Verlagsvertretung Tell Schwandt & Gabriele Schmiga, 14089 Berlin, Lerchenstr. 14a,  Tel.030-832 4051.....bestellbuch@t-online.de.
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BÜCHERVIRUS  /  VIRUSBÜCHER

Achtbändige neue Reihe [Aktionspaket: je 3 Expl. der 8 Bände mit vollem RR und 45%] ab PROLIT:

Maja Göpel
Pandemie und Klima
Ein Gespräch über eine nachhaltige Welt
88 S., geb., 10,00 €
978-3-8012-0602-4
Die Klima- und Transformationsforscherin spricht über das, was nötig ist, um die Erde als lebenswerten Ort zu bewahren.
Denn Pandemien sind – heute wie morgen – eine direkte Folge von Klimawandel, Naturzerstörung und dem Kampf um
Ressourcen. Wie viel braucht der Mensch, um wirklich zufrieden zu sein?


Thomas Piketty
Pandemie und Ungleichheit
Ein Gespräch über die Ideologie des Kapitals
72 S., geb., 10,00 €
978-3-8012-0601-7
Der französische Starökonom spricht über Ungleichheit, frühere Seuchen und Krisen und denkt darüber nach, wie
man Güter und Vermögen so verteilen kann, dass die Demokratie nicht vom Kapitalismus zerstört wird.


Andreas Reckwitz
Pandemie und Staat
Ein Gespräch über die Neuerfindung der Gesellschaft
72 S., geb., 10,00 €
978-3-8012-0606-2
Der Kultursoziologe denkt darüber nach, wie Staat und Gesellschaft sich durch die Corona-Pandemie neu erfinden könnten. Die Krise führt zu einer Renaissance des Staates, denn wir werden uns bewusst: Bestimmte Formen öffentlicher Regulierung sind gut und nötig. Bewegen wir uns auf einen gezähmten, eingebetteten Liberalismus zu?


Joseph Stiglitz
Pandemie und Markt
Ein Gespräch über eine gerechte Weltwirtschaft
72 S., geb., 10,00 €
978-3-8012-0607-9
Der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger spricht über neue Leitplanken für eine gerechtere Weltwirtschaft. Passgenaue
öffentliche Ausgaben, vor allem Investitionen in die grüne Wirtschaft, sind das Gebot der Stunde. Können wir die
nationalen Wirtschaften nach Corona wiederaufrichten? Ja, aber nur mit mehr Kooperation, nicht weniger!

Gesine Schwan
Pandemie und Solidariät
Ein Gespräch über gesellschaftlichen Zusammenhalt
72 S., geb., 10,00 €
978-3-8012-0603-1
Die Politikwissenschaftlerin spricht über Zusammenhalt in der Corona-Pandemie. Sie sieht die Zeit gekommen für progressive
Akteure, die Brücken bauen zwischen den Generationen, zwischen den Geschlechtern, zwischen den unterschiedlichen
gesellschaftlichen Gruppen. Bringt Corona eine neue Zeit des Gemeinsinns?


Theresa Bücker
Pandemie und Geschlechter
Ein Gespräch über eine feministische Zukunft
64 S., geb., 10,00 €
978-3-8012-0604-8
Die Journalistin und Feministin erklärt, wie hart Corona vor allem Frauen trifft – alte, längst überwunden geglaubte Geschlechterrollen kehren mit der Krise zurück. Gleichberechtigung scheint zweitrangig zu sein. Was heißt das für die Politik? Wie sieht die Vision einer feministischen Zukunft aus?


Lisa Herzog
Pandemie und Arbeit
Ein Gespräch über eine demokratische Wirtschaft
72 S., geb., 10,00 €
978-3-8012-0605-5
Die politische Philosophin meint: Corona hat uns daran erinnert, dass wir soziale Wesen sind, auch in der Arbeitswelt. Die
Digitalisierung hat sich enorm beschleunigt – aber reicht das? Arbeit ist Zusammenhalt, Sinn und Grundlage unseres Staatswesens.
Wie wollen wir die Jobs der Zukunft gestalten?


Heinz Bude
Pandemie und Gesellschaft
Ein Gespräch über eine Zeitenwende
72 S., geb., 10,00 €
978-3-8012-0608-6
Der Kassler Soziologe spricht über die wachsende Bedeutung von Solidarität in Corona-Zeiten. Er sieht neues Potenzial für
eine Gesellschaft, in der sich die Menschen wieder umeinander kümmern. Und die Pandemie hat gezeigt, dass der schützende
Staat immer wichtiger wird.
Was haben Heuschreckenschwärme, Schweine mit verdrahtetem Gehirn oder die Verkaufszahlen von Sexpuppen mit der Corona-Pandemie zu tun? Sehr viel – glaubt man dem unnachahmlichen Philosophen Slavoj Žižek

Slavoj Žižek
Pandemie! II
Chronik einer verlorenen Zeit
188 S., br., € 22,00
978-3-7092-0449-8
Žižek untersucht die Auswirkungen von Fehlernten auf unsere Nahrungsmittelversorgung, die weltweite Ausbeutung der Beschäftigten im Pflegesektor sowie den zunehmenden Widerstand all jener, die unter „Pandemiemüdigkeit“ leiden. Anhand dieser und anderer Beispiele zeigt er, dass der zeitgenössische Kapitalismus nicht in der Lage ist, die Öffentlichkeit in Krisenzeiten zu beschützen. Virtuos verbindet Žižek Kritische Theorie mit Popkultur und Psychoanalyse und enthüllt dabei die verstörende Dynamik von Wissen und Macht in Zeiten der Pandemie.


Slavoj Žižek
Pandemie!  I
Covid-19 erschüttert die Welt
112 S., br., € 14,90
978-3-7092-0441-2
Wir leben in einer Zeit, in der der größte Ausdruck von Liebe darin besteht, zum Objekt seiner Zuneigung Distanz zu halten; in der Regierungen, die für die rücksichtslose Kürzung öffentlicher Ausgaben bekannt sind, plötzlich wie von Zauberhand Milliarden bereitstellen können; in der Toilettenpapier zu einer Ware wird, die kostbar ist als Diamanten. Es ist eine Zeit, in der, so Žižek, eine neue Form des Kommunismus der einzige Weg sein wird, um den Abstieg in globale Barbarei abzuwenden. Unser Planet wurde von einer beispiellosen globalen Pandemie erfasst. Wer könnte ihre tiefere Bedeutung besser ergründen, ihre schwindelerregenden Paradoxien besser aufzeigen und über die Folgen und deren Tragweite eindringlicher spekulieren als der einflussreiche slowenische Philosoph Slavoj Žižek – und das auf atemberaubende, schweißtreibende Art und Weise?
Mit seinem lebendigen Schreibstil und Hang zu populärkulturellen Analogien (Quentin Tarantino und H.G. Wells treffen hier auf Hegel und Marx) liefert Žižek eine ebenso scharfsinnige wie provokative Momentaufnahme dieser Krise, die sich mehr und mehr ausbreitet und uns alle erfasst.


HERRSCHAFT DER ANGST
Von der Bedrohung zum Ausnahmezustand
Herausgegeben von Hannes Hofbauer und Stefan Kraft mit Texten von Wolf Wetzel, Marlene Streeruwitz, Moshe Zuckermann, Rainer Fischbach, Helge Buttkereit, Gerhard Hanloser, Joachim Hirsch, Carsten Prien, Imad Mustafa, Karl Reitter, Dieter Dehm, Christian Schubert u.a.
256 S., br., 19,90
978-3-85371-488-1
Die Machtausübung unserer Tage basiert auf mehreren Säulen. Noch immer scheint jene Definition zu gelten, mit der Antonio Gramsci vor bald 100 Jahren den (bürgerlichen) Staat beschrieb: „Hegemonie, gepanzert mit Zwang“.
Die jeweiligen Regierenden erkaufen die Akzeptanz zu ihrer Politik mit materiellen Zugeständnissen – so dies ökonomisch möglich ist. Parallel dazu betreiben sie eine Herrschaftstechnik, die immer offener zutage tritt: die Erzeugung von Angst. Dies ermöglicht dem Staat stärkere Befugnisse und lenkt die Aufmerksamkeit der Menschen auf das jeweilige Drohszenario. Die vermittelten Gefahren haben reale Ausgangspunkte und reichen von Terroranschlägen bis zur Ausbreitung von Viren. Dem Liberalismus ist das Autoritäre inhärent und er nutzt Bedrohungen, um die Kontrolle des sozialen Lebens auszuweiten und die demokratische Teilhabe weiter einzuschränken. Das Motto der Maßnahmen, seien es zunehmende Überwachung, Anti-Terrorgesetzgebung, Austeritätsregime, Ausgangssperren oder Lockdowns, lautet Es gibt keine Alternative: Medien transportieren und verstärken diese Botschaft und sorgen dafür, dass die von oben verbreitete Angst nach unten in alle gesellschaftlichen Bereiche durchsickert, sodass Menschen dazu übergehen, sich gegenseitig unter Druck zu setzen, um den politischen Vorgaben Folge zu leisten.
Der Sammelband „Herrschaft der Angst“ setzt sich mit historischen Beispielen und Auswirkungen dieser – im Zuge der sogenannten Corona-Krise verstärkten – Strategie auseinander. Von den Notstandsverordnungen in der BRD der 1970er-Jahre über das Beispiel der israelischen Politik der Furcht bis zur Islamophobie und den PandemieVerordnungen reicht der Bogen der Beiträge. Dazu werden auch kulturelle und psychologische Folgen der Herrschaft durch Angst in den Blick genommen, die wiederum in negativer Weise auf die Gesellschaft zurückwirken. Ein emanzipatorischer Aufbruch ist dringend notwendig. Dafür ist eine Kritik an der verordneten Angst unerlässlich.

Elsner, Wolfram
Die Zeitenwende
China, USA und Europa nach Corona
230 S., br., € 20,00
978-3-89438-750-1
»Corona« hat der Welt eine Zeitenwende vor Augen geführt. Die USA zeigen sich im Niedergang. China ist als neue wirtschaftliche Nr. 1 und Gesundheitsweltmacht endgültig in Erscheinung getreten und ist wieder einmal die Weltkonjunkturlokomotive, und besonders für Deutschland. Aber die alte Globalisierung ist gescheitert, und Washington betreibt eine weitgehende Renationalisierung und »Entkopplung« der internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Eine neuartige Reglobalisierung wird unter Initiative Chinas stattfinden, Eurasien dabei zu einem Wachstumspol der Welt, und die Neuen Seidenstraßen eine Säule der künftigen Welt. In der EU aber scheint eine neue »transatlantische« Sammlungsbewegung beeindruckt zu sein von Regel- und Rechtsbrüchen Washingtons. Und die EU irrlichtert zwischen den Kräften. Die Präsidentenwahl wird an der US-Strategie gegenüber China wenig ändern. Werden die USA einen heißen Krieg gegen China/Russland lostreten? Oder kommt ein globaler New Deal, bei dem über alles offen verhandelt wird, in dem Kooperation und neues Vertrauen entstehen? Findet der Westen die Kraft zu einer friedlichen Koexistenz und dazu, die großen Menschheitsprobleme wieder in den Mittelpunkt zu stellen?


Roberto Simanowski
Das Virus und das Digitale
Corona und das Ende der Demokratie
96 S., br., € 19,90
978-3-7092-0463-4
Das Virus und das Digitale ist die Tiefenanalyse einer Pandemie: von der Corona-App und der Maskenpflicht am Bildschirm bis zur Frage, ob die Corona-Krise die lang ersehnte Chance eines gesellschaftlichen Neuanfangs sein könnte. Covid-19 ist die Hefe der Digitalisierung: Home-Office, Fernunterricht, Online-Shopping, Video-Streaming, Corona-App – wir erleben einen Sprung in die Zukunft, den es in Echtzeit zu begreifen gilt. Simanowski unternimmt diesen Versuch und entziffert verschiedene Phänomene des Corona-Alltags aus einer kultur- und medienwissenschaftlichen Perspektive: das Zoom-Meeting als Enthüllung des optisch Unbewussten, die Corona-App als Machtkampf zwischen Technologie und Gesellschaft, die Anti-Corona-Proteste und Verschwörungstheorien als Kollateralschäden des Internet. Das Fazit ist überraschend und bestürzend: So wie die Corona-Krise die Digitalisierung beschleunigt, so beschleunigt diese den Ausbruch der Infodemie, die auf eine viel bedrohlichere Krankheit verweist: Die Krise der Demokratie. Roberto Simanowski, geboren 1963, war bis 2018 Professor für Kulturund Medienwissenschaften in den USA, Hongkong und in der Schweiz und ist derzeit Distinguished Fellow of Global Literary Studies im Excellence-Cluster „Temporal Communities“ an der Freien Universität Berlin.


Paul Reinbacher
Fehlvereinfachungen
Komplikationen und Korrekturen
160 S., br., € 17,90
978-3-7092-0454-2
Wie ein Brennglas bündelt die Corona-Krise gesellschaftliche Fragen der letzten Jahre und Jahrzehnte. Mit den Strategien zu ihrer Bewältigung erreicht aber vor allem die „Sehnsucht nach dem Einfachen“ einen neuen Höhepunkt.  Unterschiedliche Phänomene wie der um sich greifende Populismus und die ausufernde politische Korrektheit, die moralische Dauerempörung und die Digitalisierung im Bildungswesen haben mit dem aktuellen Krisenmanagement eines gemeinsam: das Streben nach einfachen Lösungen für komplexe Problemlagen. Da solche Fehlvereinfachungen jedoch langfristig zu Komplikationen führen, muss die darin zum Ausdruck kommende Hoffnung letzten Endes unerfüllt bleiben. Eine systemische Sichtweise wie in den hier versammelten Beiträgen bietet dazu Korrekturen an. Indem sie zeigt, dass Vorteile und Nachteile gesellschaftlicher Entwicklung und politischer Steuerung stets Hand in Hand gehen, ist sie eine Grundlage für mehr Gelassenheit und Differenzierung in einer Debatte „post coronam“.


Ette, Wolfram / Peiter, Anne D.
Der Ausnahmezustand
ist der Normalzustand, nur wahrer
Texte zu Corona
300 S., br., € 22,00
978-3-96317-235-9
Zwei Orte, die kaum unterschiedlicher sein könnten, sind die perspektivischen Ausgangspunkte dieses ›sozialen Essays‹ über Corona: La Réunion und Chemnitz, wo Anne Peiter und Wolfram Ette leben und arbeiten. Was die ehemalige französische Kolonie im Indischen Ozean und die ehemalige Arbeiterstadt bei allen Unterschieden aber miteinander verbindet, ist ihre Randständigkeit, ihre Lage in und an der Peripherie, wo man, wie Heiner Müller es einmal formuliert hat, erfährt, was eine Gesellschaft wirklich ist. In scharf geschnittenen Beobachtungen, die von Aphorismen bis zu ausgreifenden Essays reichen, gehen Peiter und Ette den Erscheinungen der Corona-Krise nach. Sie verbinden Alltag und Literatur, Erfahrung und Begriff, das mikrologische Detail und den Gesamtzusammenhang. Sie mischen die Genres, die Themen und die Zeiten. Nicht die systematische Erfassung dessen, was uns seit März 2020 bewegt und verstört, ist das Ziel dieses Essays, sondern seine geistesgegenwärtige Konstellation.

MEMORANDUM 2021
Alternativen der Wirtschaftspolitik
280 S., br., € 18,90
978-3-89438-755-6
Die Corona-Krise stellt die Gesellschaft insgesamt, aber nicht zuletzt auch die Wirtschafts- und Finanzpolitik vor große neue Herausforderungen. Wie sind die Antworten zu bewerten, die Berlin und Brüssel bisher darauf gefunden haben? Das MEMORANDUM 2021 setzt sich kritisch auseinander mit den Maßnahmen von Bundesregierung und EU-Kommission und zeigt, dass es durchaus Alternativen zu deren vorrangiger Ausrichtung auf privatwirtschaftliche Gewinnsicherung gibt.
In der Finanzpolitik wird insbesondere die Tilgungsverpflichtung der 2020 und 2021 aufgenommenen Kredite des Bundes und der Bundesländer hinterfragt. Zu deren Tilgung wird ein Corona-Lastenausgleichsfonds gefordert, der durch eine Abgabe auf große Vermögen finanziert werden soll. Anknüpfend an das letztjährige Memorandum werden sodann die Ausführungen zur überfälligen Verkehrswende fortgesetzt. Dem folgt ein umfangreiches Kapitel zu Grundfragen der Rentenpolitik, das alternative Möglichkeiten für eine sichere Altersvorsorge diskutiert. Und schließlich geht es um eine Bestandsaufnahme der nationalen und internationalen Unternehmensbesteuerung und die Notwendigkeit ihrer grundsätzlichen Neuausrichtung.

Echoräume des Schocks
Wie uns die Corona-Zeit verändert
Reflexionen Kulturschaffender und Kreativer.
Eine Anthologie herausgegeben von Franziska Richter mit Beiträgen von Saskia Ackermann, Ferda Ataman, Davide Brocchi, Carsten Brosda, Salome Dastmalchi, Judith Döker, Tanja Dückers, Annett Gröschner, Manaf Halbouni, Hanka Kliese, Barbara Lison, Gülin Mansur, Peggy Mädler, Jürgen Matschie, Jagoda Marinic, Jasmin Mittag, Thomas Mühlnickel, Michelle Müntefering, Martin Rabanus, Franziska Richter, Dieter Ripberger, Peer Mia Ripberger, Andreas Rost, Michael Schindhelm, Andrea Schmidt, Leander Scholz und Olaf Zimmermann.
192 S., br., 45 farbige Abbildungen, € 16,00
978-3-8012-0589-8
Im Frühjahr 2020 erreichte die Corona-Pandemie auch Deutschland. Covid-19 löste Schallwellen aus, die ein großes Echo nach sich zogen. In 25 Beiträgen zeichnen Kulturschaffende und Kreative den Widerhall dieser Zeit auf, berichten von Ereignissen aus Politik und Gesellschaft und erzählen von Ängsten und Hoffnungen in ihrem Alltag im Ausnahmezustand. Sie vermessen den Schock, der den Kulturbereich in dieser Zeit getroffen hat und stellen sich die Frage, wie Kunst und Kultur in und nach der Corona-Zeit gefördert beziehungsweise gestärkt werden können. Entstanden ist so ein berührendes, inspirierendes und authentisches Dokument der Corona-Zeit.
Die Beiträge dieser Anthologie entstanden unter dem Eindruck der Ereignisse seit den Ausgangsbeschränkungen im März bis Ende Juni 2020. Viele Beiträge enthalten persönliche Reflexionen zu den Erfahrungen in dieser Zeit. Sie analysieren die Frage, welche Konsequenzen wir aus der Corona-Zeit ziehen sollten und nehmen eine neue Perspektive ein. Sie entwerfen Chancen für ein neues solidarisches und demokratisches Miteinander. Und sie diskutieren die dringende Frage, wie es für Kunst und Kultur in und nach der Pandemie weitergeht.


Inne halten: Chronik einer Krise
Jenaer Corona-Gespräche
Herausgegeben von Birgit Liebold und Jonas Zipf im Gespräch mit Hartmut Rosa, Soziologe / Aleida Assmann, Anglistin, Ägyptologin und Literatur- und Kunstwissenschaftlerin / Bernhard Maaz, Kunsthistoriker und Generaldirektor der Bayrischen Staatsgemäldesammlungen / Thomas Oberender, Intendant der Berliner Festspiele. Die Erwiderungen liefern Klaus Dörre und Stephan Lessenich, beide Soziologen / Ayse Güleç, Sozialpädagogin und Leiterin des Bildungs- und Beratungsbereiches im Kulturzentrum Schlachthof in Kassel und Volkhard Knigge, Historiker und Leiter der Stiftung „Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora“
158 S., br., € 18,00
978-3-95749-317-0
Wer hätte vor ein paar Wochen für möglich gehalten, dass unsere hektische Welt zum Stillstand kommen kann? Nun hat uns das Virus – Covid 19 – eines Besseren belehrt. Lockdown, Veranstaltungsverbot, Shutdown, Social Distancing … das sind die neuen Schlagworte und Realitäten der Corona-Pandemie, die auch zu einer weltweiten Wirtschaftskrise avancierte. Liegt aber in dieser globalen Corona-Krise, in diesem erzwungenen Innehaltenmüssen auch eine Chance? Das liegt an uns, „was wir jetzt daraus machen“. Dieser Überzeugung ist Jonas Zipf, Theatermann und Werkleiter von JenaKultur. Er suchte sich in der gesamten Bundesrepublik hochkarätige Gesprächspartner*innen, allesamt Geisteswissenschaftler*innen oder Künstler*innen, um dies auszuloten. Ob Corona als Motivationsschub, mal wieder über unsere wenig nachhaltige Lebensweise nachzudenken, Corona als mögliches Sujet, Corona und die Rolle des Staates, Corona und Verschwörungstheorien oder auch Corona und der Blick auf unsere Arbeitswelt – immer reflektiert Zipf mit seinen Gesprächspartner*innen darüber, dass theoretisch JETZT die Generalsaussprache einer ganzen Gesellschaft möglich sei, wozu es nur sehr selten in der Geschichte überhaupt reale Chancen und Zeitfenster gäbe. Ein kurzer Moment, in dem der Pausenschalter gedrückt ist!


Lockdown 2020
Wie ein Virus dazu benutzt wird, die Gesellschaft zu verändern
Herausgegeben von Hannes Hofbauer und Stefan Kraft
208 S., br., € 17,90
978-3-85371-473-7
Eine tiefe Rezession, massenhafte Arbeitslosigkeit und schwere soziale Verwerfungen sind die Folgen des Lockdown 2020. Als noch gravierender entpuppen sich die politischen Handlungen: Ohne offene Debatte setzte man Notverordnungen durch, wurden Grundrechte beiseite geschoben, geriet der Ausnahmezustand zur neuen Normalität. Gründe genug für die zwei Wiener Verleger Hannes Hofbauer und Stefan Kraft, kritische Stimmen in einem Buch zu versammeln, das sich mit den Hintergründen und Folgen der Virus-Maßnahmen auseinandersetzt.


Rob Wallace
Was COVID-19 mit der ökologischen Krise,
dem Raubbau an der Natur und dem Agrobusiness zu tun hat
180 S., br., € 20,00
978-3-89438-738-9
Seitdem Menschen sesshafte Landwirtschaft betreiben, kommt es immer wieder zu tödlichen Epidemien. Aber warum nehmen diese Infektionen heute die Form weltweiter Pandemien an, so wie es bei COVID-19, SARS, MERS oder der Vogelgrippe der Fall war? Warum häufen sie sich – und was lässt sich dagegen unternehmen? Der US-amerikanische Biologe Rob Wallace erklärt, wie Pandemien entstehen und warum sie sich global ausbreiten. In seiner Analyse berücksichtigt er die evolutionäre Dynamik der Krankheitserreger ebenso wie die gegenwärtigen ökologischen und ökonomischen Strukturen. So skizziert er eine politische Virologie, die den »Eigensinn der Mikroben« ebenso berücksichtigt wie Freihandelsverträge, Tierzuchtmethoden und die Eigentumsverhältnisse. Die Ursache von COVID-19 sieht er in weltweit schwindender Biodiversität, Landübernutzung und Massentierhaltung, kurz: im herrschenden kapitalistischen Nahrungsregime. Und solange der ökologische Raubbau anhält, erklärt Rob Wallace, werden Epidemien außer Kontrolle geraten.


Peter Scheibe
Grundrechte in Quarantäne
Ein Virus infiziert den Rechtsstaat
160 S., br., € 18,00
978-3-8012-0578-2
Die Angst vor Corona greift tief in die Grundrechte ein. Bund und Länder regieren mit Rechtsverordnungen. Die parlamentarische Kontrolle bleibt oft auf der Strecke. Wo ist die Gewaltenteilung? Gerichte fällen Urteile ohne Anhörung. Wo bleibt die Rechtsstaatlichkeit? Virologen, Politiker und Ökonomen tauschen in atemberaubendem Tempo ihre Rollen. Ob mit Grund oder ohne: Die Demokratie verletzt ihre eigenen Spielregeln. Auch Populisten dürfen sich deshalb plötzlich als Verfassungshüter aufspielen. Unsere Gesellschaft fährt auf Sicht. Noch vertrauen die Menschen den Regierenden. Die Frage lautet: Wie lange geht so etwas gut? Peter Scheibe, früherer Justiziar der Tageszeitung taz, hinterfragt kritisch diese Einschnitte in den Rechtsstaat. Begriffe wie »Kontaktbeschränkung« oder »Lockdown« bemänteln die Aussetzung von Grundrechten. Der Autor schildert anhand zahlreicher Beispiele, welche Gefahren Politik und Staat drohen, wenn man Alternativlosigkeit als Mantra akzeptiert. Er gibt Anregungen, wie eine aufgeklärte Gesellschaft durch eine breite und offene Debatte gestärkt werden muss, damit sie nicht ihr eigenes Fundament zerstört.


Denis Newiak
Alles schon mal dagewesen.
Was wir aus Pandemie-Filmen für die Corona-Krise lernen können
120 S., br., 15,00 €
978-3-7410-0117-8
Binnen weniger Wochen hat sich unser aller vermeintlich so sicheres Leben geändert: Lockdown, Homeoffice, Kontakt-beschränkungen, tägliche Bulletins von Virologen, Protest-bewegungen und Verschwörungsfantasien.
Hätten wir darauf vorbereitet sein können? Aber ja – alles schon mal dagewesen: Im Kino!
Science-Fiction-Filme und -Serien setzen sich seit je her auf spekulative Weise mit der Zukunft und ihrem möglichen Verlauf, den sozialen Veränderungen und Konfliktfeldern auseinander, und haben viele Fragen, die mit der Viruserkrankung Covid-19 aufgeworfen wurden, bereits vorausgedacht, durchgearbeitet und versuchsweise beantwortet.
Der Blick auf einschlägige Filme wie Contagion (USA/AE 2011), Children of Men (USA/UK 2006) und Blindness (Die Stadt der Blinden, BR/CA/JP 2008) kann Handlungsoptionen aufzeigen und auf spielerischem Wege auf Konfliktlinien, die im Vorfeld, im Verlauf und im Nachgang von Pandemien gesellschaftlich relevant werden können, verweisen, sodass die aufmerksame und kritische Betrachtung Hilfestellung beim Umgang mit der Pandemie leisten kann. Denis Newiak sucht zwischen den Zeilen von Pandemie-Filmen und -Serien nach Ideen zur Bewältigung der sozialen, politischen und ökonomischen Herausforderungen der Krise. Können uns die filmischen Szenarien helfen, diese große Prüfung zu bestehen und gestärkt aus ihr hervorzugehen?


Pandemische Zeiten
Corona, Kapitalismus, Krise und was wir dagegen tun können
Herausgegeben von Sascha Stanicic und René Arnsburg mit Beiträgen von Angelika Teweleit (Sprecherin VKG – Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften), Dorit Hollasky (ver.di-Betriebsgruppensprecherin am städtischen Klinikum Dresden), Julian Koll (ver.di-Vertrauensmann und Erzieher in  Dortmund), Marius Sackers und Jens Jaschik (Linksjugend ['solid] - NRW), Martin Löber (ver.di-Betriebsrat in einem  Bäderbetrieb), Ursel Beck (Mieten-Aktivistin Stuttgart), Leila Messaoudi (Stadträtin in Le Petit-Quevilly, Frankreich), Hannah Sell (Generalsekretärin der Socialist Party England & Wales), Siritunga Jayasuriya (United Socialist Party Sri Lanka), Claire Bayler & Jacob Bilsky (Independent Socialist Group USA), Carl Simmonds (CWI Japan), Andreas Pittler (Autor aus Österreich),  Inge Höger (Landesvorsitzende DIE LINKE. NRW), Christian Krähling (Gewerkschafter Amazon Bad Hersfeld), Christa Hourani (Sprecherin VKG), Winfried Wolf (Chefredakteur LunaPark21), Danny Albrecht (ver.di-Vertrauensmann real Wildau), Ferat  Kocak (Linkskanax), Margit Glasow (Inklusionsbeauft ragte der Partei DIE LINKE), Huschke Mau (Netzwerk Ella), Michael  Bonvalot (Journalist aus Österreich) u.a.*
300 S., br., € 14,90
978-3-96156-091-2
Die Auswirkungen der Corona-Krise und die Maßnahmen zu Eindämmung der Infektionen haben die bereits kränkelnde Weltwirtschaft so hart getroffen, dass wir momentan nahtlos von einer Krise der Gesundheitssysteme und öffentlichen Infrastruktur in eine weltumspannende Wirtschaftskrise übergehen. Innerhalb weniger Wochen mobilisierten die nationalen Regierungen tausende Milliarden Dollar, Euros, Yen usw. - um ihr marodes System, den Kapitalismus, zu retten und jene, die davon profitieren. Die Zeche müssen Beschäftigte, Arme, jung und alt zahlen; für eine Krise, die sie nicht verursacht haben. Dabei ist es nicht mehr als eine Schutzbehauptung der Herrschenden, diese Krise mit „Corona-Krise“ zu betiteln, denn es ist die Krise ihres Systems, eines Systems, das den Interessen einer reichen Minderheit entspricht.
Aktivist*innen, Gewerkschaftsmitglieder, Kolleg*innen aus Deutschland und anderen Ländern kommen zu Wort. Sie berichten von der Krise aus der Sicht derer, die am meisten von ihr betroffen sind – und sie diskutieren, wie dem ein Ende gemacht werden kann und wir zu einer Gesellschaft kommen, in der die Gesundheit und die Interessen der Mehrheit an oberster Stelle stehen und nicht mehr die Gewinnerwartungen einiger weniger.
*) Die Angaben in Klammern dienen lediglich zur Kenntlichmachung der beitragenden Personen.
REZENSIONEN: Junge WeltFixpoetry,

Axel Stommel
Die unerträgliche Leichtigkeit der Schulden
Corona, das Klima und die Schwarze Null
150 S., br., € 17,00
978-3-96317-218-2
Gerade noch im Wachstumswahn, dann das: die Corona-Pandemie. Plötzlich hat sie das wirtschaftliche und soziale Leben auf allen Kontinenten weitgehend stillgelegt. In dieser extremen Situation ist der Staat gefordert, die Schwarze Null zunächst passé. Aber nicht völlig und nicht für immer. Denn auch in der Corona-Krise geht es darum, den Staat nicht ungebremst zu verschulden. Während selbst diese Krise irgendwann ein Ende haben wird, gilt dies für die Klimakrise nicht. Sowohl das gesellschaftliche als auch das meteorologische Klima und ihre jeweiligen Probleme und Gefahren bleiben bestehen. Spätestens dann beginnt für die Schwarze Null ein neuer Frühling: Die Schuldentragfähigkeit sowie die Frage, welche Aufgaben der Staat zu übernehmen habe und wie sie zu finanzieren seien, werden unvermeidlich wieder aktuell – wohl noch dringender als zuvor. Axel Stommel zeigt, dass sich weder die Null noch die Schuldenbremse für einen Streit zwischen konservativen und progressiven Politikansätzen eignet. Damit entlarvt er einen verbreiteten Denkfehler und stellt die entscheidenden Fragen: Wie und mit welchen Steuermitteln sind die wirtschafts-, sozial-, umwelt- und klimapolitischen Ziele anzusteuern? Stommel liefert so eine allgemein verständliche Darstellung der Dreiecksbeziehung zwischen Staatsfinanzierung, Klima- und Sozialpolitik – auch jenseits von Corona, Schuldenbremse und Schwarzer Null – und dies mit konzentrierten alltagspraktischen Konsequenzen.

Verena Kreilinger, Winfried Wolf, Christian Zeller
CORONA, KRISE, KAPITAL
EINE SOLIDARISCHE ALTERNATIVE IN DEN ZEITEN DER PANDEMIE
260 S., br., € 17,90
978-3-89438-739-6
Wir stehen vor einer Zeitenwende: Ein Virus breitet sich aus, doch es ist der Kapitalismus, der aus ihm eine globale Krise macht. Die Pandemie verstärkt die wirtschaftliche Rezession zu einer weltweiten Depression. Der Klimawandel verschärft sich weiter. Eine dramatische Verdichtung gesellschaftlicher Krisen erschüttert unser Leben. Verantwortungslos haben die Regierenden anfänglich die Gefahr einer Pandemie ignoriert. Zu spät, ungenügend, einseitig und autoritär haben sie dann reagiert. Die Interessen der Wirtschaft stehen vor dem Schutz der Menschen. Die Konzerne sichern sich immense staatliche Unterstützung. Zugleich nimmt die Bereitschaft vieler Menschen zu, über Alternativen zum kapitalistischen System nachzudenken. Kreilinger / Wolf / Zeller argumentieren für eine solidarische und globale Strategie. Es gilt die Machtfrage zu stellen. Um die Krise gerecht zu bekämpfen, geht es darum, den gesamten Gesundheitssektor nach den gesellschaftlichen Bedürfnissen auszurichten und einen solidarischen und ökologischen Umbau der Wirtschaft zu erreichen. 

#HOCHSCHULINITIATIVE DEMOKRATISCHER SOZIALISMUS (HG.)
«DIE WELT WIRD EINE ANDERE»
VIRUS UND GESELLSCHAFT
Perspektiven ds [1/2020]
318 S., br., € 12,80
978-3-7410-0234-2
 Diese Ausgabe der perspektiven ds fragt im Schwerpunkt  nach den gesellschaftlichen Folgen der Pandemie. Wird die Welt eine andere? Welche Schockwellen aus Zusammenbrüchen und beschleunigtem Zeitenwandel wird das Virus auslösen? Wie nachhaltig verändert das social distancing und der vorübergehend weitgehende Stillstand unsere sozialen Strukturen, das politische Handeln und die finanzmarktgetriebene Ökonomie? Europa hat lange gebraucht, um gemeinsame Antworten zu finden, ein „Zerfall Europas“ schien nicht mehr ausgeschlossen. Alle Entscheidungen wurden mit starken nationalen Exekutiven gefällt. Demokratie, Menschenrechte und liberale Politik kamen weiter unter Druck, auch in Deutschland fürchten sich viele, dass die früheren Freiheiten nicht wiederhergestellt werden. Die „neue Normalität“, das Leben mit dem Virus, ist eine anstrengende Angelegenheit mit vielen Einschränkungen und Auflagen. Wie lange wird die Gesellschaft das durchhalten, solange es keinen Impfstoff und keine Medizin gibt?
Wer wird die Krise bezahlen müssen, wie sind Wohlstandsverluste und die Verschärfung sozialer Spaltungen abzuwenden? Läuft das alles auf ein großes Katastrophenszenario zu? Oder birgt diese Krise gerade Chancen für den Einstieg in eine bessere Welt, etwa weil das „Systemrelevante“ jetzt der Willkür des Marktes entzogen wurde? Haben ein starker fürsorglicher Staat, öffentliche Güter, eine neue Solidarität, Vernunft und neuer Gemeinsinn nicht gerade ein Comeback erlebt? Kann die Krise gar die Transformation hin zu einem nachhaltigen und entschleunigten Konsum- und Lebensmodell fördern?


Alain Badiou
Nach Corona:Für eine Politik der Zukunft
Ein Gespräch mit Peter Engelmann
80 S., br., € 14,90
978-3-7092-0439-9
Die Corona-Krise ist weder der verheißungsvolle Beginn eines gesellschaftlichen Umbruchs noch etwas prinzipiell Neues. Aber sie verweist auf die Dringlichkeit eines radikalen Wandels im politischen Denken und Handeln. Für Alain Badiou offenbart die aktuelle Krise in aller Deutlichkeit den Widerspruch, der heute zwischen der globalisierten Wirtschaft und der weitgehend national orientierten Politik besteht. Auch wenn die Staaten in der Krise gezwungen sind, die Imperative der kapitalistischen Profitmaximierung temporär zurückzustellen, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten, bedeutet das nicht, dass dadurch das Primat der kapitalistischen Wirtschaft gebrochen wird. Wie kann dieser Widerspruch langfristig aufgehoben werden? Die Antwort liegt für Badiou in einer dritten Etappe des Kommunismus: Nach seiner glorreichen Erfindung und dem tragischen Scheitern des ersten Versuchs seiner Implementierung muss nun ein globaler Kommunismus entwickelt werden, der der Situation er heutigen Welt angemessen ist und dessen revolutionäres Subjekt nur das nomadische Proletariat sein kann: die Flüchtlinge und Migranten auf der ganzen Welt, die heute die Hauptlast der kapitalistischen Ausbeutung tragen.

Fragmente: Die Zeit danach
Eine Anthologie mit Beiträgen von Corinna Antelmann, Judith Auer, Katharina Goetze, Andrea Grill, Elisabeth R. Hager, Silvia Hlavin, Rebecca Heinrich, Marianne Jungmaier, Julia D. Krammer, Ursula Laudacher, Melamar, Cordula Nossek, Karin Peschka, Antje Rávic Strubel, Marlen Schachinger, Siljarosa Schletterer, Angelika Stallhofer, Katharina Tiwald und Renate Welsh.
264 S., br., € 22,00
978-3-85371-480-5
Covid-19 und das Corona-Virus haben in diesem Buch Platz- und Auftrittsverbot. Keine Jammerlappenliteratur, keine Trauergesänge, keine Klagelieder. 20 Schriftstellerinnen werfen in Form von Erzählungen, Essays, Dramoletten, Gedichten und Graphic Stories einen Blick auf das Danach. Auf eine Zeit nach der Krise. 

Franz Müntefering
Zwanzigzwanzig plus
Übers Einmischen, Mittun und ein gutes Stück Leben auch im Ältersein
144 S., geb., € 16,90
978-3-8012-0580-5
Mit Corona kamen Beschränkungen, Sorgen, Krankheit, Einsamkeit, Pleiten und auch Tod. Belastend für alle, für viele eine persönliche Katastrophe. Das fordert heraus. Die Demokratie ist in der Bewährung. Wenn die Sorgen um die Gesundheit nachlassen werden, drängen verstärkt ökonomische, finanzielle, soziale und ökologische Fragen auf die Tagesordnung. Da wollen und können Ältere einen wichtigen Beitrag leisten für die Gesellschaft. Da müssen wir ran. Wir brauchen Liebe zum Leben und Zuversicht, kühlen Kopf und heißes Herz, damit es gut gemeinsam weitergeht. Was kommt, wenn das Virus gezähmt ist? Franz Müntefering denkt in seinem neuen Buch über die Bedingungen unseres Zusammenlebens nach, über Anerkennung und Solidarität zwischen Jüngeren und Älteren. Über die Chancen der Demokratie und die Bedeutung der Gleichwertigkeit. Und über das Älterwerden und -sein als ein gutes Stück Leben. Wir haben nicht kapituliert vor der Krise. Das ist gut. Nun geht es darum, hinaus- und voranzukommen. Das wird kein absoluter Schmusekurs zwischen Gesellschaft und Politik. »Wir haben ja 1,5 Meter Distanz gelernt. Aber das gibt Vertrauen, und das ist der Gewinn. Wir alle dürfen zuversichtlich sein.« 

Karl Berger
Ohne Maulkorb?
Cartoons zum Zeitgeschehen
88 S., br., € 14,90
978-3-85371-477-5
Masken tragen. Nicht nur dann, wenn ein Virus bzw. der Kampf gegen dasselbe der Gesellschaft den Atem nimmt. Masken tragen sind wir gewohnt. Der Witz, den der Chef erzählt, ist immer der lustigste. Wenn wir gefragt werden, wie wir unsere öde Arbeit finden, sagen wir „spannend“.


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