im nächsten Leben: Komödie
Volker Schlöndorff im Gespräch
208 S.,  Abb., br., € 24,90
978-3-7410-0338-7
Ich muss nur dieses eine Wort wie ein Markenzeichen fallen lassen: Blechtrommel - The Tin Drum, dann spitzen alle die Ohren.» Volker Schlöndorff weiß genau, das er mit der Verfilmung von Günter Grass Meisterwerk 1979 Filmgeschichte geschrieben hat, in dem er den damals weltweit noch unbekannten Jungen Deutschen Film auf die Weltkarte der Kinematographie setzte mit einer Goldenen Palme in Cannes und einem Oscar in Hollywood. Bis heute gilt das Genre der «Literaturverfilmung» mit Filmen nach Vorlagen von Heinrich Böll, Max Frisch, Arthur Miller und Marcel Proust als seine Spezialität. Dabei wird oft vergessen, dass er schon als Regieassistent an Meisterwerken wie Letztes Jahr in Marienbad von Alain Resnais und Das Irrlicht von Louis Malle beteiligt gewesen war. In Frankreich bei den Autorenregisseuren der Nouvelle Vague lernte er also sein Handwerk, bevor er 1966 seinen ersten eigenen Film Der junge Törless auf dem Filmfestival von Cannes vorstellte.
Dieses Buch präsentiert Volker Schlöndorff im Gespräch mit Josef Schnelle über seine frühen Erfahrungen als Cinephiler in Paris, da hat er hat z.B. als Regieassistent bei Louis Malles gearbeitet, den Aufbruch mit dem Jungen Deutschen Film in den 70er Jahren, sowie die Geheimnisse und Hintergründe der Literaturverfilmung, seiner Spezialität. Außerdem wird das Werk und die ganz besondere Ästhetik des Filmemachers Volker Schlöndorff beleuchtet und auch gezeigt wieso gerade der erkläre Billy-Wilder-Fan Schlöndorff nie eine Komödie gedreht hat. Ein ausführlicher Essay leitet in Schlöndorfs Arbeit und Leben ein. Zahlreiche, unbekannte Fotos aus dem Privatarchiv ergänzen den Band, z.B. als Regieassistent mit Brigitte Bardot und Jeanne Moreau, Werksfotos aus der Blechtrommel, mit Arthur Miller am Set von Tod eines Handlungsreisenden oder mit Judy Delpy und Sam Shepherd (und Bierflaschen) am Set von Homo Faber. Neue Pläne und die Aussichten auf ein ganz besonderes Spätwerk vervollständigen diese Studie über einen der größten deutschen Filmregisseure, der vor wenigen Wochen 80 Jahre alt geworden ist. Als Zugabe gibt es das Gespräch zwischen Schlöndorff und Schnelle als Audiodatei zum Nachhören.


FONTANE 200
Theodor Fontane´s real Effi Briest revisited:

Elisabeth von Ardenne
Jenseits von Effi
Elisabeth von Ardenne erzählt aus ihrem Leben
150 S., diverse, auch farbige Abb., geb., € 28,00
978-3-96317-173-4
Jede fiktionale Gestaltung nach einer wahren Vorlage bringt das Leben dahinter fast zum Verschwinden. So auch im Fall der Elisabeth von Ardenne, geborene von Plotho, die wir als »Effi Briest« in Fontanes gleichnamigem Roman oder Klotilde in Friedrich Spielhagens »Zum Zeitvertreib« zu kennen meinen. Ihr Leben umfasste beinahe ein ganzes Jahrhundert (1853-1952), während ihr Alter Ego bei Fontane in jungen Jahren sterben muss - wohl »zur Strafe« für den begangenen Ehebruch. Im echten Leben resultierten daraus der Duell-Tod ihres Liebhabers Emil Hartwich (1843-1886), die kurzzeitige Inhaftierung des Ehemanns Armand von Ardenne (1848-1919) und die darauf folgende langjährige Trennung von den eigenen Kindern. Von Ardenne hat in hohem Alter autobiografische Niederschriften verfasst, die hiermit erstmals in Gänze veröffentlicht werden. Sie blenden das Skandalon ihres Lebens nahezu vollständig aus und sind stellenweise fragmentarisch. Und trotzdem: Mit Kunstfertigkeit, Gespür für Humorvolles und manchmal überraschender Direktheit fügt von Ardenne Szenen ihres Lebens zu einer impressionistischen Collage zusammen.
Ergänzt wird diese Ausgabe durch zahlreiches Bildmaterial, historische Quellen zum Duelltod Emil Hartwichs und ebenfalls erstmalig edierte Briefe des württembergischen Theologen Christoph Blumhardt an Elisabeth von Ardenne, mit dem sie nach dem Bruch mit der eigenen Familie in engem Austausch stand.
Photo von Elisabeth von Plotho mit 19 Jahren
Jungvermählte: Elisabeth und Armand Léon von Ardenne 1873, Lützowufer 32, Berlin

  (C) Tell Schwandt
Grabstein der echten Effi in Stahnsdorf
Inschrift: Elisabeth Baronin von Ardenne, geb. Freiin und Edle von Plotho, geb. 26.10.1853 gest. 5.2.1952



JULI 2019: DIE ERFOLGSGESCHICHTE DER
GWENAELLE-TROLEZ-HEFTE GEHT WEITER:
Katalog mit netto-Einkaufspreisen für Buchhändler: zahlreiche Neuerscheinungen
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